"Höllenqualen"

10. September 2018 13:38; Akt: 10.09.2018 14:01 Print

Britin stillt Baby während eines Ultra-Marathons

Sophie Power erlitt beim "Ultra-Trail du Mont-Blanc" Höllenqualen. Erst nach 16 Stunden konnte die 36-jährige Britin ihrem Sohn wieder die Brust geben.

Während die Konkurrenten die müden Beine hochlegten, stillte Sophie Power nach 16 Stunden wieder ihren Sohn.  (Bild: picturedesk.com)

Während die Konkurrenten die müden Beine hochlegten, stillte Sophie Power nach 16 Stunden wieder ihren Sohn. (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der "Ultra-Trail du Mont-Blanc" rund um die Mont-Blanc-Gebirgsgruppe ist ein Extrem-Marathon im wahrsten Sinn des Wortes. 172 Kilometer, 10.000 Höhenmeter. Da ist jede Pause eine Wohltat. Doch während ihre ausgelaugten Mitläufer die Ruhestation nutzten, um die Muskeln zu lockern und die Füsse hochzulegen, hatte die Britin Sophie Power ein komplett anderes Programm: Sie stillte ihr drei Monate altes Baby Cormac.

Für gewöhnlich gibt die 36-Jährige ihrem Sohn alle drei Stunden die Brust, dieses Mal musste er sich lange gedulden. Erst nach 16 Stunden, bei Kilometer 80 in Courmayeur, war es so weit. Umgeben von Powers Mitstreitern saugte der hungrige Cormac an der einen Brust, während die Mutter mit der anderen Hand die Milch aus der zweiten Brust abpumpte.

Gegenüber "Runner's World" verriet die Mutter: "Ich habe Höllenqualen erlitten. Zwischendurch habe ich meine Brüste mit der Hand ausgestrichen. Als dann Cormac anlag, war es eine riesige Erleichterung." Das Ziel erreichte Power ebenfalls, nach unfassbaren 43 Stunden und 33 Minuten.

(20 Minuten)


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(20 Minuten)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sebastian K. am 10.09.2018 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Soll das gut sein?

    Klingt für mich nicht sehr lobenswert, wenn ein Marathon vor dem Wohle des Kindes steht. Wir leben einfach in einer total kranken Welt.

    einklappen einklappen
  • ClarkJ am 10.09.2018 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    So. Jetzt weiss man, wie sich ein Kuh fühlt, wenn sie nicht zur Zeit gemolken wird. Ich weiss noch, als meine Brüste fast explodierten und ich Knoten in der Brust hatte. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie schmerzhaft es ist, erst nach sechzehn! Stunden zu stillen oder abzupumpen. Mitleid hab ich keine mit ihr. Weil sie das Rennen wichtiger nimmt als das Baby.

  • Marianne Wiederhofer am 11.09.2018 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Fr.

    3monate nach einer Geburt an einem Ultra Marathon teilzunehmen ist unverantwortlich

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Marianne Wiederhofer am 11.09.2018 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Fr.

    3monate nach einer Geburt an einem Ultra Marathon teilzunehmen ist unverantwortlich

  • pet1722 am 10.09.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    Kranke Welt trifft es voll und ganz

    Muss man seine Umwelt mit sowas belästigen? Gab es keine stille Ecke oder einen extra Raum in der Nähe? Erinnert mich an diverse Vorfälle wo man nur den Kopf schütteln kann, z.B. vermummt von oben bis unten, aber in den Öffis (und einmal sogar im Supermarkt!) blank ziehen ....

  • ClarkJ am 10.09.2018 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    So. Jetzt weiss man, wie sich ein Kuh fühlt, wenn sie nicht zur Zeit gemolken wird. Ich weiss noch, als meine Brüste fast explodierten und ich Knoten in der Brust hatte. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie schmerzhaft es ist, erst nach sechzehn! Stunden zu stillen oder abzupumpen. Mitleid hab ich keine mit ihr. Weil sie das Rennen wichtiger nimmt als das Baby.

  • Ben am 10.09.2018 14:26 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist

    Mutterliebe!! Und Vorbildlich und jeder der hier meckert oder irgendwas negatives zu äußern hat, sollte sich mal in diese Lage bringen und dann nochmal überlegen ob er wirklich einen negativen Kommentar abgibt

  • Sebastian K. am 10.09.2018 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Soll das gut sein?

    Klingt für mich nicht sehr lobenswert, wenn ein Marathon vor dem Wohle des Kindes steht. Wir leben einfach in einer total kranken Welt.

    • Marathon Mutter am 10.09.2018 22:47 Report Diesen Beitrag melden

      Immer wieder schlecht reden ich diese Frauen

      Warum vor dem Wohle des Kindes ? Wurde wahrscheinlich vorübergehend mit abgepumter Milch versorgt. Meine Nachtdienste dauerten auch 12 Stunden und den Kinder hat es nicht geschadet. Zum ersten Komentar es gibt nichts Schöneres als eine Stillende Frau dass ist Natürlich! Alles andere ist unnatürlich. Von Krank nicht die Spur aber ich möchte nicht ihre Gedanken dazu kennen ,wenn sie solch eine Meinung haben und ja es ist an der Zeit dass sich Frauen nicht mehr ihres Körpers schämen.Sonder mit stolz sagen, ja ich bin eine Frau ,ich bin eine Mutter und dass gehört zu meinem momentanen Leben.

    • Sebastian K. am 11.09.2018 13:07 Report Diesen Beitrag melden

      Rabenmutter

      Dann sollten Sie den Kommentar auch richtig interpretieren. Dabei geht es rein darum das Wohl des Kindes hinter einen Marathon zu stellen. Bin selber gerade Vater geworden und halte es für natürlich, man muss es aber nicht in aller Öffentlichkeit machen bzw zeigen. Meine Frau hat es auch immer geschafft die so zu machen, dass nicht gleich der ko0mplette Busen blank lag ;) Aber in aller erster Linie geht es mir um den Fakt dass sie die Breitschaft aufbrachte das Kind über einen so langen Zeitraum ohne der Mutter zu überlassen. Das eine Krankenschwester das anders sieht ist ja klar. ;)

    einklappen einklappen