28. Runde der Bundesliga

30. März 2012 15:49; Akt: 24.08.2013 16:57 Print

Sauwetter und Eigentore bei Rapid-Kantersieg

Rapid Wien rückt vor dem Sonntagsspiel zu Leader Red Bull Salzburg auf. Die Hütteldorfer feiern südlich der Wiener Stadtgrenze den ersten Auswärtssieg im Jahr 2012. In der Südstadt wird die heimstarke Admira mit 4:0 (1:0) vom Platz geschossen. Für die Niederösterreicher ist der Traum vom internationalen Geschäft zumindest vorübergehend ausgeträumt.

 (Bild: Christian Hofer / Reuters)

(Bild: Christian Hofer / Reuters)

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Die Hausherren, die ein gefälliges Spiel ohne gefährliche Chancen ablieferten, fielen verdrängt von Sturm und Innsbruck auf Platz sieben zurück. Dennoch fiel die Niederlage in dieser Höhe wohl etwas zu hoch aus. Es war der erste Auswärtssieg für die Rapidler seit dem 2:1-Erfolg am 26. November des Vorjahres in Mattersburg.


Vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller sorgten Kapitän Steffen Hofmann mit einem direkten Eckball, der vom Admiraner Mevoungou noch abgelenkt wurde (22.), sowie Deni Alar (72.), ein Eigentor von Rene Seebacher (85.) und Boris Prokopic (90.) für den ersten Rapid-Erfolg in der Südstadt seit 11. Mai 2005.

Endstand: Admira vs. Rapid 0:4 (0:1)

Tore: Mevoungou (22./Eigentor), Seebacher (85./Eigentor) bzw. Alar (72.), Prokopic (89.)


Das Spiel zum Nachlesen im Ticker:

90+2. Minute Novota als grün-weißer Siegesgarant. Der Rapid-Schlussmann hält auch heute seinen Kasten sauber. Bis auf einen Freistoß wurde er allerdings auch nicht geprüft.


89. Minute - TOOOR 4:0 für Rapid! Ein Joker sticht. Prokopic versenkt aus kurzer Distanz nach einem Stanglpass von Sonnleitner. Eine unsaubere Klärungsaktion von Tischler ging dem Gegentreffer voran.


87. Minute Auswechslung bei Rapid: Hofmann holt sich seinen verdienten Applaus ab, Prokopic ab jetzt auf dem Platz.


85. Minute - TOOOR Das auch noch! Die Entscheidung in der Südstadt. Alar köpfelt Seebacher an und der bugsiert den Ball ins eigene Tor.


83. Minute Letzter Wechsel bei den Südstädtern: Thürauer muss vom Platz, für ihn kommt Schwab.



81. Minute Furchtbarer Stoppfehler von Auer, der bislang aber eine gute Partie ablieferte.

79. Minute Es regnet weiter, aber zumindest der Wind ist ein wenig schwächer geworden. Den Rapid-Fans ist das Sauwetter angesichts des Spielstandes "wurscht".



75. Minute Es wird ruppiger und schmutziger. Plassnegger und wenig später Nuhiu sehen Gelb.


73. Minute - TOOOR 2:0 für Rapid! Nuhiu verlängert einen hohen Ball per Kopf und plötzlich steht Alar alleine vor dem Tor und netzt zu seinem 5. Saisontreffer.


71. Minute Grozurek darf unter die Dusche. Drazan kommt für ihn in die Partie. Der versucht es gleich mit einem Schuss - neben das Tor.

68. Minute Gefährlicher Freistoß von Schicker! Novota rettet in höchster Not.


67. Minute Comeback von Oldie Jezek! Zeman muss für ihn weichen.


66. Minute Riesenchance auf das 2:0! Grozurek völlig allein nach einem Hofmann-Pass, doch der Youngster setzt das Leder neben den Kasten und bleibt danach angeschlagen auf dem Boden sitzen.


64. Minute Elferalarm?! Alar kommt im Zweikampf mit Auer zu Fall und fordert Penalty. Der Schiri gibt ihm diesen nicht.



62. Minute Um ein Haar kommt Nuhiu an eine gefährliche Flanke. Da hat die Admira ganz auf den grün-weißen Hünen vergessen und noch einmal Glück gehabt.


60. Minute Der Regen in der Südstadt wird stärker - und die Gangart auch. Toth sieht die gelbe Karte nach einem rüden Foul bei der Mittellinie.


58. Minute Das Spiel ist weiter offen. Die Hausherren sind bemüht, Rapid wirkt offensiv harmlos.

57. Minute Wechsel auf beiden Seiten: Nuhiu ersetzt Burgstaller. Schicker kommt für Sabitzer in die Partie.


56. Minute Nach dem Seitenwechsel und somit gegen den Wind hat Rapid bislang wenig in der Offensive zusammengebracht.



54. Minute Burgstaller hilft hinten aus und stoppt einen Konter der Admiraner. Mustergültige Grätsche des Hütteldorfers.


53. Minute Wenn die Admira offensiv gefährlich wird, dann zumeist über die linke Seite. Zeman und Auer bilden ein harmonisches Duo.

52. Minute Gute Ecke von Plassnegger. Novota verschätzt sich, wird dafür aber nicht bestraft.



51. Minute Der soeben erwähnte Thürauer mit einer Flanke hinter das Rapid-Tor. In diesem Fall hat allerdings auch der holprige Rasen "mitgeholfen".

48. Minute Thürauer kann sich bei der Admira bislang nicht durchsetzen - auch in der heutigen Partie nicht.



47. Minute Leichte Regenschauer, gekoppelt an den Wind, machen das Spiel für die 22 Akteure auf dem Rasen nicht unbedingt leichter.

45+1. Minute Burgstaller mit einem Stanglpass und um ein Haar ein Eigentor! So bleibt die sechste Ecke.



45. Minute Schrammel mit einem tadellosen Comeback. Als einziger Spieler ist der Linksverteidiger bislang ohne Fehlpass ausgekommen.

42. Minute Zuerst noch positiv aufgefallen, jetzt negativ. Burgstaller sieht nach einem unnötigen/taktischen Foul in der gegnerischen Hälfte Gelb.



41. Minute Schön! Burgstaller mit der Ferse auf Grozurek, dessen Hereingabe blockt aber Ex-Rapidler Plassnegger ab.

39. Minute Die Admira ist seit dem Gegentreffer etwas unruhiger. In der Offensive gelang jetzt schon länger nichts mehr. Sabitzer holt zumindest einen Freistoß heraus.


37. Minute Rapid vergibt eine gute Kontermöglichkeit.


35. Minute Fast das 2:0! Burgstaller zimmert aus abseitsverdächtiger Position den Ball knapp am rechten Pfosten vorbei.


34. Minute Burgstaller mit einem schönen Schlenzer außerhalb des Strafraums, allerdings einen Meter über den Kasten.


31. Minute Hier kündigt sich ein Duell an: Thonhofer und Zeman geraten bereits wiederholt aneinander.



29. Minute Wieder eine gefährliche Ecke von Hofmann! Tischler faustet den Ball dieses Mal aber aus dem Strafraum.


27. Minute Coach Schöttel hat von seiner Mannschaft jetzt gefordert, diese ziellosen Ballonbälle zu unterlassen. Der Wind im Süden Wiens ist schlichtweg zu stark.



25. Minute Burgstaller auf und davon, allerdings auch im Abseits.


22. Minute - TOOOR Hofmann versenkt den Ball bei einer Ecke direkt im Tor der Admira. Der Wind und vor allem Mevoungou, der das Leder noch mit dem Kopf leicht ablenkt. Torhüter Tischler macht eine unglückliche, aber unschuldige Figur.


21. Minute Alar nach einem Konter mit einem versuchten Stanglpass, doch die Admira kann zur Ecke klären.


19. Minute Die Admiraner kommen überwiegend über die linke Angriffsseite und vereinzelt sieht das auch richtig vielversprechend aus. Rapid tut sich in den letzten Minuten schwer, eine gezielte Offensiv-Aktion zu starten.



18. Minute Gute Chance für die Admira! Zeman tankt sich auf der linken Seite durch, bringt den Ball zur Mitte, wo Plassnegger völlig frei zum Volley kommt. Ein Rapidler bringt gerade noch rettend ein Bein dazwischen. Seebacher hätte auf den Abstauber gelauert.


15. Minute Ungeschicktes Foul von Heikkinen unmittelbar vor dem Strafraum. Toth schießt den Freistoß allerdings in die Mauer.


14. Minute Thonhofer mit einer rüden Attacke gegen Zeman. Schiri Drachta belässt es vorerst bei einer mündlichen Verwarnung.

13. Minute Die Rapid-Verteidigung versucht es immer wieder mit hohen Bällen in die Spitze - bislang ohne Erfolg. Im Moment ist der Wind nicht auf der Seite der Gäste. Fraglich, ob diese Strategie Erfolg bringt.


11. Minute Erster Corner für die Hausherren. Soma wirft sich in die Flanke und verhindert Schlimmeres aus grün-weißer Sicht.


9. Minute Auf ein schnelles Tor haben die geschätzten 8000 Fans vergeblich gehofft. Die ersten Minuten sind verstrichen und steht weiter 0:0. Der Wind und holpriger Rasen in den Strafräumen dürcken die Hoffnung auf eine baldige Änderung.



6. Minute Zeman mit einem schönen Zuspiel auf Auer, aber Hofmann geht fair (?) dazwischen. Die Pfeife von Schiedsrichter Drachta bleibt jedenfalls stumm.

4. Minute Erste Ecke für die Gäste aus Wien. Hofmann bringt den Ball zur Mitte, über Umwege kommt das Leder zu Burgstaller, doch dessen Schuss wird abgeblockt. Das erste Mal so etwas wie Torgefahr in der Trenkwalder Arena.


2. Minute Die Rapid-Fans sind fast schon traditionell in der Überzahl, wenn es ins nahegelegen Niederösterreich geht. In den ersten Spielminuten findet auf dem Rasen nur das klassische Abtasten statt. Der starke Wind wird heute wohl ein flüssiges Spiel schwer machen.


Verletzungspech Beide Teams beklagen Ausfälle. Bei Rapid fehlen Trimmel, Payer und fast die gesamte Verteidigung: Katzer, Pichler und Schimpelsberger. Königshofer ist zudem krank. Bei der Admira ist die Offensive stark dezimiert.


Aufstellungen

Admira: Tischler - Plassnegger, Drescher, Auer, Seebacher - Ebner, Zeman, Thürauer, Thot - Mevoungou, Sabitzer

Rapid: Novota - Thonhofer, Sonnleitner, Soma, Schrammel - Heikkinen, Kulovits - Grozurek, Hofmann, G. Burgstaller - Alar



Vorschau auf das Spiel:

Rapid würde bei einem vollen Erfolg mit Leader Salzburg gleichziehen, der erst am Sonntag auswärts gegen die Wiener Austria antritt. Der Aufsteiger will der Truppe aus St. Hanappi aber die Suppe versalzen und mit drei Punkten selbst voll im Rennen um die Europa-League-Plätze bleiben.

Rapid nach 1:2-Pleite unter Druck

Die Hütteldorfer müssen sich bei den sicher zahlreich anreisenden Fans in der Südstadt für die 1:2-Pleite in Innsbruck rehabilitieren. Der erste Auswärtssieg im Frühjahr sowie seit fünf Partien ist das erklärte Ziel. "Es ist eine richtungsweisende Partie für beide Mannschaften. Wenn wir die angestrebten drei Punkte holen, sind wir weiter voll im Titelkampf dabei.

Wenn wir verlieren, rückt die Admira vollends in die Spitzengruppe", sagte Rapid-Trainer Peter Schöttel zur Ausgangslage. Das erste direkte Duell in Maria Enzersdorf endete nach einer packenden Partie mit einem 4:3-Sieg der Südstädter. "Wir dürfen die Fehler vom 3:4 im Oktober nicht wiederholen", ist sich der Rapid-Trainer bewusst. Auch gegenüber dem jüngsten Spiel in Innsbruck gibt es großes Verbesserungspotenzial, da lag man schon nach elf Minuten 0:2 zurück.

Beide haben mit Ausfällen zu kämpfen

"Wir müssen von Anfang an höchst konzentriert sein und sollten aus unseren Fehlern gelernt haben", sagte Schöttel. Beide Mannschaften können nicht aus dem Vollen schöpfen. Mit Michael Schimpelsberger, Harald Pichler und Markus Katzer fallen gleich drei Stamm-Verteidiger aus. In der Abwehr werden daher Ragnvald Soma und Thomas Schrammel nach langer Zeit wieder einmal eine Chance erhalten.

Dazu sind auch Christopher Trimmel und Ersatzgoalie Helge Payer nicht spielfähig. Dominik Wydra ist bei den Amateuren im Einsatz. Dafür kehren die zuletzt angeschlagenen Mittelfeldspieler Christopher Drazan und Thomas Prager in den Kader zurück. Bei den Admiranern wurde die arge Personalproblematik im Vergleich zur vergangenen Woche zumindest etwas besser.

Südstädter gelten als heimstark

Die beiden gesperrt gewesenen Abwehrspieler Daniel Drescher und Stephan Auer sind wieder dabei, zudem gibt Patrik Jezek ein Comeback. Da Andreas Schrott gesperrt  und der Einsatz von Richard Windbichler wegen Rückenproblemen fraglich ist, könnte wie beim 2:2 gegen Salzburg eines der beiden Talente Thomas Ebner und Thomas Weber in der Abwehr zum Zug kommen. "Sie haben eine Talentprobe abgelegt", hat Kühbauer diesbezüglich keine Bedenken.

Die Niederösterreicher haben sich als Aufsteiger zum zweitbesten Liga-Heimteam gemausert und die Heimstärke sollen auch die Hütteldorfer zu spüren bekommen. "Rapid ist Rapid. Aber wir wollen als Sieger vom Platz gehen. Wenn wir noch dranbleiben wollen im Kampf um die Europa-League-Plätze, dann müssen wir gewinnen", sagte Kühbauer.

Kühbauer: "Ein 0:0 wird es nicht werden"

Der Aufsteiger darf sich berechtigte Hoffnungen machen, hat er doch vor eigenem Publikum neun von 14 Partien gewonnen und ist zudem seit vier Runden ungeschlagen. "Wir wollen wieder nach vorne spielen und werden alles aufbringen", kündigte der Admira-Trainer eine offensive Gangart an. "Ein 0:0 wird es nicht werden."

Freuen würde Kühbauer ein ähnliches Torfestival wie im Oktober. "Das war Werbung für den Fußball", betonte der Admira-Coach. Im Gegensatz zur Trenkwalder Arena gab es für seine Schützlinge im Hanappi-Stadion in dieser Saison (0:2, 1:2) noch nichts zu holen. "Wir haben die Spiele nur knapp verloren, waren aber nicht schlechter", erinnerte Kühbauer vor dem für ihn immer besonderen Duell mit seinem Ex-Club.

Während in der Südstadt gespielt wird, wird im Hanappi-Stadion eifrig an der Verlegung von rund 2.000 Quadratmeter frischem Rasen gearbeitet. Die Rapidler weichen derzeit wie auch schon teilweise in dieser Woche für Trainingszwecke auf die Plätze des Ernst-Happel-Stadions aus.


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