Drei Top-Vereine dran

16. Mai 2019 08:07; Akt: 17.05.2019 09:11 Print

Müldür-Transfer in Türkei? Das sagt Rapid zu Gerücht

Mert Müldür hat das Interesse türkischer Spitzenklubs geweckt. Rapid blockt aber ab. Der Youngster bleibt ein Wiener.

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Wie tut sich Rapid in der Zwölferliga, welche Kicker sorgen für Furore, was treiben die Fans? "Heute" fasst die bisherige Saison in Bildern zusammen. Klicken Sie sich durch die Fotos! Neues Jahr, neues Glück? Rapid beendete das Vorjahr auf Rang drei, erreichte somit das erklärte Minimalziel. Allerdings stand danach ein Kaderumbruch ins Haus. Louis Schaub heuerte beim 1. FC Köln an. Joelinton kehrte nach Hoffenheim zurück, Mario Pavelic ging nach Rijeka. Beim Trainingsstart am 20. Juni konnten die Hütteldorfer aber auch schon zwei neue Namen präsentieren. Stürmer Andrija Pavlovic wurde von Kopenhagen losgeeist. Mit Manuel Martic kam zudem ein "Sechser" aus St. Pölten. In Oberösterreich schwitzten die Rapidler (im Bild Pavlovic) für die neue Saison. Auch Sportdirektor Fredy Bickel, der alle Hände voll zu tun hatte. Christoph Knasmüllner, der bei Barnsley nicht glücklich wurde, unterschrieb bei den Hütteldorfern. Der 26-Jährige soll als Regisseur eine zentrale Rolle einnehmen. Wenig später verließ Abwehrchef Lucas Galvao die Hütteldorfer. Der Brasilianer versucht sich in der zweiten deutschen Liga beim FC Ingolstadt. Mit der Ablöse (rund drei Millionen Euro) finanzierte Rapid gleich zwei Neue. Stürmer Deni Alar kam von Sturm Graz retour. Mateo Barac von Osijek wurde als Galvao-Nachfolger verpflichtet. Ein Testmatch gegen KS Samara gewannen die Hütteldorfer mit 1:0. Kelvin Arase erzielte das Goldtor. Gegen Slavia Prag setzte es jedoch eine 0:2-Pleite. Schlechte Nachrichten überbrachte Philipp Schobesberger. Der Flügelflitzer musste sich einer Hüft-Operation unterziehen. Eine lange Pause über mehrere Monate ist gewiss. Rapid reagierte auf den Ausfall und lieh den Rumänen Andrei Ivan vom russischen Klub Krasnodar aus. Dann der nächste Schock: Andrija Pavlovic (r.) zog sich in der Vorbereitung einen Muskelriss zu. Eine Operation blieb dem Serben erspart. Allerdings war auch ihm eine lange Zwangspause sicher. Dem nicht genug, suchte auch Giorgi Kvilitaia das Weite. Der verletzte Georgier entschied sich für einen Wechsel zu Gent. Zumindest finanziell für Rapid ein Gewinn. Am 14. Juli dann das erste Highlight. Rapid eröffnete mit einem Testkracher gegen den HSV die Heim-Saison. Das Spiel gegen den deutschen Absteiger ging knapp mit 1:2 verloren. Die nächste schlechte Nachricht ließ nicht lange auf sich warten. Christopher Dibon, der fast ein Jahr pausieren musste, erlitt einen Rückschlag und musste erneut kürzer treten. Das erste Pflichtspiel absolvierte Rapid mit Bravour. In der ersten Runde des ÖFB-Pokals feierten die Hütteldorfer gegen Kufstein einen klaren 5:0-Erfolg. Neuzugang Andrei Ivan bejubelt seinen Doppelpack mit einem Salto. Auch Deni Alar netzte zwei Mal. Es folgte die Präsentation des neuen Auswärts-Trikots. Unter anderem vor dem Lindwurm in Klagenfurt. Das Shirt ist in den Gründungsfarben Rot und Blau gehalten. Emotional wurde es am 22. Juli. Steffen Hofmann, der 540 Pflichtspiele für Rapid absolvierte, trat mit einem Abschiedsspiel endgültig ab. Hofmann und alte Weggefährten wie Jimmy Hoffer und Branko Boskovic besiegten eine B-Elf der aktuellen Mannschaft mit 4:2. Der "Fußballgott" erzielte für die Sieger alle vier Treffer. Rapid schlug noch einmal am Transfermarkt zu und holte den 20-jährigen Barcelona-Stürmer Jeremy Guillemenot. Das Talent aus der Schweiz war zuletzt an CE Sabadell (dritte spanische Liga) verliehen. Die Zwölferliga eröffnete Rapid mit einem glatten 3:0-Erfolg gegen die Admira. Den Schlusspunkt setzte Bolingoli. Es folgte daheim ein 1:1 gegen Altach. Coach Djuricin war nach der Partie sauer, dass wie im Vorjahr unnötig Punkte "verschenkt" werden. Es folgte die nächste Verletztenmeldung. Maxi Hofmann erlitt einen Muskelfaserriss in der rechten Wade - einige Wochen Zwangspause. Das Europacup-Comeback lief bei Slovan Bratislava nicht nach Wunsch. Nach einer 1:0-Führung hieß es am Ende 1:2, Deni Alar vergab einen Elfmeter in der Schlussphase. Nach dem mageren Europacup-Auftritt kam Rapid auch in der Liga nicht in Schwung. Gegen den WAC gab es nur ein 0:0, nur einen Torschuss von Veton Berisha bekamen die Fans zu sehen. Der Befreiungsschlag gegen Slovan Bratislava. Im Allianz Stadion gab es ein 4:0 und damit den Aufstieg ins Europa-League-Playoff. Man of the Match: Christoph Knasmüllner mit seinem Triplepack. Der nächste Rückschlag folgte in Pasching. Die Grün-Weißen steckten eine 1:2-Niederlage gegen den LASK ein und rutschten in der Tabelle sogar auf Rang 7 zurück. "Ich kann nicht immer einen Sieg fordern", verblüffte Coach Djuricin die Fans mit seiner Analyse. Im Europa-League-Playoff ein Erfolgserlebnis: Im Hinspiel gegen Steaua Bukarest gab es zu Hause ein 3:1. Dann in der Liga der nächste Sieg: 2:1 gegen Wacker Innsbruck. Im Rückspiel gegen Steaua Bukarest gab es auswärts ein 1:2. Trotzdem reichte es für den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase. Im Bundesliga-Gastspiel bei Sturm reichte es nur zu einem 1:1. Generell blieben in der Liga die Ergebnisse aus. Im Derby setzte es eine 0:1-Pleite gegen die Austria - Rückfall auf Tabellenrang sieben. Doppelt bitter: Einige Fans hatten sich (mal wieder) nicht im Griff, stürmten nach dem Schlusspfiff auf den Rasen. Für Trainer Goran Djuricin wurde es langsam eng, auch wenn es von der Klubspitze Rückendeckung gab. Ex-Meistermacher Peter Pacult brachte sich via "Sky" als möglicher Nachfolger ins Spiel. In der Europa League zeigte Rapid ein anderes Gesicht, gewann zum Auftakt gegen Spartak Moskau mit 2:0. In der Liga folgte jedoch der nächste Rückschritt. Das Spitzenspiel gegen Salzburg ging mit 1:2 verloren. Pikant: Djuricin trat mit einer "B-Elf" an, schonte einige Stammspieler für den Cup-Fight gegen Mattersburg. Eine Taktik, die nur bedingt aufging. Rapid lieferte ein schwaches Spiel ab, setzte sich erst im Elfer-Schießen gegen Mattersburg durch. Das nächste "Schicksalsspiel" verlor Rapid. Gegen St. Pölten musste man sich daheim mit 0:2 geschlagen geben. Nach neun Liga-Runden hielt Rapid bei neun Punkten - Rang sieben. Logische Konsequenz: Goran Djuricin (l.) wurde als Trainer entlassen. Ein Nachfolger war schnell gefunden. Didi Kühbauer kehrte zu seinem "Herzensklub" zurück. Das Debüt auf der Trainerbank feierte Kühbauer in der Europa League auswärts gegen die Glasgow Rangers. Vor 50.000 Fans setzte es eine 1:3-Pleite. In der Liga mühte man sich zu einem 1:0-Erfolg über Mattersburg. Wichtig für die Stimmung im Umfeld des Vereins. Goldtorschütze: Christoph Knasmüllner (l.) mit seinem ersten Meisterschafts-Treffer. Danach ging es in die Länderspielpause. Dann kam es knüppeldick. In der Liga kassierte Rapid eine völlig verdiente 0:3-Pleite gegen Aufsteiger Hartberg. Wenige Tage später ließ man sich in der Europa League von Villarreal abschießen - 0:5. Die Stimmung war erneut im Keller. Präsident Krammer und Sportdirektor Bickel nahmen die Spieler in die Pflicht und stellten ihnen die Rute ins Fenster. Gegen die Admira zeigte die Standpauke Wirkung. Rapid gewann gegen den Tabellen-Letzten locker mit 2:0. Und auch im Cup durfte man ein Erfolgserlebnis feiern. Rapid schlug im Achtelfinale den WAC auswärts mit 3:0. Pavlovic traf im Doppelpack - seine ersten Pflichtspieltore. Doch der nächste Rückschlag folgte bereits in der nächsten Bundesliga-Runde. Im "Ländle" bei Altach kamen die Hütteldorfer nicht über ein 2:2-Remis hinaus. Ein alles andere als zufrieden stellendes Ergebnis... ...ganz im Gegensatz zum 0:0-Remis in der Europa League gegen Villarreal. Einen Punkt gegen ein spanisches Team holt man schließlich nicht alle Tage. In der 14. Runde der Bundesliga setzte es aber erneut einen herben Dämpfer. Beim WAC stand der Rekordmeister mit 1:3 am verlorenen Posten. Ratlosigkeit machte sich in Hütteldorf (einmal mehr) breit. Gegen den LASK sollten vor Heimpublikum wieder drei Punkte her - doch auch daraus wurde nichts! Mit James Holland schoss ausgerechnet ein Ex-Austrianer die Linzer in Hütteldorf zum 1:0-Auswärtssieg. Die bittere Rapid-Realität nach 15 Runden: Nur Tabellenplatz acht, fünf Punkte Rückstand auf Rang sechs, der noch die Quali für das Meister-Play-off bedeuten würde. Die jährliche Rapid-Hauptversammlung stand somit unter keinem guten Stern. Die ohnehin schlechte Stimmung erreichte ihren Tiefpunkt, als Präsident Michael Krammer erklärte, 2019 nicht zur Wiederwahl anzutreten - aus persönlichen Gründen. Im Detail: Er hat es seiner vor eineinhalb Jahren an Krebs erkrankten Frau so versprochen. Erfreulich: Auf der Mitgliederversammlung wurden endlich die Pläne für das neue Trainingszentrum präsentiert. Es entsteht in unmittelbarer Nähe zum Happel-Stadion und soll 2021 eröffnet werden. Das nächste Pflichtspiel führte Rapid nach Moskau. Im fünften von sechs Europa-League-Gruppenspielen waren die Hütteldorfer zum Punkten verdammt. Sie gewannen nach 0:1-Rückstand mit 2:1. Das Siegestor erzielte Philipp Schobesberger in der Nachspielzeit. War das die Wende? Es folgte in der Bundesliga ein 1:0-Auswärtssieg gegen Wacker Innsbruck. Das Goldtor gelang dem oft kritisierten Norweger Veton Berisha, der in der 92. Minute traf. Rapid war damit zwar nach wie vor Achter, aber "nur" noch drei Zähler hinter Rang sechs. Im Advent veröffentlichte Rapid-Pfarrer Christoph Pelczar das Buch "Glaube. Liebe. Rapid." Er sammelte darin die Gedanken etlicher Spieler und Funktionäre zum Thema Religion. Gebetet wurde für einen Sieg gegen Sturm Graz. Doch er gelang nicht. Der Schlager endete mit einer kampfbetonten Nullnummer. Eines der Probleme: Der Rasen im Allianz Stadion. "Wenn man den Platz einfach nicht im Griff hat, dann verstehe ich das nicht. Dann muss man halt auch einmal ein bisschen ins Budget reinfahren und eine gescheite Wiesen herstellen. Weil da kann ich auch in der Landesliga spielen, da habe ich den gleichen Platz. Das sind keine professionellen Bedingungen", ärgerte sich Torhüter Richard Strebinger. Am 10. Dezember wurde die Zukunft von Sportdirektor Fredy Bickel geklärt. Der Schweizer bekam ein Angebot für eine Vertragsverlängerung unterbreitet. Im ausverkauften Allianz Stadion kam es schließlich zum Europa-League-Showdown gegen die Glasgow Rangers. Rapid gewann den Kracher mit 1:0 - und zog damit in die K.o.-Phase ein. Endlich herrschte im Rapid-Lager wieder Euphorie. Das Goldtor gegen die Rangers erzielte Dejan Ljubicic. Die Auslosung am nächsten Tag bescherte Rapid die nächste freudige Nachricht. Die Hütteldorfer bekommen es im Sechzehntelfinale mit Inter Mailand zu tun. Sportlich schwer, aber hoch attraktiv. Doch es dauerte nicht lange und die Stimmung war wieder im Keller. Und zwar so richtig. Rapid kassierte im Derby eine blamable 1:6-Schlappe. "Der schlimmste Abend, den ich je erlebt habe", gestand Marvin Potzmann. Rapid überwinterte als Achter, sechs Punkte fehlten auf das obere Playoff. Doch nicht das 1:6, sondern die Szenen, die sich außerhalb des Austria-Stadions abspielten, sorgten in der Folge für Diskussionen. Die Polizei kesselte 1.300 Rapid-Fans ein und nahm deren Personalien auf. Die Aktion dauerte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt rund sieben Stunden. Hintergrund der Aktion: Einige Chaoten sollen beim Fanmarsch Gegenstände auf die Autobahn geworfen haben. Rapid verurteilte in der Folge das Vorgehen der Exekutive. Rapid-Boss Michael Krammer traf in der Folge Polizei-Präsident Gerhard Pürstl zur Aussprache. Was er hörte, stimmte ihn nicht zwingend glücklich. Die Exekutive beschloss, künftig keine Fanmärsche mehr zu genehmigen. Das letze Wort war in der Causa jedenfalls noch nicht gesprochen. Die Vertragsverlängerung von Mario Sonnleitner bis 2021 ging im Trubel beinahe unter. "Ich habe mit Rapid schon sehr viel erlebt, bin zu einem echten Erz-Rapidler geworden. Ich freue mich sehr auf die kommenden Aufgaben und werde alles geben, dazu beizutragen, dass wir rasch wieder erfolgreich sind", erklärt der 32-Jährige. Auch die traditionelle Weihnachtsfeier fiel entsprechend schaumgebremst aus. Für sportlich positive Schlagzeilen sorgte zumindest der Rapid-Nachwuchs. Die U19 belegte beim prestigeträchtigen Mercedes-Benz-Junior-Cup im deutschen Sindelfingen Rang zwei. Yusuf Demir (l.) wurde beim wichtigsten Hallen-Bewerb Europas zum besten Spieler des Turniers gewählt. Am 8. Jänner 2019 nahmen schließlich die Profis wieder das Training auf. Allerdings noch ohne Neuzugänge. Das Trainingslager hielten die Hütteldorfer in der Türkei ab. Erster Neuzugang: Srdjan Grahovac. Der Bosnier, der bei Rapid ein alter Bekannter ist, kam ablösefrei vom FC Astana. Schleppend und langwierig gestaltete sich die Suche nach einem Stürmer. Kandidat um Kandidat ging den Rapidlern durch die Lappen. Mit Maurides Junior (l.) war alles klar - doch er flog durch den Fitnesstest. Am letzten Tag der Transferzeit klappte es doch noch. Aliou Badji vom schwedischen Verein Djurgardens IF unterschrieb bis 2022. Der Senegalese kostete kolportierte 1,5 Millionen Euro. Auch Abgänge gab es. Philipp Malicsek (l.) konnte an den FAC transferiert werden, Kelvin Arase wurde an Horn verliehen. Der Vertrag mit Jeremy Guillemenot wurde aufgelöst. Zurück in Wien, stand das erste Pflichtspiel im Jahr 2019 an: Das Europa-League-Sechzehntelfinal-Hinspiel gegen Inter Mailand. Die Hütteldorfer mussten sich mit 0:1 geschlagen geben - ein Elfer brachte die Entscheidung. Drei Tage später stand das ÖFB-Cup-Viertelfinale gegen Hartberg an. Die Hütteldorfer zeigten sich offensiv stark verbessert und stiegen mit einem 5:2-Sieg auf. Der Aufwärtstrend setzte sich auch gegen Meister RB Salzburg fort. Im eigenen Stadion gewannen die Hütteldorfer mit 2:0. Auch gegen den SKN St. Pölten gingen die Rapidler als Sieger vom Platz. Ein souveränes 4:0 ließ die Hoffnung auf das Meister-Play-off größer werden. Doch dann kam der SV Mattersburg. Im Pappel-Stadion wusste Rapid nicht zu überzeugen und verlor mit 1:2. In der 22. Runde musste daher ein Kantersieg gegen Hartberg her. Außerdem war man auf Schützenhilfe anderer Vereine angewiesen, um doch noch ins Meister-Playoff zu rutschen. Beide Szenarien traten nicht ein. Rapid musste sich daheim gegen Hartberg mit einem 2:2 begnügen. Das Unvorstellbare wurde Realität: Der Rekordmeister wurde im Grunddurchgang nur Achter, verpasste die Top-Sechs. Eine historische Blamage. Es dauerte nicht lange, bis Stimmen nach Veränderung laut wurden. Der Name Zoran Barisic machte die Runde. Das heiße Gerücht: Er soll Fredy Bickel als Sportdirektor ablösen. Der harte Kern der Rapid-Fans reagierte mit einem Stimmungs-Boykott auf die sportliche Bankrotterklärung. Im ersten Spiel des unteren Play-offs gegen die Admira blieb die Westtribüne eine Halbzeit lang leer. Weitere "Bestrafung": Stefan Schwab wurde von den Ultras die legendäre Kapitänsschleife weggenommen. Der Rapidler nahm es mit Fassung, trug stattdessen eine Binde mit dem Vereins-Logo. Unbeeindruckt von den Störfeuern fertigte Rapid die Admira mit 3:0 ab. Knasmüllner, Schobesberger und erstmals Badji trafen. Einen unerwarteten Abgang gab es Ende März: Veton Berisha heuerte bei Brann Bergen an. Das war möglich, weil das Transferfenster in Norwegen noch geöffnet hatte. Die Ganzjahres-Meisterschaft macht es möglich. Eine kleine Sensation gelang den Hütteldorfern im Cup-Halbfinale: Sie knackten den LASK mit 5:4 im Elferschießen und zogen ins Endspiel ein. Entsprechend euphorisch fiel der Jubel bei Richard Strebinger und Co. aus. Plötzlich kam Rapid aus dem Jubeln nicht mehr raus. In der Liga feierte man einen 2:0-Auswärtssieg gegen Innsbruck. Dibon, der sein Comeback feierte, und "Edeljoker" Alar trafen. Abseits des Rasens beschäftigte Rapid die Frage, wo das Cup-Finale gegen Salzburg am 1. Mai ausgetragen werden soll. Ursprünglich war die Generali Arena der Wiener Austria vom ÖFB vorgesehen, die Polizei empfahl aber eine Verlegung. Die Wahl fiel auf das Wörthersee-Stadion in Klagenfurt. Weiterer Aufreger: Fredy Bickel gab bekannt, dass er am 30. Juni 2019 als Sportdirektor zurücktritt. Die Entscheidung hatte sich abgezeichnet. Sportlich lief es weiterhin gut. Gegen Mattersburg gelang ein 2:1-Erfolg - dritter Ligasieg in Serie. Im unteren Play-off lag Rapid damit weiter an erster Stelle, fünf Punkte vor den Burgenländern. In der 27. Runde gastierte Rapid in Altach. Bis zur 89 Minute lag man mit 0:2 in Rückstand, ehe Murg und Pavlovic doch noch das 2:2 retteten. Es folgte ein torreicher Doppelpack gegen Hartberg. Auswärts feierte Rapid einen 4:2-Sieg. Daheim musste man sich jedoch mit 3:4 geschlagen geben. Kurios: Gleich drei Treffer wurden als Eigentor gewertet. Am 1. Mai stand das große Highlight auf dem Programm - das Cup-Finale gegen Salzburg in Klagenfurt. 20.000 Rapid-Fans peitschten ihr Team nach vorne. Doch es sollte nicht reichen. Ein Doppelschlag von Farkas und Dabbur beendete den Traum vom ersten Titel seit 1995. Rapid verlor mit 0:2. Der Alltag hieß weiter unteres Liga-Play-off. Gegen die Admira ging Rapid mit 3:0 in Führung, Badji (l.) schnürte einen Doppelpack. Nach der Pause glichen die Südstädter in einer kuriosen Partie aus. Dibon erlöste die Hütteldorfer dann doch noch mit dem Tor zum 4:3.

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Zwei Teamspiele für die Türkei absolvierte Mert Müldür schon. Der 20-Jährige, gebürtige Wiener, verdient sein Geld aber bei Rapid. Das soll auch zumindest vorerst so bleiben.

Türkische Medien brachten ihn in den vergangenen Monaten mit den beiden Spitzenklubs Besiktas und Galatasaray Istanbul in Verbindung. Die Berichte, wenngleich nicht brandaktuell, machten diese Woche in Österreich die Runde und ließen Rapid-Fans um ihr Defensiv-Talent zittern.

Der "Kurier" zitiert nun Müldür-Berater Max Hagmayr und Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel. Einerseits wird dadurch klar: Es handelte sich nicht rein um haltlose Gerüchte, es besteht Interesse. Andererseits blockt Bickel ab und schließt einen Transfer im Sommer kategorisch aus.

Hagmayr: "Es gibt Interesse von drei türkischen Spitzenklubs, aber mehr ist nicht passiert."

Bickel wird indirekt widergegeben: Müldür bleibe noch ein Jahr, "das haben wir auch so kommuniziert". Und: "Das muss dann mein Nachfolger entscheiden. Ich verkaufe Müldür nicht."

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(SeK)

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