Einbürgerung im Herbst?

30. Mai 2018 11:50; Akt: 30.05.2018 15:44 Print

Stürmer Barnes lernt für ÖFB-Team schon Deutsch

Ashley Barnes könnte ab Herbst neuer Nationalspieler werden. Der England-Legionär legt sich ins Zeug, paukt sogar mit einem Sprach-App.

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Wer frisiert unsere Nationalteam-Stars? "Heute" weiß: David Alaba, Marko Arnautovic, Aleks Dragovic und Co. sind Stammkunden von Alper Taskin. Der 25-Jährige weiß genau, was angesagt ist - und zaubert den ÖFB-Stars die originellsten Frisuren auf den Kopf. Hier eine kleine Übersicht ... Hier schneidet Taskin Marko Arnautovic in einem Hotelzimmer. Für die Stars ist der Austro-Türke immer per Handy erreichbar. David Alaba ist - was die Frisur betrifft - wohl einer der wandlungsfähigsten Fußballer Europas. Dabei war im ÖFB-Nachwuchs 2007 noch der ganz normale Kurzhaarschnitt angesagt. 2012 ein richtiger Hingucker: Die Frisur machte Alaba fünf Zentimeter größer. Auch auf die Farbe kommt es an. 2015 war Alaba plötzlich "erblondet". Die Haare wurden länger, die Frisur blieb - Alaba auch 2016 mit hellen Spitzen. Die WM-Quali-Frisur: Farbe weg, die Haarlänge ungefähr gleich. Marko Arnautovic liebt auch die Vielfalt bei den Frisuren. 2007 trug Arnautovic "Vokuhila", lief im Look der 1980er auf. 2011 im Trikot von Werder Bremen: Den Irokesen zauberte ein Araber auf den Kopf von Arnautovic. Weiterhin mit "Iro", aber diesmal blond: "Arnie" beim Nationalteam 2015. Arnautovic legt Wert darauf, dass die Frisur 90 Minuten lang hält. Aleks Dragovic ist ebenfalls ein Frisuren-Spezialist. Wie Alaba und Arnautovic begann er im Nachwuchs noch eher unspektakulär. Blond war auch im Trikot der Austria 2010 angesagt. Wenig später noch blonder, aber mit weniger Haargel. 2012 ging es langsam wieder zurück zur Original-Haarfarbe, die Höhe der Frisur nahm dafür wieder zu. Mamas Liebling: 2014 bei Dynamo Kiew mochte es Dragovic eher konservativ. Aber nur kurz! 2015 wieder blond und exakt gekämmt. In der WM-Quali ist die aktuelle Modefrisur angesagt: seitlich rasiert, oben etwas länger, der Scheitel rasiert. ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger ist ebenfalls wandlungsfähig, aber in einer anderen Art. Seine Lockenmähne lässt sich schwer bändigen. Er mag seine Haarpracht lang ... ... und wild ... ... und manchmal auch einen Zopf. Wie gesagt: Die Farbe bleibt gleich, die Locken auch. Kein Glätten, keine Experimente. Auch Marcel Sabitzer zählt zu den Kunden von Taskin. Bei der Admira noch der unspektakuläre Kurzhaarschnitt. Bei Rapid stand das Styling noch nicht in der Hauptrolle. Doch mit Salzburg kam der Schick! Lang in der Mitte, kurz an der Seite. Wechsel zu Leipzig: Mehr Gehalt, mehr Haargel. Erkennen Sie dieses junge Torhüter-Talent? Es ist Heinz Lindner. Kaum zu glauben, wie unspektakulär seine Frisur einst war. Doch mit den Jahren wurden die Frisuren ausgefallener. Hier schon etwas länger im A-Team der Austria. Wie bei Sabitzer gilt: Mit den Jahren kommt das Haargel. Doch es geht auch mit weniger Gel: Schön bleibt der Heinz allemal.

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Am Mittwoch fällt für Österreich der Startschuss zur "Mini-WM". Russland (20:45 Uhr im Liveticker) macht den Anfang. Das ÖFB-Team testet in Innsbruck gegen den WM-Gastgeber. Danach folgen die Kracher gegen Deutschland (Samstag, Klagenfurt) und Brasilien (10. Juni, Wien).

Ashley Barnes kann bei diesen Matches noch nicht mitwirken. Der Engländer mit österreichischen Wurzeln fiebert seiner ersten Einberufung aber schon entgegen. Im Herbst könnte es so weit sein.

Der Angreifer spielte bei Burnley in der englischen Premier League eine herausragende Saison. Der bullige Stürmer wäre für Teamchef Franco Foda eine willkommene Alternative für die Offensiv-Abteilung.

Schöttel verrät Deutsch-Kurs

Nur mehr ein Dokument steht dem Antrag auf Nationalitätenwechsel an den Weltverband FIFA im Weg. Er muss die Verbindung zu seiner österreichischen Oma nachweisen. Erfolgt die Einbürgerung im Ministerrat bis September, könnte er dann schon loslegen.

Sportdirektor Peter Schöttel hofft auf den 28-Jährigen. Er lobt dessen Werdegang, spricht von der "Saison seines Lebens". "Er ist ein Stürmertyp, den wir so nicht haben. Er ist extrem gut im Sichern von Bällen, spielt viel mit dem Rücken zum Tor. Und er ist extrem mutig im Abschluss."

Wie ernst es Barnes mit seinem großen Ziel ÖFB-Team ist, zeigt ein Nebensatz Schöttels. Er verriet, dass Barnes auf seinem Handy schon mit einem Deutsch-App schon fleißig büffelt. Er will die Landessprache lernen – ein untrügliches Zeichen, dass er bald für das Team von Foda stürmen will.


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(Heute Sport)

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