Bundesliga-Finale

26. Mai 2019 16:42; Akt: 27.05.2019 10:51 Print

2:5! Austria Vierter im "Kampf um Europa"

Kein Gruppen-Fixplatz, aber ein Ticket für die Europa-League-Quali! Die Austria kann für das internationale Geschäft planen, hatte aber die Chance auf mehr.

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Wie geht es der Wiener Austria nach der Horror-Saison im Vorjahr? Sind die "Veilchen" nach Platz sieben wieder am Weg nach oben und herrscht in Favoriten weiter Mittelmaß und Frust? "Heute" fasst die bisherige Saison mit den besten Bildern zusammen. Viel Spaß beim Durchklicken! Cheftrainer Thomas Letsch hatte bereits beim Trainingsstart alle Hände voll zu tun. 15 Spieler, unter ihnen lang verdiente Leistungsträger wie Raphael Holzhauser oder Robert Almer, verließen den Verein, während... ...insgesamt 13 neue Profis zur Kampfmannschaft der "Veilchen" stießen. Neben Coach Letsch grinsen hier die Neo-Austrianer Alon Turgeman, Maximilian Sax, Thomas Ebener, Christian Schoissengeyr, James Jeggo und Königstransfer Uros Matic in die Kamera. Ebenfalls rechts im Bild: Ralf Muhr, der vom Akademieleiter zum Wohlfahrt-Nachfolger als Sportdirektor aufstieg. "Die Austria ist endlich z´Haus" - unter diesem Motto kehrten die Wiener noch vor Saisonstart nach zwei Jahren im "Happel-Exil" endlich wieder in ihre generalüberholte Generali Arena zurück. Als Gegner bei der Stadioneröffnung beehrte der deutsche Spitzenklub Borussia Dortmund die "Veilchen". Es ging sofort zur Sache, am Ende setzte es eine 0:1-Niederlage, von der... ...sich die Fans auf den neuen Tribünen allerdings nicht die Stimmung und Vorfreude auf die neue Saison verderben ließen. Mit dem Cupspiel beim Wiener Stadtligisten Austria XIII stand wenig später das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Die Letsch-Elf gab sich dabei keine Blöße und zog mit einem souveränen 4:0-Sieg in die zweite Cup-Runde ein. Im ersten Liga-Spiel der Saison daheim gegen Wacker Innsbruck hatten die Austrianer schon wesentlich mehr zu kämpfen. Mit 0:1 gerieten die Hausherren in Rückstand, am Ende... Doch der erste Rückschlag folgte bereits in der zweiten Liga-Runde. Beim WAC mussten sich Matic und Co. mit 0:1 geschlagen geben. Auch in Runde drei setzte es eine Niederlage. Bei Meister Salzburg gab es mit einem 0:2 nichts zu holen. Dabei im Mittelpunkt: Ex-"Veilchen" Zlatko Junuzovic, der sehr zum Ärger mancher Austria-Fans nach seinem Bremen-Engagement im Sommer bei den "Bullen" anheuerte. Nach zwei Rückschlägen in Folge wurden sofort die üblen Erinnerungen an die Vorsaison wach. Doch dann kam die Admira in die Generali Arena und mit einem 4:0-Erfolg über die Südstädter konnten die "Veilchen" die erste Mini-Krise erfolgreich abwenden. Doch auswärts mussten die Wiener in Runde fünf den nächsten Dämpfer einstecken. Beim SKN St. Pölten reichte es nur zu einem 0:0-Unentschieden. "Wir hatten Torchancen, aber wenn der Ball nicht rein geht, muss man mit dem 0:0 leben, aber nicht zufrieden sein", analysierte Trainer Letsch. Gegen Mattersburg feierten die Violetten einen hart erarbeiteten 2:1-Heimsieg - drittes Spiel in Serie ohne Niederlage. Erster Höhepunkt: Im Derby feierte die Austria einen 1:0-Auswärtssieg gegen Rapid. Alex Grünwald erzielte das Goldtor. In der Tabelle kletterten die "Veilchen" auf Rang vier. Danach gab es für die Austria aber nicht so viel zu jubeln. Im Heimspiel gegen den LASK setzte es eine klare 0:3-Abfuhr. Gegen Aufsteiger Hartberg gab es auswärts zumindest einen 1:0-Erfolg. Dann aber die sportliche Talfahrt: Gegen Altach setzte es eine 0:2-Niederlage in Vorarlberg. Auch im Heimspiel gegen Sturm reichte es nicht zu einem Sieg - 1:1. Die nächste Punkteteilung gab es auswärts bei Innsbruck mit einem 0:0. Darauf folgte ein 2:3 im Heimspiel gegen Wolfsberg. In der Tabelle rutschten die Violetten auf Platz sechs ab. Die Fans äußerten daraufhin lautstark ihren Unmut, von der Tribüne tönte es "Letsch raus!" Einen Wechsel gab es zunächst auf der Führungsebene. Klub-Boss Wolfgang Katzian verkündete seinen Rückzug. Die Nachfolge tritt Frank Hensel an. Er kündigt an: "Wenn man vorangehen will, muss man investieren. Das haben wir in den letzten Jahren konsequent und intensiv getan und werden das auch in Zukunft tun." Weiters will er die Entwicklung auf der Tribüne vorantreiben: "Mein Ziel ist, dass wir offener und attraktiver für Familien und Frauen werden." In der nächsten Runde setzte es die nächste Pleite. Gegen Meister Salzburg hielten die Veilchen hinten lange ihren Laden dicht, ehe ihnen die Bullen doch noch zwei Tore einschenkten. Gegen den SKN St. Pölten gab es den zweiten Sieg in Folge. Die Veilchen konnten sich in der Generali Arena mit 2:0 durchsetzen. Dann wieder der nächste Dämpfer. Auswärts in Mattersburg musste man sich 2:1 geschlagen geben. Im Wiener-Derby zeigte die Austria ein völlig anderes Gesicht. Mit einem deutlichen 6:1 fegten die Veilchen den Stadtrivalen aus Hütteldorf vom Platz. Nach der Winterpause konnte die Austria nicht gleich dort weitermachen, wo sie aufgehört hatte. Der LASK spielte eine extrem starke Saison und konnte sich in Pasching mit 2:0 durchsetzten. Gegen Hartberg fand man zurück auf die Siegerstraße und gewann mit 4:2. Gegen Altach folgte dann eine weitere desolate Vorstellung, das Spiel ging mit 1:3 verloren. Trainer Thomas Letsch wurde nur einen Tag später entlassen.

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Die Entscheidung ist gefallen – und die Austria kann für Europa planen. Zwar nicht für die Gruppenphase der Europa League, aber immerhin für das Play-off. Denn die Violetten beenden die Bundesliga-Saison auf Platz vier. Dabei wäre das Gruppen-Ticket in Reichweite gewesen.

Zunächst zur Ausgangslage: Für Platz drei hätte die Austria einen Sieg im Gastspiel beim LASK benötigt, gleichzeitig hätte Wolfsberg nicht gegen Sturm Graz gewinnen dürfen. Doch die „Wölfe“ siegten gegen die „Blackies“ mit 2:1, die Austria verlor gegen den LASK mit 2:5.

Dabei hatte die Austria bereits eine Hand am Ticket für die Gruppenphase: Matic (6.) sorgte für die erhoffte frühe Führung der Gäste, doch nach der Pause drehte der LASK auf. Tetteh (51., 55.) und Jamnig (79.) drehten die Partie. Monschein (85.) gelang noch das 2:3, ehe Joao Victor (89.) und Haudum (90.+1) auf 5:2 für die Hausherren stellten.

Das bedeutet: Die Favoritner schließen die Saison auf Platz vier ab. In der Europa-League-Quali müssen sie kommende Saison zwei Runden überstehen, sind in mindestens einer Runde ungesetzt, schon in der dritten Quali-Runde könnte der Gegner damit Eintracht Frankfurt oder AS Roma lauten.

Zumindest geht die Austria einem möglichen „Derby um Europa“ aus dem Weg. Denn sollte Rapid in der Quali-Gruppe kommende Woche das Duell mit Mattersburg überstehen, fordern die Hütteldorfer den Tabellen-Fünften im Kampf um das letzte Europacup-Ticket. Dieser Gegner ist nun Sturm Graz.

An der Tabellenspitze waren die Plätze schon vor der letzten Runde bezogen. Meister Salzburg verabschiedete Coach Marco Rose mit einem 7:0 gegen St. Pölten in die deutsche Bundesliga. Der LASK beendet die Saison nach dem Heimsieg gegen die Austria mit zwölf Punkten Rückstand auf Salzburg als Zweiter und spielt in der Champions-League-Qualifikation. Wolfsberg steht fix in der Europa-League-Gruppenphase, der größte Erfolg der Vereinsgeschichte und des Kärntner Fußballs.




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(red)

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