Gasser und Co.

27. Februar 2018 09:58; Akt: 27.02.2018 10:39 Print

So wenig cashen unsere Olympia-Helden für Gold

Als Olympiasieger hat man finanziell ausgesorgt – ein Irrglaube! "Heute" weiß, wie "reich" die Goldmedaillen unsere Olympia-Helden wirklich machen.

Bildstrecke im Grossformat »
Die rot-weiß-roten Sternstunden der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. GOLD: David Gleirscher im Rodel-Einsitzer Mit vier sensationellen Läufen eröffnete der Tiroler den österreichischen Medaillen-Reigen. GOLD: Marcel Hirscher in der Alpinen Kombination. Endlich! Marcel Hirscher schnappte sich gleich in seinem ersten Bewerb in Pyeongchang die heiß ersehnte Olympia-Goldene. GOLD: Matthias Mayer im Super-G. Der Abfahrts-Olympiasieger 2014 setzte in Pyeongchang noch einen drauf. Drei Tage nach dem Sturz im Kombi-Slalom fuhr Mayer zu Gold im Super-G. GOLD: Marcel Hirscher im Riesentorlauf. Im Riesentorlauf legte Marcel Hirscher die zweite Goldene nach. Und das in beeindruckender Manier. Hirscher nahm Verfolger Henrik Kristoffersen 1,27 Sekunden ab. GOLD: Anna Gasser im Big Air Mit dem Cap Double Cork 1080 krönte sich Anna Gasser zur ersten Olympiasiegerin im Big Air. Damit war die Enttäuschung vom verblasenen Slopestyle-Finale vergessen. SILBER: Peter Penz/Georg Fischler im Rodel-Doppelsitzer. Peter Penz und Georg Fischler legten im Rodel-Doppelsitzer die Silbermedaille für den Rodelverband nach. SILBER: Anna Veith im Super-G. Anna Veith sah lange wie Olympiasiegerin aus. Dann kam die Snowboard-Spezialistin Ester Ledecka und raste zur Goldenen. Bronze: Lukas Klapfer im Einzel von der Normalschanze Lukas Klapfer holte sich seine erste Olympia-Einzelmedaille von der Normalschanze. BRONZE: Dominik Landertinger im Biathlon-Einzel Dominik Landertinger holte in Pyeongchang seine vierte Olympia-Medaille, die erste im Einzel. BRONZE: Rodel-Team in der Staffel Madeleine Egle, Olympiasieger David Gleirscher und die Silbernen Peter Penz/Georg Fischler fuhren in der Team-Staffel zu Bronze. BRONZE: Katharina Gallhuber im Slalom Die Niederösterreicherin Katharina Gallhuber fuhr im Damen-Slalom sensationell auf Rang drei. BRONZE: Michael Matt Michael Matt holte im Slalom eine Bronzemedaille, mit der er gar nicht gerechnet hatte. Der Tiroler profitierte vom Aus von Henrik Kristoffersen. BRONZE: Nordische Kombinierer im Teambewerb. Mario Seidl, Lukas Klapfer, Wilhelm Denifl und Bernhard Gruber kombinierten sich zur Bronzemedaille. SILBER: Die ÖSV-Asse eroberten im Teambewerb den zweiten Rang. Unsere Ski-Helden: Stephanie Brunner, Katharina Gallhuber, Katharina Liensberger, Manuel Feller, Michael Matt, Marco Schwarz.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Rodler David Gleirscher machte den Anfang. Ski-Superstar Marcel Hirscher schlug in der Kombination und dem Riesentorlauf gleich doppelt zu. Matthias Mayer krönte sich zum Olympia-Sieger im Super-G. Und Snowboard-Queen Anna Gasser machte mit ihrem Triumph im Big Air die Goldmedaillen-Sammlung der ÖSV-Athleten bei den Olympischen Spielen 2018 komplett.

Aber wie schlägt sich so eine Gold-Medaille eigentlich auf dem Bankkonto der Sportler nieder? "Heute" weiß, dass Platz eins bei Olympia vergleichsweise wenig einbringt.

Das Internationale Olympische Komitee vergibt gar keine Preisgelder und auch das Österreichische Olympische Komitee übt sich in Sachen Preisgeld in Bescheidenheit. Die Medaillen-Gewinner von Pyeongchang wurden lediglich mit Münzen-Sets belohnt. Für Goldmedaillen gab es eine Philharmoniker-Kollektion im Wert von 17.000 Euro, Silber war ein 13.000-Euro-Set wert und für Bronze wechselten Münzen im Wert von 11.000 Euro den Besitzer.

Gleirscher ein "armer Schlucker" im Vergleich zu Hirscher

Ein vergleichsweise geringes Preisgeld – vor allem für Rodel-Held Gleirscher, der im Gegensatz zu Hirscher, Mayer und Gasser auf keine allzu üppigen Sponsorenverträge zurückgreifen kann. Als Olympiasieger hat sich jetzt zumindest seine Verhandlungsposition aber dramatisch verbessert, was künftige Gespräche mit interessierten Sponsoren für ihn wesentlich einfacher macht. An den Werbewert eines Marcel Hirscher, der auf sieben Millionen Euro geschätzt wird, wird Gleirscher aber niemals heran kommen. Auch Mayer, der jetzt bereits bei zwei Spielen Gold erobert hat und Gasser, die auch auf dem amerikanischen Markt ein Star ist, schweben finanziell in anderen Sphären.

Bitter: Wer keine Medaille machte, schaute bei den Olympischen Spielen 2018 komplett durch die Finger.


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(red.)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.