Salzburg als Schicksalsspiel?

09. November 2018 15:49; Akt: 09.11.2018 15:49 Print

Muhr stellt Austria-Coach Letsch die Rute ins Fenster

Die Wiener Austria steht vor der 14. Bundesliga-Runde mächtig unter Druck. Mit RB Salzburg gastiert der Liga-Dominator am Verteilerkreis.

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Wie geht es der Wiener Austria nach der Horror-Saison im Vorjahr? Sind die "Veilchen" nach Platz sieben wieder am Weg nach oben und herrscht in Favoriten weiter Mittelmaß und Frust? "Heute" fasst die bisherige Saison mit den besten Bildern zusammen. Viel Spaß beim Durchklicken! Cheftrainer Thomas Letsch hatte bereits beim Trainingsstart alle Hände voll zu tun. 15 Spieler, unter ihnen lang verdiente Leistungsträger wie Raphael Holzhauser oder Robert Almer, verließen den Verein, während... ...insgesamt 13 neue Profis zur Kampfmannschaft der "Veilchen" stießen. Neben Coach Letsch grinsen hier die Neo-Austrianer Alon Turgeman, Maximilian Sax, Thomas Ebener, Christian Schoissengeyr, James Jeggo und Königstransfer Uros Matic in die Kamera. Ebenfalls rechts im Bild: Ralf Muhr, der vom Akademieleiter zum Wohlfahrt-Nachfolger als Sportdirektor aufstieg. "Die Austria ist endlich z´Haus" - unter diesem Motto kehrten die Wiener noch vor Saisonstart nach zwei Jahren im "Happel-Exil" endlich wieder in ihre generalüberholte Generali Arena zurück. Als Gegner bei der Stadioneröffnung beehrte der deutsche Spitzenklub Borussia Dortmund die "Veilchen". Es ging sofort zur Sache, am Ende setzte es eine 0:1-Niederlage, von der... ...sich die Fans auf den neuen Tribüne allerdings nicht die Stimmung und Vorfreude auf die neue Saison verderben ließen. Mit dem Cupspiel beim Wiener Stadtligisten Austria XIII stand wenig später das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Die Letsch-Elf gab sich dabei keine Blöße und zog mit einem souveränen 4:0-Sieg in die zweite Cup-Runde ein. Im ersten Liga-Spiel der Saison daheim gegen Wacker Innsbruck hatten die Austrianer schon wesentlich mehr zu kämpfen. Mit 0:1 gerieten die Hausherren in Rückstand, am Ende... Doch der erste Rückschlag folgte bereits in der zweiten Liga-Runde. Beim WAC mussten sich Matic und Co. mit 0:1 geschlagen geben. Auch in Runde drei setzte es eine Niederlage. Bei Meister Salzburg gab es mit einem 0:2 nichts zu holen. Dabei im Mittelpunkt: Ex-"Veilchen" Zlatko Junuzovic, der sehr zum Ärger mancher Austria-Fans nach seinem Bremen-Engagement im Sommer bei den "Bullen" anheuerte. Nach zwei Rückschlägen in Folge wurden sofort die üblen Erinnerungen an die Vorsaison wach. Doch dann kam die Admira in die Generali Arena und mit einem 4:0-Erfolg über die Südstädter konnten die "Veilchen" die erste Mini-Krise erfolgreich abwenden. Doch auswärts mussten die Wiener in Runde fünf den nächsten Dämpfer einstecken. Beim SKN St. Pölten reichte es nur zu einem 0:0-Unentschieden. "Wir hatten Torchancen, aber wenn der Ball nicht rein geht, muss man mit dem 0:0 leben, aber nicht zufrieden sein", analysierte Trainer Letsch. Gegen Mattersburg feierten die Violetten einen hart erarbeiteten 2:1-Heimsieg - drittes Spiel in Serie ohne Niederlage. Erster Höhepunkt: Im Derby feierte die Austria einen 1:0-Auswärtssieg gegen Rapid. Alex Grünwald erzielte das Goldtor. In der Tabelle kletterten die "Veilchen" auf Rang vier. Danach gab es für die Austria aber nicht so viel zu jubeln. Im Heimspiel gegen den LASK setzte es eine klare 0:3-Abfuhr. Gegen Aufsteiger Hartberg gab es auswärts zumindest einen 1:0-Erfolg. Dann aber die sportliche Talfahrt: Gegen Altach setzte es eine 0:2-Niederlage in Vorarlberg. Auch im Heimspiel gegen Sturm reichte es nicht zu einem Sieg - 1:1. Die nächste Punkteteilung gab es auswärts bei Innsbruck mit einem 0:0. Darauf folgte ein 2:3 im Heimspiel gegen Wolfsberg. In der Tabelle rutschten die Violetten auf Platz sechs ab. Die Fans äußerten daraufhin lautstark ihren Unmut, von der Tribüne tönte es "Letsch raus!" Einen Wechsel gab es zunächst auf der Führungsebene. Klub-Boss Wolfgang Katzian verkündete seinen Rückzug. Die Nachfolge tritt Frank Hensel an. Er kündigt an: "Wenn man vorangehen will, muss man investieren. Das haben wir in den letzten Jahren konsequent und intensiv getan und werden das auch in Zukunft tun." Weiters will er die Entwicklung auf der Tribüne vorantreiben: "Mein Ziel ist, dass wir offener und attraktiver für Familien und Frauen werden."

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Mit der 2:3-Heimniederlage gegen den WAC ist die Austria in die Krise gerutscht. Die Veilchen sind seit vier Liga-Spielen in Folge sieglos. Am Sonntag (17 Uhr, im Live-Ticker) gastiert Red Bull Salzburg in der Generali Arena. Da droht die zweite Heim-Pleite in Folge. Die Veilchen sind auf Rang sechs zurückgerutscht, nur noch zwei Punkte über dem Strich.

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Austria-Coach Thomas Letsch spürt immer mehr Gegenwind. Vor allem von den Fans. "Das geht an keinem spurlos vorüber, da brauchen wir nicht drumherum reden", gab der Deutsche ehrlich zu. Trotzdem fühlt der 50-Jährige "volle Rückendeckung" vom Verein. "Ich erfahre, dass der Verein zu mir hält, von mir überzeugt ist. Den Druck machen wir uns selbst noch dazu. Vielleicht ist Salzburg eine Chance für uns."

Muhr zurückhaltend: "Analyse nach dem Spiel"

Austrias Sportdirektor Ralf Muhr zeigte sich vor dem Liga-Hit mit der Letsch-Unterstützung zurückhaltender. "Das Entscheidende ist, dass wir am Sonntag gegen eine starke Mannschaft eine Reaktion zeigen, dass man eine leidenschaftliche Austria sieht, die das Heimspiel unbedingt gewinnen will. Diese Erwartungshaltung – auch von den Fans – ist gerechtfertigt."

Danach wollen die Veilchen das Spiel unter die Lupe nehmen. "Man sollte nicht vor dem Spiel Szenarien durchspielen. Was nach den 90 Minuten ist, werden wir uns in der inhaltlichen Analyse, nicht in der emotionalen Analyse, anschauen."

Neuer Präsident für Letsch

Der am Montag neu gewählte Austria-Präsident Frank Hensel sprach sich zuletzt für Letsch aus. "Ich glaube, es gibt keinen Grund, eine Trainerdiskussion zu führen. Wir haben im Sommer einen Neuanfang gemacht. Das ist ein Prozess, der nicht in sechs Monaten abgeschlossen ist."

Letsch konzentriert sich aufs Sportliche, möchte gegen seinen Ex-Klub nicht in Ehrfurcht erstarren, frech auftreten. "Wir werden nicht in das Spiel reingehen und sagen: Das ist der große Gegner, der in Europa für Furore sorgt. Wir werden gegen sie keine 20 Chancen bekommen. Aber die, die wir haben, müssen konzentriert zu Ende gespielt werden. Wenn uns das gelingt, ist alles möglich gegen Salzburg."


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  • Franz am 11.11.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Trainerfrage

    Manfred Schmidt wäre der ideale Nachfolger.

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