Tragische Unfälle

19. April 2019 16:09; Akt: 19.04.2019 16:48 Print

10 Extremsportler, die für ihre Leidenschaft starben

Drei bekannte Bergsteiger aus Österreich und den USA sind vermutlich ums Leben gekommen. Sie sind nicht die ersten.

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Ein Augenzeuge hielt am 1. Mai 2013 den dramatischen Moment am Himmel über Baumkirchen in Tirol mit der Kamera fest: Verzweifelt drehte Kunstflieger Guido Gehrmann (38) eine Schleife und suchte einen Platz zum Notlanden. Nur Sekunden später verlor er die Kontrolle über seinen Minijet und stürzte ab. Das Kleinflugzeug zerschellte an einem Hügel, Guido Gehrmann starb in den Trümmern. Ursache für den Absturz des Privatpiloten von Red-Bull-Boss Didi Mateschitz war ein Triebwerkschaden. Am 11. November 2009 sollte Ueli Gegenschatz vor 200 Zuschauern vom Sunrise-Tower in Zürich springen. Der bekannte Aerialist wollte eine Red-Bull-Kampagne eröffnen. Kurz nach dem Absprung vom 88 Meter hohen Turm erfasste eine Windböe den Fallschirm von Gegenschatz. Der 38-Jährige kam vom Kurs ab, streifte die Kante eines Nebenhauses und fiel zu Boden. Zwei Tage später erlag er seinen Verletzungen. Ein missglückter Backflip kostete den japanischen Freestyle-Veteranen Eigo Sato am 28. Februar 2013 das Leben. Der 34-Jährige hatte während des Tricks die Kontrolle über seine Maschine verloren und war schwer gestürzt. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, doch die Ärzte konnten ihn nicht retten. Kurz vor seinem tragischen Tod war er bei Masters of Dirt in Wien aufgetreten. Der spanische Basejumper Alvaro Bulto stürzte am 23. August 2013 im Basejump-Paradies Lauterbrunnen (Schweiz) ab. Nach dem Absprung öffnete sich der Fallschirm des Fernsehmoderators nicht, er donnerte gegen die Felswand und konnte nur noch tot geborgen werden. Der 51-Jährige hatte zuvor unter anderem mit einer Liaison mit der Tochter des spanischen Königs Juan Carlos, Infantin Cristina, für Aufregung gesorgt. Im Alter von nur 14 Jahren nahm der Motorrad-Fahrer Toriano Wilson am Red Bull AMA U.S. Rookies Cup in Alton im US-Bundesstaat Virginia teil. In der ersten Runde kam er am 18. August 2008 mit seinem Motorrad zum Sturz und wurde von einer anderen Maschine überfahren. Der berühmte Base-Jumper Waleri Rosow kam am 11. November 2017 beim Sprung vom 6812 Meter hohen Berg Ama Dablam in Nepal ums Leben. Bei der Expedition wollte der 52-Jährige von den höchsten Bergen aller sieben Kontinente mit seinem Fallschirm springen. Rosow hatte 2013 einen Höhen-Weltrekord gebrochen, als er aus einer Höhe von 7220 Metern sprang. Nur drei Jahre später knackte er seinen eigenen Rekord mit einem Sprung aus 7700 Metern Höhe. Bei einem Brückensprung-Wettbewerb in Bosnien-Herzegowina trat im August 2016 auch der slowenische Extremsportler Andrej Beuc an. In einem Livestream war zu sehen, wie der 34-Jährige aus einer Höhe von rund 19,3 Metern ins Wasser sprang, kurz wieder auftauchte und dann versank. Beuc hatte Probleme beim Eintauchen ins Wasser und konnte nur noch tot geborgen werden. Im Kinofilm "Mount St. Elias" sorgte der Extremsportler Peter Ressmann (44) mit seiner spektakulären Skiabfahrt für atemberaubende Szenen. Eine kleine Unachtsamkeit bei einem routinemäßigen Abseilen in den Salzburger Bergen bezahlte der Ski- und Bergführer aus Kitzbühel mit dem Leben. Er stürzte am 28. Mai 2010 25 Meter tief im freien Fall in die Fischbach-Schlucht in Unken im Pinzgau und war sofort tot. Am 26. März 2009 verunglückte die Freeski-Legende Shane McConkey in den Dolomiten (Italien). Der 39-Jährige sprang mit einem Wingsuit in einen 600 Meter tiefen Abgrund, doch nach einem Backflip löste sich der linke Ski nicht. McConkey verlor die Kontrolle, konnte den Schirm nicht öffnen und schlug auf dem Boden auf. Er war sofort tot. Der Freestyle-Snowmobil- und Motocross-Pilot Caleb Moore erlag am 31. Jänner 2013 seinen Verletzungen, die er sich eine Woche zuvor bei einem dramatischen Crash bei den Winter X Games in Aspen zugezogen hatte. Der 25-jährige Texaner hatte sich nach einem missglückten "Backflip" in kritischem Zustand befunden. Der vierfache X-Games-Medaillengewinner war bei dem Unfall mit dem Gesicht im Schnee gelandet, ehe sein Snowmobil mit voller Wucht auf ihn krachte.

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Bei einem Lawinenunglück in Kanada sind vermutlich drei bekannte Bergsteiger aus Österreich und den USA ums Leben gekommen: Hansjörg Auer und David Lama sowie Jess Roskelley – "Heute.at" berichtete.

In den vergangenen Jahren ist es immer wieder zu tödlichen Unfällen von Extremsportlern gekommen. Sie suchten den Adrenalinschub, aber fanden den Tod.

Einige tragische Fälle sehen Sie in der Bildstrecke oben.

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