Mehrkosten für Einsätze?

22. Mai 2019 18:34; Akt: 22.05.2019 18:34 Print

Rapid und Austria wollen Polizeikosten nicht zahlen

Wer soll künftig für die Kosten von Polizeieinsätzen bei Fußball-Hochrisikospielen aufkommen? Mehrkosten lehnen Rapid und Austria ab.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Fußballvereine sollen die Kosten für die Polizeieinsätze in Zukunft zur Gänze übernehmen – mit diesem Vorstoß hat die ÖVP Niederösterreich für einen großen Aufschrei unter den österreichischen Vereinen gesorgt. Nun setzen sich die Wiener Großklubs Rapid und Austria zur Wehr.

Die beiden Vereine zahlen bereits jetzt einen Millionenbetrag für die Sicherheit in ihren Stadien. Die Mehrkosten wurden noch einmal im siebenstelligen Bereich liegen.

Peschek wehrt sich

Zu viel für Rapids Geschäftsführer Christoph Peschek. "Man muss sich die Frage stellen: Wollen wir, dass österreichische Klubs wettbewerbsfähig sind? Dass man dann gerade jene bestrafen will, die ein besonders hohes Fanaufkommen haben, weil sie intensive Fanarbeit leisten und Investitionen tätigen, finde ich offengesagt ungerecht", so der 35-Jährige zu krone.tv.

"Der SK Rapid leistet einen unglaublichen Steueraufwand, wir sichern bis zu 1.000 Arbeitsplätze an Spieltagen. Auch Fans zahlen sehr viele Steuern", so Peschek über die Kosten. "Die Aufgabe des Staates ist es, für öffentliche Sicherheit zu sorgen. Im Stadionareal machen es ohnehin wir. Da zahlen wir bis zu 350.000 Euro an Polizeikosten, rund 850.000 Euro Sicherheitskosten, die auch durch die Behörden vorgegeben werden", so Peschek. Außerdem könne Rapid keine Pauschal-Verantwortung für jeden, "der ein grünes Kapperl auf hat", übernehmen.

Eine Änderung könnte sich auch auf andere Großevents auswirken. "Was ist dann bei einem Opernball? Wer zahlt hier die Polizeikosten?", warf Peschek ein.

Kraetschmer wehrt sich

In diesem Punkt ist auch die Austria auf einer Linie mit den Hütteldorfern. "Der Bundesliga-Vorstand ist beauftragt, im Sinne aller Klubs gegen diese Absicht vorzugehen", erklärte Veilchen-AG-Vorstand Markus Kraetschmer bei Laola1. "Wir haben ja seit vielen Jahren eine Regelung, die gutgeübte Praxis ist und die man nicht mutwillig zerstören sollte", so der Austria-Vorstand weiter.

Wie es bisher funktioniert

Die gängige Praxis sieht vor, dass Klubs die Einsatzkosten in unmittelbarer Umgebung des Stadions übernehmen müssen. Rundherum muss dann die öffentliche Sicherheit gewährleistet werden. "Diese Mehrkosten werden durch die Gesamtheit getragen. Dieses System hat österreichweit in den vergangenen Jahren durchaus gut funktioniert." Bundesliga-Klubs würden demnach jährlich Steuern und Abgaben im zweistelligen Millionenbereich bezahlen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(wem)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ein Grüner am 22.05.2019 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    So schauts aus!

    Bin gestern auf der A4 nach Wien gefahren, als durch die Rettungsgasse zuerst ein Polizeimotorrad dann eine BMW Limo und dann wieder 10 Motorräder mit Blaulicht gefahren sind. Denke mal das es wieder mal ein Staatsbesuch war. Wer bezahlt denn hier den Aufwand? Mich interessiert Politik garnicht also warum soll ich das zahlen? Sollen sich die Parteien das teilen.

  • Werner von Kleinauf am 22.05.2019 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    ALLES was ausserhalb vom Stadion passiert geht die Vereine NICHTS an...

  • Jörg am 22.05.2019 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Doch, wer eine Veranstaltung plant umsetzt und durchführt hat alle rundum Kosten zu tragen, und nicht der Nachbar oder ein Unbeteiligter.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Werner am 22.05.2019 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit beiden...

    Schafft dieses beiden unnötigen Vereine endlich ab. Dann ist auch Ruhe angesagt.

  • Ein Grüner am 22.05.2019 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    So schauts aus!

    Bin gestern auf der A4 nach Wien gefahren, als durch die Rettungsgasse zuerst ein Polizeimotorrad dann eine BMW Limo und dann wieder 10 Motorräder mit Blaulicht gefahren sind. Denke mal das es wieder mal ein Staatsbesuch war. Wer bezahlt denn hier den Aufwand? Mich interessiert Politik garnicht also warum soll ich das zahlen? Sollen sich die Parteien das teilen.

  • Werner von Kleinauf am 22.05.2019 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    ALLES was ausserhalb vom Stadion passiert geht die Vereine NICHTS an...

  • Jörg am 22.05.2019 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Doch, wer eine Veranstaltung plant umsetzt und durchführt hat alle rundum Kosten zu tragen, und nicht der Nachbar oder ein Unbeteiligter.