Staatsanwaltschaft ermittelt

04. Juni 2019 17:03; Akt: 04.06.2019 17:17 Print

Hat Atletico-Rüpel Costa Steuern hinterzogen?

Diego Costa droht Ärger mit dem spanischen Fiskus. Der Stürmer soll Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben.

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Was wäre der Sport ohne seine kleinen und großen Skandale? Hier ein Überblick über die Skandale 2019: und sein Goldsteak! Im Urlaub in Dubai verspeiste der streitbare Bayern-Stürmer ein mit 24 Karat Blattgold überzogenes Steak, zubereitet vom bekannten Steak-Koch "Salt Bea". Dies hielt der Franzose auf Instagram fest. "Es gibt keinen besseren Weg, ins neue Jahr zu starten", so der Bayern-Kicker zum Posting. Die Antwort der Fans ließ nicht lange auf sich warten. Über den Franzosen brach ein echter Shitstorm herein. Das veranlasste den 35-Jährigen gleich zum nächsten Skandal: Ribery konterte. Und zwar brutal unter der Gürtellinie. "Ich f.... eure Mütter, eure Großmütter und euren Stammbaum." Mahlzeit! Die Super Bowl gewannen die New England Patriots mit 13:3 gegen die Los Angeles Rams. Doch das Team aus der "Stadt der Engel" stand nur aufgrund eines echten Football-Skandals im NFL-Endspiel. Im Conference-Final gegen die warf Quarterback Drew Brees beim Stand von 20:20 bei noch 1:45 Minuten auf der Uhr einen Pass auf Receiver Tommylee Lewis. Doch der wurde von Rams-Cornerback Nickell Robey-Coleman brutal am Fangen gehindert. Ein klarer Regelverstoß, eine Pass Interference, die Referee Bill Vinovich nicht sah. Also siegten die Rams in der Overtime mit 26:23. Die Ski-WM 2019 wurde zur Wetter-Farce. In der ersten Woche sorgten Wind und Schnee für zahlreiche Verschiebungen und Verkürzungen der Speed-Rennen. Kurios! Die Damen-Abfahrt war nur ein paar Sekunden länger als ein Slalom-Durchgang. In der zweiten Woche strahlte zwar die Sonne, das weichte die Pisten aber so auf, dass kaum faire Bedingungen herrschten. Cojones, aber so richtig! Atletico Madrid schlug im Achtelfinale der Champions League Juventus Turin mit 2:0. Das feierte Atleti-Coach Diego Simeone auf seine ganz eigene Art und Weise: mit einem Eier-Jubel. Da sind die Cojones! Im Rückspiel hatte Ronaldo dann die Antwort gegeben, Juve mit einem Dreierpack weiter geschossen. Und danach selbst in den Schritt gegriffen. Genauso wie Siemone wurde auch der Portugiese zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Der Doping-Skandal kommt bei der Nordischen Heim-WM in Seefeld so richtig ins Rollen. Im Zuge der "Operation Aderlass" werden neun Personen festgenommen. Darunter die beiden österreichischen Langläufer Dominik Baldauf und Max Hauke, der auf frischer Tat mit der Nadel im Arm erwischt wurde. Gleichzeitig klickten im deutschen Erfurt für den als Drahtzieher bezeichneten deutschen Sportmediziner Mark S. die Handschellen. Danach gestanden auch die Radprofis Stefan Denifl und Georg Preidler Eigenblutdoping. Im Doping-Skandal rückte Johannes Dürr wieder in den Mittelpunkt. Der Langläufer war bereits bei den Olympischen Spielen 2014 als Doper aufgeflogen, arbeitete mit einer Crowdfunding-Kampagne an seinem Comeback. Erst durch seine Aussagen in einer ARD-Dokumentation war die "Operation Aderlass" ins Rollen geraten. Doch plötzlich war der Enthüller selbst zum Täter geworden. Dürr wurde festgenommen und gestand neuerliches Doping, drei Mal im Jahr 2018. Nach den Doping-Enthüllungen sorgte ein sexueller Übergriff für neue Schlagzeilen im Nordischen Lager des ÖSV. Ein nicht namentlich genannter Trainer hatte während der österreichischen Meisterschaften vor einer damals 18-jährigen Langläuferin onaniert. Sie hatte sich mit ihm ein Zimmer teilen müssen. Er hatte sich entkleidet und "wollte dann mehr". Die junge Frau beendete ihre Karriere. Der Langlauf-Trainer durfte trotz zahlreicher Mitwisser bis Ende 2018 weitermachen. Rapid in der Qualifikationsgruppe - das schmeckte zahlreichen Fans der Hütteldorfer so gar nicht. Beim ersten Heimspiel im unteren Play-off gegen die Admira verwehrte der grün-weiße Anhang dem Rekordmeister in den ersten 45 Minuten die Unterstützung. Härter traf es Stefan Schwab. Der durfte als grün-weißer Kapitän nicht mit der Ultras-Schleife auflaufen. Der harte Kern hatte dem Rapid-Spielführer die Binde abgenommen. Rapid zog nach einem Elfer-Krimi beim LASK ins ÖFB-Cupfinale ein. Die Schlagzeilen gehörten allerdings Referee Markus Hameter. Der Unparteiische war des öfteren falsch gelegen. Besonders falsch allerdings in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte, als der Unparteiische Peter Michorl für seine brutale Grätsche gegen Thomas Murg nicht die Rote Karte zeigte. Dafür erhielt der Referee eine "Nachdenkpause", wurde kurzfristig von der Partie Austria gegen Sturm Graz abgezogen. Eigenltich war alles abgemacht. Das ÖFB-Cupfinale sollte am 1. Mai in der Generali Arena der Wiener Austria über die Bühne gehen. Doch sofort nach den Halbfinals, in denen sich Rapid Wien und RB Salzburg durchsetzten, gab es Proteste. Die Hütteldorfer forderten die Verlegung ins wesentlich größere Ernst-Happel-Stadion, die Polizei ortete Sicherheitsbedenken, die Austria-Fans wollten nicht, dass sich ein anderes Team im violetten Schmuckkästchen die Cup-Krone aufsetzt und versperrten die Arena-Eingänge mit Vorhängeschlössern. Der ÖFB reagierte schließlich, verlegte das Finalspiel nach Klagenfurt.

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Fußball-Rüpel Diego Costa sorgt einmal mehr für Negativ-Schlagzeilen. Diesmal allerdings nicht wegen seines Verhaltens am Platz, sondern wegen Steuerhinterziehung.

Die für Wirtschaftsdelikte zuständige Staatsanwaltschaft hat am Dienstag Anzeige gegen den Stürmer in Diensten von Atletico Madrid erhoben. Auf Anfrage von spanischen Medien wurde dies von der verantwortlichen Behörde bestätigt.

Laut den amtlichen Angaben soll Costa Steuern in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro unterschlagen haben. Die Einnahmen stammen von Bildrechten aus dem Jahr 2014 während seiner Zeit beim englischen Spitzenklub FC Chelsea.

Dem 30-Jährigen wird unterstellt, diese Einnahmen völlig bewusst am spanischen Fiskus vorbeigeschummelt zu haben.

Costa wechselte im Sommer 2014 von Atletico zu Chelsea, verlegte seinen steuerlichen Wohnsitz erst im Juli jenen Jahres von Spanien nach England. Daher hätte er seine Gesamteinnahmen aus dem Jahr 2014 in Spanien angeben und versteuern müssen, tat dies aber offenbar eben nicht.


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(Heute Sport)

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