Höchstleistung am Limit

19. April 2019 17:00; Akt: 19.04.2019 17:22 Print

Diese Red-Bull-Athleten starben bei ihrem Sport

Red Bull steckt jährlich mehrere Millionen in Extremsport-Sponsoring. Das Risiko ist immer mit dabei, diese Sportler haben es nicht überlebt.

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Milliardenkonzern Red Bull ist mit Abstand die wertvollste Marke Österreichs. Rund ein Drittel des jährlichen Umsatzes von knapp über sechs Milliarden Dollar wird in Marketing investiert. Dazu gehört auch das Sport-Sponsoring. Nicht nur in der Formel 1, im Fußball und beim Eishockey ist der Getränkehersteller mittlerweile ein Global Player. Auch die Extremsport-Sparte ist ein wichtiger Teil des Red-Bull-Sponsorings. Im Extremsport ist das Risiko, einen falschen Handgriff oder Schritt zu machen, immer allgegenwärtig. Leider gab es in den letzten Jahren immer wieder Todesfälle in der Red-Bull-Familie zu betrauern. Diese Athleten starben bei ihrem Sport: Valery Rozov (52/RUS) Der berühmte Base-Jumper Valery Rozow kam am 11. November 2017 beim Sprung vom 6812 Meter hohen Berg Ama Dablam in Nepal ums Leben. Bei der Expedition wollte der 52-Jährige von den höchsten Bergen aller sieben Kontinente mit seinem Fallschirm springen. Rozov hatte 2013 einen Höhen-Weltrekord gebrochen, als er aus einer Höhe von 7220 Metern sprang. Nur drei Jahre später knackte er seinen eigenen Rekord mit einem Sprung aus 7700 Metern Höhe. Michel Leusch (33/RSA) Der Stuntpilot verunglückte am 27. August 2016 während einer Flugshow in China. Er verlor die Kontrolle über seine Maschine und stürzte ab. Guido Gehrmann (38/GER) Ein Augenzeuge hielt am 1. Mai 2013 den dramatischen Moment am Himmel über Baumkirchen in Tirol mit der Kamera fest: Verzweifelt drehte Kunstflieger Guido Gehrmann (38) eine Schleife und suchte einen Platz zum Notlanden. Nur Sekunden später verlor er die Kontrolle über seinen Minijet und stürzte ab. Das Kleinflugzeug zerschellte an einem Hügel, Guido Gehrmann starb in den Trümmern. Ursache für den Absturz des Privatpiloten von Red-Bull-Boss Didi Mateschitz war ein Triebwerkschaden. Eigo Sato (34/JPN) Ein missglückter Backflip kostete den japanischen Freestyle-Veteranen Eigo Sato am 28. Februar 2013 das Leben. Der 34-Jährige hatte während des Tricks die Kontrolle über seine Maschine verloren und war schwer gestürzt. Er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, doch die Ärzte konnten ihn nicht retten. Kurz vor seinem tragischen Tod war er bei Masters of Dirt in Wien aufgetreten. Caleb Moore (25/USA) Der Freestyle-Snowmobil- und Motocross-Pilot Caleb Moore erlag am 31. Jänner 2013 seinen Verletzungen, die er sich eine Woche zuvor bei einem dramatischen Crash bei den Winter X Games in Aspen zugezogen hatte. Der 25-jährige Texaner hatte sich nach einem missglückten "Backflip" in kritischem Zustand befunden. Der vierfache X-Games-Medaillengewinner war bei dem Unfall mit dem Gesicht im Schnee gelandet, ehe sein Snowmobil mit voller Wucht auf ihn krachte. Ueli Gegenschatz (38/SUI) Am 11. November 2009 sollte Ueli Gegenschatz vor 200 Zuschauern vom Sunrise-Tower in Zürich springen. Der bekannte Aerialist wollte eine Red-Bull-Kampagne eröffnen. Kurz nach dem Absprung vom 88 Meter hohen Turm erfasste eine Windböe den Fallschirm von Gegenschatz. Der 38-Jährige kam vom Kurs ab, streifte die Kante eines Nebenhauses und fiel zu Boden. Zwei Tage später erlag er seinen Verletzungen. Eli Thompson (36/USA) Der Basejumper starb am 28. August 2009 bei einem Werbedreh in der Schweiz. Shane McConkey (39/CDN) Am 26. März 2009 verunglückte die Freeski-Legende Shane McConkey in den Dolomiten (Italien). Der 39-Jährige sprang mit einem Wingsuit in einen 600 Meter tiefen Abgrund, doch nach einem Backflip löste sich der linke Ski nicht. McConkey verlor die Kontrolle, konnte den Schirm nicht öffnen und schlug auf dem Boden auf. Er war sofort tot. Toriano Wilson (14/BMU) Im Alter von nur 14 Jahren nahm der Motorrad-Fahrer Toriano Wilson am Red Bull AMA U.S. Rookies Cup in Alton im US-Bundesstaat Virginia teil. In der ersten Runde kam er am 18. August 2008 mit seinem Motorrad zum Sturz und wurde von einer anderen Maschine überfahren. David Lama (28/AUT), Extrem-Kletterer und Tiroler, ist am 17. April 2019 in Kanada von einer Lawine verschüttet worden. Wenige Tage später wurde seine Leiche gemeinsam mit seinen ebenfalls verstorbenen Kollegen Hansjörg Auer und Jess Rosskelley am Howse Peak geborgen.

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Milliardenkonzern Red Bull ist mit Abstand die wertvollste Marke Österreichs. Rund ein Drittel des jährlichen Umsatzes von knapp über sechs Milliarden Dollar wird in Marketing investiert.

Dazu gehört auch das Sport-Sponsoring. Nicht nur in der Formel 1, im Fußball und beim Eishockey ist der Getränkehersteller mittlerweile ein Global Player. Auch die Extremsport-Sparte ist ein wichtiger Teil des Red-Bull-Sponsorings.

Mit David Lama ist am Donnerstag in Kanada ein von Red Bull geförderter Athlet von einer Lawine verschüttet worden. Der Tiroler Extrem-Kletterer ist dabei sehr wahrscheinlich ums Leben gekommen - eine Bestätigung gibt es allerdings noch nicht.

Im Extremsport gehört das Risiko zum täglichen Business. Lama ist nicht der erste Red-Bull-Sportler, der seine außergewöhnliche Leidenschaft mit dem Leben bezahlen musste.

In der Diashow oberhalb findet ihr einen traurigen Überblick über die verstorbenen Red-Bull-Sportler.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der/Puuuu am 19.04.2019 22:58 Report Diesen Beitrag melden

    Red Bull

    Wie viele Menschen sind bis jetzt an völlig sinnentleerten Selfies gestorben? Oder im Jahr 2017 285 Menschen beim Skifahren im Alpenraum........... Diese Menschen wußten um das Risiko Red Bull hat Sie gesponsert und nicht getötet.

  • Gewinnt am 19.04.2019 23:49 Report Diesen Beitrag melden

    Genauigkeit

    Weder Sato noch Moore waren Red Bull Athleten ...

  • Ernst am 20.04.2019 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freiheit

    sie lebten ihren Traum !! schön daß dies noch erlaubt ist ......noch dazu unterstütz werden kann ...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Gnthers am 20.04.2019 07:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mann

    Was hat RedBull mit diesen verrückten zu tun!

  • Ernst am 20.04.2019 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freiheit

    sie lebten ihren Traum !! schön daß dies noch erlaubt ist ......noch dazu unterstütz werden kann ...

  • Gewinnt am 19.04.2019 23:49 Report Diesen Beitrag melden

    Genauigkeit

    Weder Sato noch Moore waren Red Bull Athleten ...

  • Der/Puuuu am 19.04.2019 22:58 Report Diesen Beitrag melden

    Red Bull

    Wie viele Menschen sind bis jetzt an völlig sinnentleerten Selfies gestorben? Oder im Jahr 2017 285 Menschen beim Skifahren im Alpenraum........... Diese Menschen wußten um das Risiko Red Bull hat Sie gesponsert und nicht getötet.