Fußballer stirbt bei Flugzeugunglück

19. Juni 2019 23:03; Akt: 19.06.2019 23:03 Print

Verdächtiger nach Sala-Drama festgenommen

Nach dem tragischen Flugzeugabsturz des argentinischen Fußball-Profis Emiliano Sala wurde nun ein Verdächtiger festgenommen.

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Emiliano Sala verschwand im Jänner 2019 einen Tag nach seinem Transfer auf dem Weg zum neuen Klub Cardiff vom Radar. Er stürzte über dem Ärmelkanal mit dem Kleinflugzeug ab, noch fehlt jede Spur. Leider ist er nicht der erste Sport-Star, der in eine Absturz-Tragödie verwickelt war. Vor dem Stadion des Premier-League-Klubs Leicester City stürzt ein Helikopter ab. An Bord der Maschine sitzt Präsident Vichai Srivaddhanaprabha. Nach dem Unglück legen Fans Blumen und Schals vor dem Stadion ab. Bei dem Absturz kommen insgesamt fünf Menschen ums Leben. Auch die Spieler - am Bild Ex-ÖFB-Kapitän Christian Fuchs und Jamie Vardy - standen unter Schock. 28. November 2016: Bei einem Flugzeugabsturz in Kolumbien, kurz vor der Landung am Flughafen José Maria Córdova, sterben 71 von 77 Flugzeuginsassen, darunter fast die gesamte Mannschaft des brasilianischen Erstligisten Chapecoense, die auf dem Weg zum Finalspiel der Copa Sudamericana war. Alle Teammitglieder der russischen KHL-Eishockey-Mannschaft Lokomotive Jaroslawl sterben bei einem Flugzeugabsturz in Russland. Der Unfall fordert 44 Menschenleben. Der Schotte Colin McRae, Rallye-Weltmeister 1995, verunglückte 2007 mit seinem privaten Helikopter auf seinem Privatanwesen. Drei weitere Personen ließen ihr Leben, darunter McRaes fünfjähriger Sohn. Der damalige Formel-1-Pilot David Coulthard überlebte 2000 den Absturz eines von ihm angemieteten Learjets. Bei der Notlandung auf dem Flughafen von Nizza fing die Maschine Feuer. Coulthard, seine Lebensgefährtin und sein Fitness-Coach überlebten, die beiden Piloten starben. Nur drei Tage später startete Coulthard beim Großen Preis von Spanien. Golf-Profi Payne Stewart starb bei einem Flugzeugabsturz in South Dakota. Der zweimalige US-Open-Sieger wurde 42 Jahre alt. Im Vorfeld des Frühjahrsrennens auf dem Bristol Motor Speedway kam Alan Kulwicki, der Nascar-Champion von 1992, auf dem Rückweg von einer Sponsoring-Veranstaltung, bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Blountville, Tennessee, ums Leben. Uli Hoeneß, der heutige Präsident des FC Bayern München, überlebte den Absturz einer zweimotorigen Maschine. Der damals 30-Jährige war mit drei Freunden auf dem Weg nach Hannover zu einem Länderspiel gegen Portugal. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Graham Hill stürzt am Steuer seiner eigenen Piper PA-23 beim Anflug auf den Flughafen Elstree über der Ortschaft Arkley in Nordlondon ab. Mit ihm sterben fünf weitere Mitglieder des Embassy-Hill-Formel-1-Teams. Eine einmotorige Cessna stürzte bei einer Notlandung in der Nähe von Newton, Iowa ab. Unter den drei Toten war auch Box-Weltmeister Rocky Marciano. Er war einer der erfolgreichsten Boxer aller Zeiten. Die Fußballmannschaft des englischen Klubs Manchester United stürzte auf dem Rückflug von einem Europacupspiel bei Roter Stern Belgrad kurz nach der Zwischenlandung in München mit einer Chartermaschine ab. 23 Menschen starben, unter ihnen acht Kicker. 15 Insassen überlebten, dazu zählten auch Legende Bobby Charlton und Trainer Sir Matt Busby.

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Am 21. Jänner verunglückte der Fußballprofi Emiliano Sala bei einem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal. Fünf Monate danach wurde nun ein Verdächtiger festgenommen.

Dem 64-Jährigen Briten aus North Yorkshire wird Fahrlässige Tötung durch "rechtswidriges Handeln" zur Last gelegt, wie die Polizei am Mittwoch bekannt gab. In welchem Zusammenhang der Verdächtige mit Sala steht, ist nicht bekannt. Nachdem der 64-Jährige mit der Polizei kooperierte, wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

Flugzeug-Drama über dem Ärmelkanal

Der 28-jährige Sala war am 21. Jänner auf dem Flug von Nantes nach Cardiff mit einer einmotorigen Propellermaschine bei der Ärmelkanalüberquerung verunglückt. Erst nach einer tagelangen Suchaktion wurde das Wrack mit den Leichen Salas und des Piloten David Ibbotson gefunden.

Später wurde bekannt, dass der Pilot aufgrund einer Farbenblindheit nicht bei Nacht fliegen durfte und die Propellermaschine nicht für Passagiertransporte zugelassen war.

Der Argentinier war erst zwei Tage vor dem Unglück vom Ligue-1-Klub Nantes zum walisischen Premier-League-Verein Cardiff gewechselt, befand sich auf dem Rückflug zu seinem neuen Arbeitgeber. Seither entbrannte auch ein Streit um die Ablöse von 17 Millionen Euro.


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(wem)

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