Beteiligung an Ablöse

11. Juli 2018 17:15; Akt: 11.07.2018 17:20 Print

Nach Ronaldo-Deal: Jetzt streiken die Fiat-Arbeiter

Der Wechsel von Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin bringt den italienischen Autobauer Fiat in große Bedrängnis. Die Belegschaft will streiken.

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Die WM 2018 in Russland wird wieder zum großen Auflauf der absoluten Top-Stars. Wir haben die Superstars der Weltmeisterschaft zum Durchklicken in der Diashow! Luis Suarez - Uruguay: Der Stürmer gibt nach dem Biss-Skandal sein WM-Comeback. 2014 hatte Suarez Gegenspieler Giorgio Chiellini in die Schulter gebissen, war danach für vier Monate von fußballerischen Aktivitäten ausgeschlossen. Jetzt ist der Uru zurück auf dem großen WM-Parkett. James Rodriguez - Kolumbien: Der kolumbianische Knipser geht als Titelverteidiger in die WM-Endrunde. 2014 krönte sich James mit sechs Volltreffern nämlich zum Torschützenkönig. Für sein Team war im Viertelfinale gegen Brasilien Endstation. Thomas Müller - Deutschland: Das DFB-Team geht als Titelverteidiger ins WM-Turnier. Mit dabei: Torgarant Thomas Müller. Die beeindruckende Quote des Bayern-Stars: zehn Tore in zwölf WM-Partien. Christian Eriksen - Dänemark: Der Mittelfeldmotor von Tottenham zeigte sich in der Qualifikation besonders treffsicher, scorte gleich elf Mal. Mit Frankreich, Australien und Peru warten jetzt allerdings härtere Brocken. Cristiano Ronaldo - Portugal: Der Real-Superstar führte seine "Selecao" zum Europameistertitel 2016. Doch bei WM-Endrunden lief es bisher nicht nach Wunsch. Er traf in 13 Spielen nur drei Mal! In Russland kann er diese Quote steigern. Harry Kane - England: Der englische Knipser gibt in Russland sein WM-Debüt. Bei der Europameisterschaft in Frankreich war er noch ohne Torerfolg geblieben. Luka Modric - Kroatien: Bei Weltmeisterschaften lief es für den kroatischen Spielmacher noch nicht nach Wunsch. Modric blieb in fünf Spielen ohne Torerfolg. Kroatien schied 2014 in der Vorrunde aus. Neymar - Brasilien: Der PSG-Star hat den Schock von der Heim-WM verdaut. Beim Turnier in der Heimat wurde Neymar im Viertelfinale gegen Kolumbien von Juan Zuniga ein Lendenwirbel gebrochen. Damit war das Heim-Turnier beendet. Wenig später auch für Brasilien, das im Halbfinale gegen Deutschland mit 1:7 baden ging. Die "Selecao" ist auf Wiedergutmachung aus. Antoine Griezmann - Frankreich: Kaum zu glauben, aber wahr. Der Star-Stürmer wartet noch auf sein erstes WM-Tor. In fünf Spielen 2014 blieb Griezmann ohne Volltreffer. Dafür wurde er bei der EM 2016 im eigenen Land mit sechs Treffern Torschützenkönig. Romelu Lukaku - Belgien: Die "Roten Teufel" haben in der Qualifikation aufgezeigt, waren als erstes europäisches Team nach dem Gastgeber qualifiziert. Der Manchester-United-Knipser traf dabei in acht Spielen elf Mal! Sergio Ramos - Spanien: Zurück auf den WM-Thron? Bereits 2010 war Spaniens Abwehrchef beim Titelgewinn dabei. Ramos selbst traf im Teamdress bereits 13 Mal, aber noch nie bei einer Endrunde. Lionel Messi - Argentinien: Der Superstar wartet noch auf den letzten großen Titel, peilt den Gewinn der Weltmeisterschaft mit den "Albiceleste" an. Aber: Die letzten drei Finalspiele verlor "La Pulga" mit der argentinischen Nationalmannschaft. 2014 das WM-Finale gegen Deutschland, 2015 und 2016 das Endspiel der Copa America gegen den Erzrivalen Chile.

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Cristiano Ronaldo wechselt für 112 Millionen Euro von Real Madrid zu Juventus Turin. Das bringt die Belegschaft des italienischen Autobauers Fiat so richtig in Rage. Wie eine italienische Gewerkschaft nun bestätigte, werden die Fiat-Arbeiter streiken. Von Sonntag 22 Uhr bis Dienstag 18 Uhr wird im Werk in Melfi die Arbeit niedergelegt.

Der Grund: Der Fiat-Mutterkonzern Exor, zu dem auch Ferrari gehört, beteiligt sich an der millionenschweren Ablöse des 33-jährigen Portugiesen. Rund 30 Millionen Euro sollen von Fiat kommen, der fünffache Weltfußballer dafür als Werbefigur auftreten. Die Agnelli-Familie hält die Mehrheit an Exor. Und das Unternehmen hält 63,7 Prozent an Juventus Turin. Andrea Agnelli ist Präsident der "Bianconeri".

Gewerkschaft erzürnt

"Es ist unakzeptabel, dass, während die Arbeiter große wirtschaftliche Opfer bringen müssen, das Unternehmen hunderte Millionen Euro in die Anschaffung neuer Spieler steckt", heißt es von Seiten der Gewerkschaft Unione Sindicale de Base.

"Uns wurde gesagt, wir müssen uns auf das soziale Netz verlassen, auf die Präsentation neuer Modelle warten, die aber nie kommen. Während die Arbeiter und ihre Familien den Gürtel ständig enger schnallen müssen, entscheidet sich das Unternehmen, derart viel Geld in menschliches Kapital zu investieren. Die Firma sollte in Automodelle investieren, die die Zukunft tausender Menschen gewährleistet, und nicht in die Zukunft eines einzelnen", heißt es weiter.

Cristiano Ronaldo wechselt für 112 Millionen Euro von Real Madrid zur "Alten Dame". Die Ablösesumme werden die Italiener in zwei Raten zahlen. Das fürstliche Gehalt des Portugiesen: 30 Millionen Euro pro Jahr – netto. Der italienische Meister schloss den Deal erst ab, nachdem der Fiat-Vorstand die Wechselsumme als machbar erklärt hatte. Dafür werden Gelder aus Fonds des Unternehmens locker gemacht.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Noxx am 11.07.2018 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Vollkommen richtig

    So etwas ist von einem unternehmer einfach nur unterirdisch schäbig sonst nix ...

  • Ich am 11.07.2018 18:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Miese Bereicherung

    Mieses Unternehmerdenken! Menschlichkeit spielt keine Rolle mehr und Bereicherung (unterstützt durch miese Politik) steht im Mittelpunkt! Dass sich die arbeitende Klasse zur Wehr setzt verstehe ich ganz gut! Dass im Sport, besonders für Kicker, derartige Unsummen ausgelegt werden, will und kann ich auch nicht verstehen!

  • Vir am 11.07.2018 18:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gerade Fiat hat es nötig..

    Mit Kohle um sich zu schmeißen wobei Sie selber doch große Probleme haben mit dem Absatz und Umsatz/Gewinn... Pfui... Fiat... Schämt euch...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ich am 11.07.2018 18:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Miese Bereicherung

    Mieses Unternehmerdenken! Menschlichkeit spielt keine Rolle mehr und Bereicherung (unterstützt durch miese Politik) steht im Mittelpunkt! Dass sich die arbeitende Klasse zur Wehr setzt verstehe ich ganz gut! Dass im Sport, besonders für Kicker, derartige Unsummen ausgelegt werden, will und kann ich auch nicht verstehen!

  • Vir am 11.07.2018 18:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gerade Fiat hat es nötig..

    Mit Kohle um sich zu schmeißen wobei Sie selber doch große Probleme haben mit dem Absatz und Umsatz/Gewinn... Pfui... Fiat... Schämt euch...

  • Ivi am 11.07.2018 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn

    Bitte euch...die nehmen im ersten Jahr 5-600 Millionen ein allein durch diesen Transfer also sorry echt

    • wndlicj am 11.07.2018 20:04 Report Diesen Beitrag melden

      daanke

      endlich mal wer der mitdenkt. daaaaanke !! diese ewige geheule über die summen is ja nicht mehr auszuhalten. wieviele mille der transfer bringt kann man schwer sagen, aber definitiv deutlich mehr als die transfersumme.

    • PeteSilvani am 12.07.2018 22:22 Report Diesen Beitrag melden

      bitte

      Sie glauben doch nicht im ernst dass da die Fiat Mitarbeiter mit Familien viel davon haben.

    einklappen einklappen
  • Noxx am 11.07.2018 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Vollkommen richtig

    So etwas ist von einem unternehmer einfach nur unterirdisch schäbig sonst nix ...