Operation Aderlass

15. Mai 2019 11:50; Akt: 15.05.2019 11:52 Print

Doping-Skandal: Vier neue Namen aufgetaucht

Vier Radfahrer wurden vom Weltverband bei Doping-Regelverstößen erwischt. Die entscheidenden Informationen gab's von den österreichischen Behörden.

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Österreichs Wintersport kommt nicht zur Ruhe. Im Rahmen der nordischen Ski-WM in Seefeld kam es zu einem Doping-Skandal. Nicht der erste in der jüngeren ÖSV-Geschichte. Ein Überblick in Bildern. Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City werden in einem ÖSV-Langlauf-Quartier Geräte für Bluttransfusionen gefunden. Sportdirektor Walter Mayer wird bis 2010 von Olympia ausgeschlossen. führen, im Zuge der Olympischen Winterspiele in Turin, italienische Carabinieri in den Quartieren der Biathleten und Langläufer Doping-Razzien durch. Pikant: Der eigentlich gesperrte Walter Mayer ist vor Ort. Wolfgang Rottmann (l.), Wolfgang Perner, Martin Tauber, Jürgen Pinter und Johannes Eder werden in der Folge lebenslänglich für Olympia gesperrt. wird Langlauf-Olympiasieger Christian Hoffmann wegen Anwendung einer verbotenen Methode für zwei Jahre gesperrt. Er beendet daraufhin seine Karriere. Später wurde ihm die Beteiligung am Besitz und Betrieb einer Blutzentrifuge vorgeworfen. wird bei Langläufer Johannes Dürr, bei einer Trainingskontrolle in Österreich vor dem olympischen 50-km-Rennen, EPO nachgewiesen. Er ist geständig und wird nicht nur aus dem ÖOC-Team, sondern auch aus dem ÖSV ausgeschlossen. ÖSV-Langläufer Harald Wurm wird für vier Jahre gesperrt. Der Tiroler habe gegen diverse Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen, so habe er unter anderem auch die von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verbotene Substanz Kobalt besessen und verwendet. Weiters habe er "intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden" angewandt. Bei einer Doping-Razzia während der Nordischen Ski-WM in Seefeld gab es insgesamt neun Festnahmen. Unter den des Dopings verdächtigten Sportlern sind auch die ÖSV-Langläufer Dominik Baldauf und Max Hauke. Die Ermittlungen laufen.

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Die "Operation Aderlass" bringt weitere Erkenntnisse. Nicht nur im Langlaufsport soll in großem Stil Blutdoping betrieben worden sein, auch der Radsport soll betroffen sein. Nun sind vier neue Namen aufgetaucht.

Der Verdacht richtet sich gegen vier Radler, der Radsport-Weltverband UCI hat die Ex-Profis Alessandro Petacchi (ITA) und Borut Bozic (SLO) sowie die aktuellen Fahrer Kristijan Durasek (CRO) und Kristijan Koran (SLO) bei möglichen Regelverstößen erwischt.

Die aktiven Fahrer wurden vorläufig suspendiert. Die UCI erhielt die Informationen von den österreichischen Behörden. Bei der Operation Aderlass wurden die Langläufer Max Hauke und Dominik Baldauf im Vorfeld der nordischen WM in Seefeld beim Blutdoping erwischt, sie sollen von Mark S. aus Deutschland betreut worden sein.

Auch die Radfahrer Stefan Denifl und Georg Preidler sind in den Doping-Skandal involviert.

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