Eklat beim FC Mariahilf

26. Juni 2019 11:10; Akt: 27.06.2019 10:29 Print

Wien-Abbruch! Jetzt reden die Frauen des Vatikan

Die vatikanische Frauenorganisation DiVA kritisiert die Spielerinnen des FC Mariahilf scharf für deren Protest.

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Am Samstag sollte das vatikanische Frauenteam in Wien ein historisches Spiel absolvieren. Das erste internationale Match seit der Gründung. Die Spielerinnen waren schon auf dem Feld. Die Hymnen wurden gespielt. Dann kam das Veto vom Botschafter. Die Show wurde abgeblasen.

Der Hintergrund: Drei Spielerinnen der gegnerischen Mannschaft, FC Mariahilf, hatten durch stillen Protest ihren Unmut über die Haltungen der katholischen Kirche zum Ausdruck gebracht.

Auf ihren entblößten Rücken war groß "My Body, My Rules" geschrieben. Damit wollten sie für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch Meinung machen. Unter den Zuschauern waren zwei große Transparente zu sehen. Eines in Regenbogenfarben mit einem Anti-Homophobie-Logo. Auf dem anderen stand: "Against Homophobia".

Emotionale Diskussionen im VIP-Zelt waren die Folge. Schließlich griff der Vertreter des Papstes in Österreich, Nuntius Pedro Lopez Quintana, durch und verbat seinen Spielerinnen die Premiere. "Politische oder andere Botschaften haben im Sport nichts verloren", hatte Danilo Zennaro, ein Vertreter des Vatikans, erklärt.

Jetzt meldet sich die vatikanische Frauenorganisation DiVA zu Wort. Sie kritisieren die gegnerischen Spielerinnen scharf. Der Vorfall wird als "hässlich" beschrieben. Die Vatikan-Kickerinnen hätten sich beleidigt gefühlt und gezwungen gesehen, das Spiel abzusagen.

"Eine Fußballpartei auszunutzen, um mit Gesten, Parolen und Transparenten die bekannten Positionen der Katholischen Kirche zum Lebensschutz und zur Sexualität anzugreifen, war in der Tat eine höchst unpassende Wahl."

"Ihnen wollen wir als Frauen sagen, dass Aufnahmebereitschaft, die Fähigkeit zum Dialog, der Respekt dessen, der eine andere Meinung vertritt, Qualitäten sind, auf die wir nie verzichten dürfen, denn sie sind ein Teil unseres Reichtums und unserer Andersartigkeit als Frauen."


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Katholik!!! am 26.06.2019 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Hut ab

    Gratulation den Vatikanspielerinnen. Diese dauernde Zurschaustellung der Schwulen, Lesben und Transgender sind Beleidigungen aller Normaldenkenden und Normalverhaltenden. Eine Minderheit will uns ihr Gedankengut ständig und täglich aufzwingen. Freue mich schon auf die Rotdrücker.

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  • Fortitudo am 26.06.2019 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sport & Politik

    Hier wurden die Spielerinnen des Vatikan missbraucht, ein sportliches Ereignis dient nicht dazu, seine eigene politische Meinung durchzusetzen. Weiters geht man so nicht mit Gästen um! Abgesehen davon; Abtreibung als Menschenrecht? - geht´s noch? Jede Frau soll selber entscheiden was sie macht, aber der Begriff Menschenrecht, darauf hat das Leben mehr anspruch als der Tod.

  • Abrid am 26.06.2019 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelmoral

    "Ihnen wollen wir als Frauen sagen, dass Aufnahmebereitschaft, die Fähigkeit zum Dialog, der Respekt dessen, der eine andere Meinung vertritt, Qualitäten sind, auf die wir nie verzichten dürfen, denn sie sind ein Teil unseres Reichtums und unserer Andersartigkeit als Frauen." - aber angefressen das Spielfeld verlassen und nicht spielen, weil man die andere Mineung nicht zulässt - LOL ohne Worte

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Katholik!!! am 26.06.2019 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Hut ab

    Gratulation den Vatikanspielerinnen. Diese dauernde Zurschaustellung der Schwulen, Lesben und Transgender sind Beleidigungen aller Normaldenkenden und Normalverhaltenden. Eine Minderheit will uns ihr Gedankengut ständig und täglich aufzwingen. Freue mich schon auf die Rotdrücker.

    • Ausgetretener Katholik am 26.06.2019 13:44 Report Diesen Beitrag melden

      Das Dogma ist heilig

      Was hat das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren Körper mit "Schwulen, Lesben und Transgender" zu tun? Was haben sie als "Katholik" gegen diese Menschen? Ihre Einstellung dürfte mit der christlichen Nächstenliebe Nullkommka Josef zu tun haben. Die Katholische Kirche beharrt auf ihrem Dogma und es ist daher jedwede Diskussion mit ihr überflüssig. Sie will ihr Dogma uns allen vorschreiben und in unsere Gesetzgebung einbringen. Sie ist dabei im größten Maße intolerant.

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  • Fortitudo am 26.06.2019 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sport & Politik

    Hier wurden die Spielerinnen des Vatikan missbraucht, ein sportliches Ereignis dient nicht dazu, seine eigene politische Meinung durchzusetzen. Weiters geht man so nicht mit Gästen um! Abgesehen davon; Abtreibung als Menschenrecht? - geht´s noch? Jede Frau soll selber entscheiden was sie macht, aber der Begriff Menschenrecht, darauf hat das Leben mehr anspruch als der Tod.

  • Abrid am 26.06.2019 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelmoral

    "Ihnen wollen wir als Frauen sagen, dass Aufnahmebereitschaft, die Fähigkeit zum Dialog, der Respekt dessen, der eine andere Meinung vertritt, Qualitäten sind, auf die wir nie verzichten dürfen, denn sie sind ein Teil unseres Reichtums und unserer Andersartigkeit als Frauen." - aber angefressen das Spielfeld verlassen und nicht spielen, weil man die andere Mineung nicht zulässt - LOL ohne Worte