Löw-Konter nach Kritik

19. März 2019 22:02; Akt: 19.03.2019 22:02 Print

"Was Klinsmann sagt, weiß ich schon seit 14 Jahren"

Im deutschen Fußball rumort es! Am Mittwoch startet die EFB-Elf mit dem Test gegen Serbien eine "neue Zeitrechnung". Von Jürgen Klinsmann kommt harte Kritik.

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Der Zug zur WM-Endrunde nach Russland ist abgefahren! "Heute" hat die Übersicht über die WM-Quali-Partien des Österreichischen Nationalteams. Zum Auftakt gab es drei Punkte! Aleks Dragovic (li.) und Co. erkämpften auswärts bei Georgien einen 2:1-Sieg. Dann der erste Hochkaräter! Wales gastierte mit Superstar Gareth Bale (re.) im Happel-Stadion. Im zweiten WM-Quali-Match gab es am Ende einen Punkt - nach einem 1:2-Pausenrückstand stand es am Ende 2:2. Arnautovic sorgte per Doppelpack (28., 48.) für das Remis. Drittes Match: das Gastspiel in Serbien. Eine enge Partie. Zwei Mal gingen die Hausherren in Führung, zwei Mal gelang der ÖFB-Auswahl der Ausgleich. Am Ende setzte es aber eine Niederlage für Marc Janko (re.) und Co. - 2:3. Am 12. November 2016 folgte das Heimspiel gegen Irland - und die nächste Abfuhr. McClean schoss die Iren zum 1:0-Auswärtssieg. Das WM-Ticket drohte damit schon vorzeitig, in weite Ferne zu rücken. Im Heimspiel gegen Moldawien war ein Sieg bereits Pflicht. Durch Tore von Arnautovic (75.) und Harnik (90.) gelang ein 2:0-Erfolg. Dann wieder ein Rückschlag. Gegen Irland verspielten Sebastian Prödl (li.) und Co. eine 1:0-Führung. Am Ende setzte es ein glückliches 1:1. In der Tabelle liegt Österreich damit punktegleich mit Wales auf Platz vier. Auf die Leader Serbien und Irland fehlen vier Punkte. Alles ist noch möglich, aber es wird immer enger ... In Irland sah es lange Zeit nach Sieg aus. Hinteregger hätte das ÖFB-Team in der 31. Minute in Führung gebracht, Walters glich kurz vor Schluss aus (85.). Ernüchterung! Vier Spiele vor dem Ende der WM-Qualifikation betrug der Rückstand auf Serbien und Irland vier Punkte. Nur ein Sieg in Wales hätte die Hoffnung am Leben gehalten. Mit einem Sieg gegen Wales wäre die Tür zum WM-Ticket weit offen gewesen. Das ÖFB-Team spielte gut, doch der Treffer gelang nicht. Marko Arnautovic vergab die größte Chance in der 33. Minute. Kaltschnäuziger präsentierte sich der 17-jährige Ben Woodburn, der die Waliser zum 1:0-Sieg schoss. Damit war es nun endgültig besiegelt. Der WM-Traum ist geplatzt. Gegen Georgien kamen die Österreicher nicht über ein 1:1 hinaus. Louis Schaub erzielte als Ersatzmann für David Alaba, der verletzt ausgewechselt wurde, den Ausgleich (43.). Valerian Gvilia hatte die Gäste im Happel-Oval in Führung gebracht (8.). Im letzten Heimspiel unter Marcel Koller feierte Österreich noch einen 3:2-Prestigeerfolg über Gruppenleader Serbien. Gruppenplatz vier war vor dem finalen Match in Moldawien dennoch fix. In der abschließenden WM-Quali-Partie in Moldawien hatten Baumgartlinger und Co, lange Zeit zu kämpfen... ...doch dann erzielte Schaub das Goldtor zum 1:0-Auswärtssieg... ...und bescherte Teamchef Marcel Koller damit einen gebührenden Abschied von der österreichischen Nationalmannschaft.

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Neustart im DFB! Jogi Löw hat nach der blamablen WM samt historischem Vorrunden-Aus einen Schlussstrich gezogen. Am Mittwoch (20.45 Uhr) startet der DFB mit einem Freundschaftsspiel gegen Serbien eine "neue Zeitrechnung", wie der deutsche Teamchef erklärte. Doch der 59-Jährige muss sich mit viel Gegenwind herumschlagen. Vor allem von seinem Vorgänger.

Denn Jürgen Klinsmann, der Löw 2004 zu seinem Co-Trainer machte, ehe er die deutsche Elf 2006 übernahm, übte in seiner neuen Funktion als Experte bei RTL harsche Kritik. "Wenn du CEO einer großen Company bist, musst du die Ergebnisse zeigen. Und wenn die nicht stimmen, musst du irgendwann gehen", hatte Klinsmann erklärt.

Löw kontert

Der Löw-Konter folgte sofort. "Dass ein CEO liefern muss, weiß ich schon seit 14 Jahren. Ich komme mit Kritik klar, weil meine eigenen Ansprüche auch sehr hoch sind. Das ist nichts Neues für mich."

Gerade in den letzten Wochen stand Löw besonders in der Kritik, nachdem er das Weltmeister-Trio Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng aussortiert hatte. Mit Manuel Neuer, Toni Kroos und Matthias Ginter sind nur noch drei Weltmeister von 2014 im stark verjüngten 23-Mann-Kader. "Ich bin bereit, das Risiko zu tragen", so Löw.

Wer hütet das Tor?

Und die nächste Baustelle droht bereits: die Torhüter-Frage. Denn auch Neuer – mit 32 der Routinier im Team – ist nach langer Verletzungspause und durchwachsenem Herbst alles andere als unumstritten. Mit Marc Andre ter Stegen vom FC Barcelona steht der Nachfolger bereits parat.

"Ter Stegen hat aufgrund seiner Leistungen eine faire Chance verdient. Wenn das Leistungsprinzip gilt, dann für alle", forderte etwa Lothar Matthäus in der Bild. Wer gegen Serbien im Tor stehen wird, ist offen.

"Rückendeckung" für junge Elf

Der Fokus liegt auf dem Eröffnungsspiel der EM-Quali gegen die Niederlande (Sonntag, 20.45 Uhr) in Amsterdam. "Wir brauchen mehr Tempo und mehr Dynamik im Spiel. Das müssen wir der Mannschaft vermitteln, neben anderen Dingen in der Defensive. Der zweite Punkt ist, der jungen Mannschaft das Gefühl zu geben, dass wir ihr absolut vertrauen. Bei Rückschlägen sollen sie auch unsere Rückendeckung spüren."


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ignaz Gartngschirrl am 23.03.2019 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jogi muss au gehe...

    Also meines Erachtens sollte Jogi Löw ganz leise sein...was hat er denn als Trainer schon erreicht???Bei den Deutschen kannst einen dressierten Affen auf die Trainerbank setzen und wirst Weltmeister!Zeit, den Hut zu nehmen...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ignaz Gartngschirrl am 23.03.2019 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jogi muss au gehe...

    Also meines Erachtens sollte Jogi Löw ganz leise sein...was hat er denn als Trainer schon erreicht???Bei den Deutschen kannst einen dressierten Affen auf die Trainerbank setzen und wirst Weltmeister!Zeit, den Hut zu nehmen...