Violette Zukunft

26. Mai 2019 20:15; Akt: 26.05.2019 20:58 Print

Minimalziel erreicht, aber wer wird Austria-Coach?

Die Austria beendete die Saison mit einem 2:5 gegen den LASK und spielt nun in der Europa-League-Quali. Doch wie geht es bei den Favoritnern jetzt weiter?

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Wie geht es der Wiener Austria nach der Horror-Saison im Vorjahr? Sind die "Veilchen" nach Platz sieben wieder am Weg nach oben und herrscht in Favoriten weiter Mittelmaß und Frust? "Heute" fasst die bisherige Saison mit den besten Bildern zusammen. Viel Spaß beim Durchklicken! Cheftrainer Thomas Letsch hatte bereits beim Trainingsstart alle Hände voll zu tun. 15 Spieler, unter ihnen lang verdiente Leistungsträger wie Raphael Holzhauser oder Robert Almer, verließen den Verein, während... ...insgesamt 13 neue Profis zur Kampfmannschaft der "Veilchen" stießen. Neben Coach Letsch grinsen hier die Neo-Austrianer Alon Turgeman, Maximilian Sax, Thomas Ebener, Christian Schoissengeyr, James Jeggo und Königstransfer Uros Matic in die Kamera. Ebenfalls rechts im Bild: Ralf Muhr, der vom Akademieleiter zum Wohlfahrt-Nachfolger als Sportdirektor aufstieg. "Die Austria ist endlich z´Haus" - unter diesem Motto kehrten die Wiener noch vor Saisonstart nach zwei Jahren im "Happel-Exil" endlich wieder in ihre generalüberholte Generali Arena zurück. Als Gegner bei der Stadioneröffnung beehrte der deutsche Spitzenklub Borussia Dortmund die "Veilchen". Es ging sofort zur Sache, am Ende setzte es eine 0:1-Niederlage, von der... ...sich die Fans auf den neuen Tribünen allerdings nicht die Stimmung und Vorfreude auf die neue Saison verderben ließen. Mit dem Cupspiel beim Wiener Stadtligisten Austria XIII stand wenig später das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Die Letsch-Elf gab sich dabei keine Blöße und zog mit einem souveränen 4:0-Sieg in die zweite Cup-Runde ein. Im ersten Liga-Spiel der Saison daheim gegen Wacker Innsbruck hatten die Austrianer schon wesentlich mehr zu kämpfen. Mit 0:1 gerieten die Hausherren in Rückstand, am Ende... Doch der erste Rückschlag folgte bereits in der zweiten Liga-Runde. Beim WAC mussten sich Matic und Co. mit 0:1 geschlagen geben. Auch in Runde drei setzte es eine Niederlage. Bei Meister Salzburg gab es mit einem 0:2 nichts zu holen. Dabei im Mittelpunkt: Ex-"Veilchen" Zlatko Junuzovic, der sehr zum Ärger mancher Austria-Fans nach seinem Bremen-Engagement im Sommer bei den "Bullen" anheuerte. Nach zwei Rückschlägen in Folge wurden sofort die üblen Erinnerungen an die Vorsaison wach. Doch dann kam die Admira in die Generali Arena und mit einem 4:0-Erfolg über die Südstädter konnten die "Veilchen" die erste Mini-Krise erfolgreich abwenden. Doch auswärts mussten die Wiener in Runde fünf den nächsten Dämpfer einstecken. Beim SKN St. Pölten reichte es nur zu einem 0:0-Unentschieden. "Wir hatten Torchancen, aber wenn der Ball nicht rein geht, muss man mit dem 0:0 leben, aber nicht zufrieden sein", analysierte Trainer Letsch. Gegen Mattersburg feierten die Violetten einen hart erarbeiteten 2:1-Heimsieg - drittes Spiel in Serie ohne Niederlage. Erster Höhepunkt: Im Derby feierte die Austria einen 1:0-Auswärtssieg gegen Rapid. Alex Grünwald erzielte das Goldtor. In der Tabelle kletterten die "Veilchen" auf Rang vier. Danach gab es für die Austria aber nicht so viel zu jubeln. Im Heimspiel gegen den LASK setzte es eine klare 0:3-Abfuhr. Gegen Aufsteiger Hartberg gab es auswärts zumindest einen 1:0-Erfolg. Dann aber die sportliche Talfahrt: Gegen Altach setzte es eine 0:2-Niederlage in Vorarlberg. Auch im Heimspiel gegen Sturm reichte es nicht zu einem Sieg - 1:1. Die nächste Punkteteilung gab es auswärts bei Innsbruck mit einem 0:0. Darauf folgte ein 2:3 im Heimspiel gegen Wolfsberg. In der Tabelle rutschten die Violetten auf Platz sechs ab. Die Fans äußerten daraufhin lautstark ihren Unmut, von der Tribüne tönte es "Letsch raus!" Einen Wechsel gab es zunächst auf der Führungsebene. Klub-Boss Wolfgang Katzian verkündete seinen Rückzug. Die Nachfolge tritt Frank Hensel an. Er kündigt an: "Wenn man vorangehen will, muss man investieren. Das haben wir in den letzten Jahren konsequent und intensiv getan und werden das auch in Zukunft tun." Weiters will er die Entwicklung auf der Tribüne vorantreiben: "Mein Ziel ist, dass wir offener und attraktiver für Familien und Frauen werden." In der nächsten Runde setzte es die nächste Pleite. Gegen Meister Salzburg hielten die Veilchen hinten lange ihren Laden dicht, ehe ihnen die Bullen doch noch zwei Tore einschenkten. Gegen den SKN St. Pölten gab es den zweiten Sieg in Folge. Die Veilchen konnten sich in der Generali Arena mit 2:0 durchsetzen. Dann wieder der nächste Dämpfer. Auswärts in Mattersburg musste man sich 2:1 geschlagen geben. Im Wiener-Derby zeigte die Austria ein völlig anderes Gesicht. Mit einem deutlichen 6:1 fegten die Veilchen den Stadtrivalen aus Hütteldorf vom Platz. Nach der Winterpause konnte die Austria nicht gleich dort weitermachen, wo sie aufgehört hatte. Der LASK spielte eine extrem starke Saison und konnte sich in Pasching mit 2:0 durchsetzten. Gegen Hartberg fand man zurück auf die Siegerstraße und gewann mit 4:2. Gegen Altach folgte dann eine weitere desolate Vorstellung, das Spiel ging mit 1:3 verloren. Trainer Thomas Letsch wurde nur einen Tag später entlassen.

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Keine große Freude bei der Wiener Austria! Zum Saison-Abschluss gab es eine 2:5-Niederlage beim LASK, am Ende ist Tabellenplatz vier zu verbuchen und das Ticket für die Europa-League-Quali. Die Favoritner haben dort zwei Runden zu überstehen, sind in mindestens einer Runde ungesetzt. Dabei war der Fixplatz für die Gruppenphase zumindest theoretisch möglich, doch dafür hätte ein Sieg gegen den LASK gelingen müssen.

"Wir haben das Minimalziel Europa-League-Quali erreicht", war Coach Robert Ibertsberger dennoch nicht ganz unzufrieden. "Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie das so durchgezogen haben. Für Platz drei haben wir zu spät zu siegen begonnen. Platz sechs nagt am Selbstvertrauen, danach war die Meistergruppe zu kurz, um mehr herauszuholen."

Die Leistung auf dem Platz ärgert Ibertsberger aber doch ein wenig – zumindest teilweise: "Der Start in die zweite Halbzeit war miserabel, wir haben bei den Gegentoren richtig schlecht verteidigt. Der LASK hat verdient gewonnen, so eine hohe Niederlage ist nicht unser Anspruch."

Eine weitere violette Zukunftsfrage: Wer sitzt kommende Saison auf der Trainerbank. Interimscoach Robert Ibertsberger? Oder Christian Ilzer, der Wolfsberg zum Europa-League-Fixplatz führte? Ibertsberger meint dazu: "Wenn der Verein jemanden anderen holen will, muss ich das akzeptieren. Das ist Fußball. Mir war klar, dass es eine 50:50-Chance war, als ich hierher gekommen bin. Ich schaue mich parallel zu anderen Möglichkeiten um, weil man nicht einfach abwarten kann."

WAC-Coach Ilzer meint: "Heute wird richtig gefeiert, danach schalte ich zwei Tage mein Handy ab. Später werde ich meine Entscheidung treffen, die steht bis spätestens September fest."

Wolfsberg-Klubboss Dietman Riegler wird etwas konkreter: "Ich kann nicht bestätigen, dass er Austria-Trainer wird. Ich hoffe, dass er bei uns bleibt, es gibt Gespräche. Dass er ein gefragter Mann am Markt ist, das ist selbstverständlich. Schauen wir mal, wo er hingeht. Wir haben fünf Kandidaten, falls es notwendig sein sollte. Wir haben auch mit Gerhard Struber (Liefering, Anm.) und Ferdinand Feldhofer (Lafnitz, Anm.) gesprochen."


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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anton am 26.05.2019 21:22 Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Wer auch immer auf der Bank sitzt, mit dieser Verteidigung überstehst nichtmal die 2. Qualirunde! Bis auf die Torleute komplett austauschen, sonst: Europa ADE. Und das auf Jahre :-((

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Anton am 26.05.2019 21:22 Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Wer auch immer auf der Bank sitzt, mit dieser Verteidigung überstehst nichtmal die 2. Qualirunde! Bis auf die Torleute komplett austauschen, sonst: Europa ADE. Und das auf Jahre :-((