Strafe aufgeschoben

31. Mai 2018 15:43; Akt: 31.05.2018 16:09 Print

Trotz Doping! Peru-Star Guerrero darf zur WM

Paolo Guerrero wurde des Dopings überführt – und darf trotzdem bei der WM in Russland spielen. Der Sportgerichtshof verschob die verhängte Zwangspause.

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Wer dopt, und warum? Die Ausreden reichen von kurios bis absurd. "Heute" hat eine Auswahl der besten Begründungen. Der aktuelle Spring-Weltmeister wurde bereits einmal mit einem erhöhten Testosteronwert getestet. Er meinte: "Ein Betreuer hat mich mit einer Salbe eingerieben. Er hatte vorher Ärger mit mir und wollte mir Probleme machen." "Der Asthma-Inhalator meiner Mama ist explodiert. Vor Schreck hab ich 'huch' gesagt und wohl versehentlich etwas inhaliert", gestand die deutsche Mountainbikerin 2007. "Ich habe nach einem Einbruch zu viel Whiskey getrunken", ist die Sauf-Ausrede des ehemaligen Tour-Siegers. Dem Rad-Profi wurde auf der Tour nach einem Sturz Fremdblut-Doping durch eine Bluttransfusion nachgewiesen. "Die Sturzverletzungen haben die Blutembolie ausgelöst", glaubt er. "Mit ist das Krebsmittel meiner Mutter in das Essen gefallen", erklärt der Tennis-Profi. Sie wurde zwei Monate gesperrt. Tyler Hamilton: Für Blutdoping hatte der Radprofi eine schlüssige Erklärung: "Ich bin ein Mischwesen, die fremden Zellen in meinem Körper werden von den Stammzellen meines vor der Geburt gestorbenen Zwillingsbruders produziert." Der Rumänien-Kicker griff zu Kokain - mit gutem Grund: "Ich hatte den Wunsch, meine sexuellen Leistungen zu verbessern." Später wurde er ein weiteres Mal des Dopings überführt: "Das liegt an einem Abführmittel. Ich wusste nicht, dass es verbotene Substanzen enthält." "Jemand hat mir die Substanz in die Zahnpasta gemischt", erklärte der deutsche Leichtathlet, nachdem er 1999 positiv auf Nandrolon getestet wurde. Norwegens Langlauf-Olympiasiegerin wurde auf das Steroid Clostebol getestet. Nach Angeben des Verbands war eine Sonnencreme schuld, die von der siebenfachen Weltmeisterin zur Behandlung eines Sonnenbrandes auf der Lippe verwendet wurde. "Ich habe Caramel-Bonbons eingenommen, die ich aus Südamerika mitgenommen habe", erklärte der Rad-Profi den Kokain-Nachweis. (l.): "Meine Schwiegermutter hatte mir einen Tee zur Stärkung der Potenz empfohlen", meinte der Rad-Profi. Der französische Judoka hat nach eigenen Angaben nie gedopt - und trotzdem einen erhöhten Nadrolonwert. "Ich bin Moslem und halte mich strikt an die Regeln, die Drogen als Todsünde ansehen - also auch Doping." Argentiniens Kicker-Ikone und Weltmeister von 1986 wurde 1994 des Dopings mit Ephedrin überführt. "Ich habe nur ein Mittel gegen meine Erkältung genommen." Die Tennis-Ikone aus der Schweiz wurde mit Kokain erwischt und meinte: "Jemand hat es mir in den Fruchtsaft getan." Der Sprinter erklärte seinen erhöhten Nandrolonwert so: "Ich habe nicht gedopt, nur Avocados gegessen." "Irgendwer hat mir in der Disko zwei Pillen angedreht. Keine Ahnung, was da drin war, aber ich habe sie halt in meiner Dummheit geschluckt." Problem für den Ex-Radprofi: es waren Amphetamine!

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Freude in Peru über ein Doping-Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs! Nationalteam-Kapitän Paolo Guerrero darf bei der WM in Russland spielen, obwohl er eine Sperre absitzen müsste. Der CAS erklärte nun, dass die Zwangspause aufgeschoben wird.

Strafe ausgesetzt

Das Gericht habe bei der Entscheidung "den diversen Nachteilen Rechnung getragen, die der Routinier erleiden würde, wenn er nicht an einer Veranstaltung teilnehmen könnte, welche die Krönung seiner Fußballer-Karriere darstellen wird". heißt es in der Begründung. Die Vollstreckung der Dopingsperre wird nun provisorisch ausgesetzt.

Koka-Tee

Eigentlich müsste Guerrero 14 Monate aussetzen. Der 34-Jährige war im Oktobver 2017 beim 0:0 im WM-Qualimatch gegen Argentinien positiv getestet worden – allerdings auf eine Substanz, die in Koka-Tees enthalten ist. Guerrero habe "nicht vorsätzlich grob oder fahrlässig gehandelt", erklärt der Sportgerichtshof.


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(heute.at)

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