"Sensible Gebäude" fotografiert

11. Januar 2019 23:19; Akt: 11.01.2019 23:19 Print

Militär hält die Bayern-Delegation in Doha fest

Ärger für Bayern München und vor allem für die Journalisten, die Alaba, Ribery und Co. nach Doha begleiteten. Sie wurden vom Militär festgehalten.

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Wer frisiert unsere Nationalteam-Stars? "Heute" weiß: David Alaba, Marko Arnautovic, Aleks Dragovic und Co. sind Stammkunden von Alper Taskin. Der 25-Jährige weiß genau, was angesagt ist - und zaubert den ÖFB-Stars die originellsten Frisuren auf den Kopf. Hier eine kleine Übersicht ... Hier schneidet Taskin Marko Arnautovic in einem Hotelzimmer. Für die Stars ist der Austro-Türke immer per Handy erreichbar. David Alaba ist - was die Frisur betrifft - wohl einer der wandlungsfähigsten Fußballer Europas. Dabei war im ÖFB-Nachwuchs 2007 noch der ganz normale Kurzhaarschnitt angesagt. 2012 ein richtiger Hingucker: Die Frisur machte Alaba fünf Zentimeter größer. Auch auf die Farbe kommt es an. 2015 war Alaba plötzlich "erblondet". Die Haare wurden länger, die Frisur blieb - Alaba auch 2016 mit hellen Spitzen. Die WM-Quali-Frisur: Farbe weg, die Haarlänge ungefähr gleich. Marko Arnautovic liebt auch die Vielfalt bei den Frisuren. 2007 trug Arnautovic "Vokuhila", lief im Look der 1980er auf. 2011 im Trikot von Werder Bremen: Den Irokesen zauberte ein Araber auf den Kopf von Arnautovic. Weiterhin mit "Iro", aber diesmal blond: "Arnie" beim Nationalteam 2015. Arnautovic legt Wert darauf, dass die Frisur 90 Minuten lang hält. Aleks Dragovic ist ebenfalls ein Frisuren-Spezialist. Wie Alaba und Arnautovic begann er im Nachwuchs noch eher unspektakulär. Blond war auch im Trikot der Austria 2010 angesagt. Wenig später noch blonder, aber mit weniger Haargel. 2012 ging es langsam wieder zurück zur Original-Haarfarbe, die Höhe der Frisur nahm dafür wieder zu. Mamas Liebling: 2014 bei Dynamo Kiew mochte es Dragovic eher konservativ. Aber nur kurz! 2015 wieder blond und exakt gekämmt. In der WM-Quali ist die aktuelle Modefrisur angesagt: seitlich rasiert, oben etwas länger, der Scheitel rasiert. ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger ist ebenfalls wandlungsfähig, aber in einer anderen Art. Seine Lockenmähne lässt sich schwer bändigen. Er mag seine Haarpracht lang ... ... und wild ... ... und manchmal auch einen Zopf. Wie gesagt: Die Farbe bleibt gleich, die Locken auch. Kein Glätten, keine Experimente. Auch Marcel Sabitzer zählt zu den Kunden von Taskin. Bei der Admira noch der unspektakuläre Kurzhaarschnitt. Bei Rapid stand das Styling noch nicht in der Hauptrolle. Doch mit Salzburg kam der Schick! Lang in der Mitte, kurz an der Seite. Wechsel zu Leipzig: Mehr Gehalt, mehr Haargel. Erkennen Sie dieses junge Torhüter-Talent? Es ist Heinz Lindner. Kaum zu glauben, wie unspektakulär seine Frisur einst war. Doch mit den Jahren wurden die Frisuren ausgefallener. Hier schon etwas länger im A-Team der Austria. Wie bei Sabitzer gilt: Mit den Jahren kommt das Haargel. Doch es geht auch mit weniger Gel: Schön bleibt der Heinz allemal.

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Fehler gesehen?

Deutschlands Rekordmeister Bayern München hält sich derzeit in Doha zum Trainingslager auf. Mit dabei ist auch immer eine Schar Journalisten, die den Kickern ganz genau auf die Wadeln blickt. Vor einem Werbetermin handelten sich diese aber Ärger mit dem Militär ein.

Die Journalisten waren auf dem Weg zu einem Werbetermin für die WM 2022 in Katar, bei dem auch Stars der Bayern vor Ort waren. Eigentlich keine große Sache, doch es wurde eine ungute Situation daraus.

Sensible Gebäude fotografiert

Weil die Presseleute mit Kamera-Ausrüstung eine Straße vor angeblich zwei "sensiblen" Gebäuden überquert und Fotos gemacht hatten, wurden sie knapp 40 Minuten vom Militär festgehalten.

"Ein unangenehmes Gefühl, das sich mit jeder weiteren Minute verstärkte. Am Anfang denkst du noch, es klärt sich gleich auf. Irgendwann fing es aber an, zu lange zu dauern", sagt ein Journalist des Bayrischen Rundfunks gegenüber der "Bild".

Pässe und Ausweise abgegeben

Die Journalisten wurden von einem Soldaten in Camouflage-Kleidung scharf aufgefordert, keine Foto- bzw. Videoaufnahmen zu machen. Später kamen weitere Militär-Mitarbeiter hinzu, die Reporter mussten sogar ihre Reisepässe und Personalausweise abgeben.

Erst nach dem Einschreiten des Obersten Rats für Organisation und Nachhaltigkeit wurden die Männer freigelassen.


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(Heute Sport)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rand am 12.01.2019 07:03 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst schuld

    Selbst schuld, in solche Länder fährt man auch nicht.

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  • H.Langer am 12.01.2019 08:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verlegen

    aber Hauptsache man macht eine WM dort. Die Fifa sollte diese verlegen, aber da müßten sie wahrscheinlich die Schmiergelder zurückzahlen.

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  • Jazzi Mario am 12.01.2019 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Ich finde es immer wieder super was man in solchen Ländern alles nicht darf,aber wenn sie zu uns kommen dann fordern,fordern und nichts als fordern diese Leute bei uns immer nur, und wir dummen geben und geben denen alles was diese armen Leute (Sarkasmus) auch immer wollen,einfach nur wow!!!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Theresa Schiller am 12.01.2019 22:01 Report Diesen Beitrag melden

    Einschüchterungstaktik.

    Pässe abnehmen ist doch in der Gegend völlig normal, immer gleich das 1. Mittel, um Leute einzuschüchtern. Den Arbeitskräften aus den Philippinen oder Indien werden ja auch gerne gleich mal die Pässe angenommen. Einzige Möglichkeit, diesen überheblichen Fetzenschädeln dazu keine Chance zu geben: nicht hinfahren. Ansonsten kann man nur sagen, selber schuld...

  • Tom Fox am 12.01.2019 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstüberschätzung

    ... so sieht es aus, wenn manche Journalisten glauben, sich alles herausnehmen zu können , gegen Regeln (und Anstand) verstoßen, und dann aber einen gewaltigen Wind darum machen. Pure Egozentrik, gepaart mit fehlender Selbstreflexion, mangelnder Kritikfähigkeit und einer Überhöhung der "eigenen Sache", ohne Rücksicht auf die Interessen von anderen Menschen. Dramatisch dargestellt wird hier ein Vorgang, der mit ein wenig "Hirn einschalten" vermeidbar gewesen wäre. Habe volllstes Verständnis für die Maßnahmen des Militärs. Die Missachtung des Ablichtungs-Verbotes ist respektlos, dumm.

  • Dieter Meyer am 12.01.2019 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Reporter

    Man darf NICHT überall alles ablichten das ist in allen Ländern so aber einige Schreiberlinge meinen sie dürfen das , dann musst mit den Konsequenzen leben ! (Ps.: Katar ist nicht besser oder schlechter als Russland , China oder Türkei)

  • Pangea am 12.01.2019 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warten wir mal ab

    Ich gehe davon aus aus bei der WM alle Fußballer verhaftet und eingesperrt werden. Immerhin ist der Rasen ja grün und das ist nun einmal die Farbe des Propheten. Diese mit Schuhen zu entweihen....... Na ja, Österreicher werden sowieso keine dabei sein

  • Habakuk am 12.01.2019 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Entwicklungsgelder sperren

    Hauptsache wir Europäer zahlen alljährlich Milliarden Euro an Entwicklungsgeldern und der Waffenexport glüht!

    • HC Wähler am 12.01.2019 12:09 Report Diesen Beitrag melden

      ist Katar ein Entwicklungsland?

      Recht hast, Österreich darf kein Entwicklungshilfe nach Katar schicken.

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