4 Rote Karten

15. April 2019 08:40; Akt: 15.04.2019 09:48 Print

Zu viel rot! Ibertsberger droht jetzt seinen Spielern

Beim 1:1 gegen den WAC flog erneut ein Austria-Spieler vom Platz. Trainer Robert Ibertsberger ist über die wiederholten "Undiszipliniertheiten" sauer.

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Wie geht es der Wiener Austria nach der Horror-Saison im Vorjahr? Sind die "Veilchen" nach Platz sieben wieder am Weg nach oben und herrscht in Favoriten weiter Mittelmaß und Frust? "Heute" fasst die bisherige Saison mit den besten Bildern zusammen. Viel Spaß beim Durchklicken! Cheftrainer Thomas Letsch hatte bereits beim Trainingsstart alle Hände voll zu tun. 15 Spieler, unter ihnen lang verdiente Leistungsträger wie Raphael Holzhauser oder Robert Almer, verließen den Verein, während... ...insgesamt 13 neue Profis zur Kampfmannschaft der "Veilchen" stießen. Neben Coach Letsch grinsen hier die Neo-Austrianer Alon Turgeman, Maximilian Sax, Thomas Ebener, Christian Schoissengeyr, James Jeggo und Königstransfer Uros Matic in die Kamera. Ebenfalls rechts im Bild: Ralf Muhr, der vom Akademieleiter zum Wohlfahrt-Nachfolger als Sportdirektor aufstieg. "Die Austria ist endlich z´Haus" - unter diesem Motto kehrten die Wiener noch vor Saisonstart nach zwei Jahren im "Happel-Exil" endlich wieder in ihre generalüberholte Generali Arena zurück. Als Gegner bei der Stadioneröffnung beehrte der deutsche Spitzenklub Borussia Dortmund die "Veilchen". Es ging sofort zur Sache, am Ende setzte es eine 0:1-Niederlage, von der... ...sich die Fans auf den neuen Tribünen allerdings nicht die Stimmung und Vorfreude auf die neue Saison verderben ließen. Mit dem Cupspiel beim Wiener Stadtligisten Austria XIII stand wenig später das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Die Letsch-Elf gab sich dabei keine Blöße und zog mit einem souveränen 4:0-Sieg in die zweite Cup-Runde ein. Im ersten Liga-Spiel der Saison daheim gegen Wacker Innsbruck hatten die Austrianer schon wesentlich mehr zu kämpfen. Mit 0:1 gerieten die Hausherren in Rückstand, am Ende... Doch der erste Rückschlag folgte bereits in der zweiten Liga-Runde. Beim WAC mussten sich Matic und Co. mit 0:1 geschlagen geben. Auch in Runde drei setzte es eine Niederlage. Bei Meister Salzburg gab es mit einem 0:2 nichts zu holen. Dabei im Mittelpunkt: Ex-"Veilchen" Zlatko Junuzovic, der sehr zum Ärger mancher Austria-Fans nach seinem Bremen-Engagement im Sommer bei den "Bullen" anheuerte. Nach zwei Rückschlägen in Folge wurden sofort die üblen Erinnerungen an die Vorsaison wach. Doch dann kam die Admira in die Generali Arena und mit einem 4:0-Erfolg über die Südstädter konnten die "Veilchen" die erste Mini-Krise erfolgreich abwenden. Doch auswärts mussten die Wiener in Runde fünf den nächsten Dämpfer einstecken. Beim SKN St. Pölten reichte es nur zu einem 0:0-Unentschieden. "Wir hatten Torchancen, aber wenn der Ball nicht rein geht, muss man mit dem 0:0 leben, aber nicht zufrieden sein", analysierte Trainer Letsch. Gegen Mattersburg feierten die Violetten einen hart erarbeiteten 2:1-Heimsieg - drittes Spiel in Serie ohne Niederlage. Erster Höhepunkt: Im Derby feierte die Austria einen 1:0-Auswärtssieg gegen Rapid. Alex Grünwald erzielte das Goldtor. In der Tabelle kletterten die "Veilchen" auf Rang vier. Danach gab es für die Austria aber nicht so viel zu jubeln. Im Heimspiel gegen den LASK setzte es eine klare 0:3-Abfuhr. Gegen Aufsteiger Hartberg gab es auswärts zumindest einen 1:0-Erfolg. Dann aber die sportliche Talfahrt: Gegen Altach setzte es eine 0:2-Niederlage in Vorarlberg. Auch im Heimspiel gegen Sturm reichte es nicht zu einem Sieg - 1:1. Die nächste Punkteteilung gab es auswärts bei Innsbruck mit einem 0:0. Darauf folgte ein 2:3 im Heimspiel gegen Wolfsberg. In der Tabelle rutschten die Violetten auf Platz sechs ab. Die Fans äußerten daraufhin lautstark ihren Unmut, von der Tribüne tönte es "Letsch raus!" Einen Wechsel gab es zunächst auf der Führungsebene. Klub-Boss Wolfgang Katzian verkündete seinen Rückzug. Die Nachfolge tritt Frank Hensel an. Er kündigt an: "Wenn man vorangehen will, muss man investieren. Das haben wir in den letzten Jahren konsequent und intensiv getan und werden das auch in Zukunft tun." Weiters will er die Entwicklung auf der Tribüne vorantreiben: "Mein Ziel ist, dass wir offener und attraktiver für Familien und Frauen werden." In der nächsten Runde setzte es die nächste Pleite. Gegen Meister Salzburg hielten die Veilchen hinten lange ihren Laden dicht, ehe ihnen die Bullen doch noch zwei Tore einschenkten. Gegen den SKN St. Pölten gab es den zweiten Sieg in Folge. Die Veilchen konnten sich in der Generali Arena mit 2:0 durchsetzen. Dann wieder der nächste Dämpfer. Auswärts in Mattersburg musste man sich 2:1 geschlagen geben. Im Wiener-Derby zeigte die Austria ein völlig anderes Gesicht. Mit einem deutlichen 6:1 fegten die Veilchen den Stadtrivalen aus Hütteldorf vom Platz. Nach der Winterpause konnte die Austria nicht gleich dort weitermachen, wo sie aufgehört hatte. Der LASK spielte eine extrem starke Saison und konnte sich in Pasching mit 2:0 durchsetzten. Gegen Hartberg fand man zurück auf die Siegerstraße und gewann mit 4:2. Gegen Altach folgte dann eine weitere desolate Vorstellung, das Spiel ging mit 1:3 verloren. Trainer Thomas Letsch wurde nur einen Tag später entlassen.

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Die Talfahrt der Wiener Austria scheint keinen Halt zu machen. Beim 1:1 am Sonntag in Wolfsberg gab es zwar nach vier Niederlagen in Folge den ersten Punkt unter Interimstrainer Robert Ibertsberger. Dabei flog aber bereits zum vierten Mal in diesem Frühjahr ein Spieler der "Veilchen" vom Platz. Der Übergangs-Coach kündigte nach dem Spiel interne Konsequenzen an.

Serie von roten Karten geht weiter

Die Bilanz der Wiener Austria im Kalenderjahr 2019 ist äußerst bescheiden. Von acht Spielen konnten die "Veilchen" nur eines gewinnen, sechs endeten mit einer Niederlage. Dazu kommen vier rote Karten in vier verschiedenen Spielen. Die Austria schwächt sich damit immer wieder aufs neue selbst, wie auch Florian Klein weiß. "Wir haben im Frühjahr in fast jedem Spiel eine rote Karte bekommen", so der 32-Jährige bei "Sky". "Durch solch eine Aktion wird das ganze Spiel zerstört."

Auch Trainer Ibertsberger war über den Ausschluss von Bright Edomwonyi sauer. "Man darf als Spieler nicht so die Fassung verlieren, ganz egal ob es ein Foul war oder nicht. Es sind im Frühjahr schon sehr viele Dinge passiert. Ich war eigentlich der Meinung, dass wir das im Griff haben. Deshalb war das schon ganz schön enttäuschend, was 'Edi' da gemacht hat. Es hat der Mannschaft nicht geholfen", betonte der 42-Jährige.

Um ähnliche Aktionen in Zukunft zu vermeiden, kündigte Ibertsberger klubinterne Konsequenzen an. "Diese Undiszipliniertheiten haben am Platz nichts verloren. Wir werden es intern ansprechen müssen", so der frühere Nationalspieler.

Nicht alles schlecht

Gleichzeitig fand der Interimscoach auch lobende Worte für seine Mannschaft, die sich trotz Unterzahl einen Punkt erkämpfte. "Wir hätten sicher mehr vorgehabt, aber mit einem Mann weniger muss man dann eigentlich zufrieden sein", erklärte er im Interview mit "Sky".

Besonders mit der Einstellung seiner Spieler, selbst nach der roten Karte, war er schwer zufrieden. "Wie die Mannschaft agiert hat, auch von der Mentalität her, war schwer in Ordnung", so Ibertsberger. "Es wollte leider nicht sein. Auf gewisse Weise sind wir auch mit dem Punkt zufrieden, aber es hätte mehr sein können."

Grünwald in ungewohnter Rolle

Erstmals in seiner Karriere lief Kapitän Alexander Grünwald als Innenverteidiger auf. Nicht nur die Fans, sondern auch er selbst war überrascht. "Es war heute für viele überraschend, aber auch für mich. Es hat sich unter der Woche so ergeben und ich glaube, dass ich es für das erste Mal gut gemacht habe."

In der Tabelle liegt die Austria auf dem letzten Platz in der Meisterschafts-Gruppe. Laut Grünwald sind zum Teil auch die vielen Platzverweise Schuld daran. "Die Rote Karte ist ein Wahnsinn! Wir sprechen darüber, aber scheinbar hilft es nichts. Ich glaube, dass es sonst ganz anders gelaufen wäre. Das ist wirklich ein großes Problem bei uns, das wir schnellstens abstellen müssen. Deshalb sind wir in der Tabelle auch nicht weiter vorne", erklärte er nach dem Spiel.


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(Heute Sport)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • piola am 15.04.2019 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    spielerqualität fraglich

    Fussball spielen ist nicht nur eine Konditionsfrage sondern erfordert au ch Disziplin und Kopfarbeit bzw Einstellung. das fehlt bei sehr vielen spielern im klub. ja solange die Gehälter stimmen!!!!!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • piola am 15.04.2019 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    spielerqualität fraglich

    Fussball spielen ist nicht nur eine Konditionsfrage sondern erfordert au ch Disziplin und Kopfarbeit bzw Einstellung. das fehlt bei sehr vielen spielern im klub. ja solange die Gehälter stimmen!!!!!