Heimlicher Liga-Star

24. April 2019 10:57; Akt: 24.04.2019 10:57 Print

Liendl ist der beste Scorer mit rot-weiß-rotem Pass

von E. Elsigan - Michael Liendl drückt der Bundesliga auch mit 33 Jahren seinen Stempel auf – und wie! Österreichs bester Scorer im "Heute"-Porträt.

Michael Liendl (Bild: GEPA-pictures.com)

Michael Liendl (Bild: GEPA-pictures.com)

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Wer ist der beste Offensiv-Spieler der Liga? Gemessen an Toren und Assists führt Munas Dabbur die Wertung an. Der Salzburg-Striker netzte 17 Mal, bereitete acht weitere Treffer vor, kommt also auf einen Wert von 25.

Gleich dahinter: Michael Liendl. Der Wolfsberg-Routinier hatte bei 21 erfolgreichen Abschlüssen seine Beine im Spiel (elf Goals, zehn Vorlagen) – und ist damit der beste rot-weiß-rote Scorer.

"Ich habe zwar geahnt, dass ich im Klub eine tragende Rolle spielen werde, aber dass ich nach 26 Runden so gut dastehe, habe ich nicht gedacht", gesteht Liendl im "Heute"-Interview.

Kollegen als Erfolgsfaktor

Das Erfolgs-Geheimnis? "Meine Team-Kollegen. Einen guten Pass kann ich schnell spielen, reinhauen muss ihn aber auch erst wer. Meine Statistiken waren jedenfalls bei all meinen Stationen – mit Ausnahme von Twente – zum Herzeigen."

Liendl, der in jungen Jahren die Schusstechnik von David Beckham und Roberto Carlos studierte, ist "nebenbei" bester heimischer Torschütze der Saison (11). Gefolgt von Rene Gartler (8). Beide sind 33 Jahre alt. Braucht man ein Übermaß an Routine, um das Runde im Eckigen unterzubringen?

Traum vom Nationalteam

"Sie ist zumindest kein Nachteil, sagen wir so. Es gibt aber genauso 25-Jährige, die vor dem Tor abgebrüht sind. Es ist schon auch eine Frage die Qualität", sagt der WAC-Regisseur, der eine Stürmerkrise im Land ortet. "Zumindest ganz vorne hat Österreich ein kleines Problem."

Trotz seines gehobenen Fußballer-Alters hat Liendl das Thema Nationalteam (ein Einsatz im Juni 2014) noch nicht abgehakt. "Wenn du heimischer Top-Scorer in der Bundesliga bist, warum soll man dann nicht darüber nachdenken. Viel mehr Argumente kann ich nicht liefern. Im ÖFB-Kader standen schon Spieler, die bei ihren Vereinen gar nicht zum Einsatz kommen. Entscheiden muss der Teamchef, das ist klar. Kontakt gab es noch nicht."

Duell mit Salzburg

Am Mittwoch (19 Uhr) kann Liendl auswärts gegen Spitzenreiter Salzburg erneut Werbung in eigener Sache machen – und mit dem WAC Rang drei absichern. "Wir haben von Anfang an gesagt, wir wollen in die Meistergruppe. Dort sind wir jetzt, also wollen wir vorne mitreden und die Spiele nicht herschenken. Den Weg werden wir weitergehen."

"Rapid-Kader nicht besser"

Fakt ist: Die Kärntner stehlen den Wiener Großklubs die Show. Liendl kommentiert es mit Genugtuung. "Rapid kam nicht in die Gänge und ist qualitativ heuer vielleicht wirklich nicht besser, als sie jetzt dastehen. Die Austria hat es noch in die Meistergruppe geschafft, kann die Saison noch retten. Aber es zeigt natürlich, dass die so genannten 'Kleinen' sehr gute Arbeit leisten und sich kein Verein zurücklehnen kann. Vor allem mit dem Modus. Du musst vom ersten Spieltag an voll da sein. Vielleicht haben das manche Vereine ein bisschen unterschätzt. Es ist alles enger zusammengerückt."

WAC am Weg zum Großen?

Liendl spricht die "Kleinen" an. Ist der WAC überhaupt noch einer? "In Österreich spricht man immer von den Top 4 oder Top 5. Da meint man Salzburg, Sturm, Rapid, die Austria und vielleicht den LASK. Aber wenn man sich unseren Kader ansieht und den mit den anderen vergleicht, glaub ich nicht, dass wir großartig hinterherhinken", sagt der Linksfuß. "Was das Umfeld des Vereins betrifft, sind wir sicher noch ein 'Kleiner'. Wenn du Austria Wien oder Salzburg hörst, sind das natürlich größere Namen."

Namen, die letzten Sommer eine Chance verpassten. Nämlich jene, den damals vertragslosen Liendl, der im Ausland bei Düsseldorf, 1860 München und Twente Enschede kickte, zu verpflichten. "Ich habe mir den Markt angesehen, der WAC hat sich dann sehr bemüht. Ich hatte ein gutes Gefühl. Den Rest will ich nicht beurteilen", bleibt Liendl diplomatisch.

Zukunft (noch) offen

Auch auf die Frage nach der Zukunft bleibt er eine klare Antwort schuldig. "Es wird sich zeigen. Ich bin jetzt doch schon länger im Fußballgeschäft und habe in beide Richtungen viel erlebt. Solange nichts unterschrieben ist, kann ich nichts bestätigen oder ausschließen."

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