AG-Vorstand über Wohlfahrt-Aus

13. Juni 2018 11:31; Akt: 13.06.2018 11:33 Print

Kraetschmer: "Vertrag ist keine Pragmatisierung"

Franz Wohlfahrt ist bei der Wiener Austria Geschichte. Was steckt hinter der Beurlaubung trotz des verlängerten Vertrags? "Heute" hat die Fakten.

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Nach der Katastrophensaison mit Rang sieben und 40 Punkten Rückstand auf Meister RB Salzburg hat die Wiener Austria die Reißleine gezogen. Sportdirektor Franz Wohlfahrt wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden und beurlaubt.

Trotz der violetten Krise kommt der Rauswurf von Austrias Jahrhundert-Torhüter überraschend. Die Wiener stecken mitten in der Kaderplanung, bereiten den Umbruch vor. Der Vertrag mit dem 53-Jährigen war erst im Jänner für drei Jahre verlängert worden.

"Vertrag ist keine Pragmatisierung"

Doch der noch bis 2021 laufende Kontrakt hielt die Veilchen nicht davon ab, den Sportdirektor zu feuern. "Ein Dreijahresvertrag ist keine Pragmatisierung", erklärte AG-Vorstand Markus Kraetschmer im ORF. "Die Trennung mag unglücklich wirken, aber wir haben uns Entwicklungsschritte – vor allem im Scouting – erwartet."

Stattdessen soll durch die Trennung vom Sportdirektor der Umbruch im Team fortgesetzt werden. "Das letzte halbe Jahr war einfach schlecht. Wir haben tiefgründig analysiert, was wir von Wohlfahrt erwarten. Wir mussten uns trennen, weil es notwendig war. Deshalb haben wir einen Schlussstrich gezogen", so Kraetschmer.

Trainer als Problem

Wohlfahrt verriet Insider Peter Linden schon vor drei Wochen, dass er um seinen Job bangt: "Ich muss aufpassen, dass ich nicht zum Alleinschuldigen für alles gemacht werde." Ein Punkt, der zu seiner Absetzung beigetragen haben soll, sei die Trainer-Frage gewesen: Wohlfahrt setzte sich für Ex-Austrianer und Peter-Stöger-Assistent Manfred Schmid ein. Ralf Muhr, erst unlängst zum Technischen Direktor befördert, favorisierte Thomas Letsch und soll AG-Vorstand Markus Kraetschmer in dieser Hinsicht beeinflusst haben.

Fakt ist: Mit der Suche nach einem Nachfolger für Wohlfahrt wollen sich die Wiener Zeit lassen. "Es wird keine Schnellschüsse geben, wir werden in Ruhe analysieren und strategisch vorgehen." Bis dahin wird der AG-Vorstand selbst die Agenden übernehmen. Gemeinsam mit Coach Thomas Letsch und dem neu eingesetzten Technischen Direktor Ralf Muhr.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • EILMAIL30 am 13.06.2018 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Untragbar ist auch KRAETSCHMER !

    Auch der Oberbuchhalter - nennt man neuerdings Vorstand - KRAETSCHMER sollte sofort abgelöst bzw. beurlaubt werden, denn er hat ja jahrelang als "Chef" der Wiener Austria zugeschaut und gesehen was WOHLFAHRT da an Spielern zusammengekauft hat, die weit entfernt von BL-Reife waren. Nur WOHLFAHRT die alleinige Schuld zu geben finde ich für nicht in Ordnung. Er hätte weitaus früher eingreifen und reagieren müssen. Auch der ehemalige Admiraner SAX ist, sowie der schon voriges Jahr verpflichtete MONSCHEIN sind nicht als Verstärkung anzusehen. Nur schön zu reden ist zu wenig Herr "Vorstand" !

Die neuesten Leser-Kommentare

  • EILMAIL30 am 13.06.2018 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Untragbar ist auch KRAETSCHMER !

    Auch der Oberbuchhalter - nennt man neuerdings Vorstand - KRAETSCHMER sollte sofort abgelöst bzw. beurlaubt werden, denn er hat ja jahrelang als "Chef" der Wiener Austria zugeschaut und gesehen was WOHLFAHRT da an Spielern zusammengekauft hat, die weit entfernt von BL-Reife waren. Nur WOHLFAHRT die alleinige Schuld zu geben finde ich für nicht in Ordnung. Er hätte weitaus früher eingreifen und reagieren müssen. Auch der ehemalige Admiraner SAX ist, sowie der schon voriges Jahr verpflichtete MONSCHEIN sind nicht als Verstärkung anzusehen. Nur schön zu reden ist zu wenig Herr "Vorstand" !