Kontrolleure genarrt

20. Mai 2019 17:24; Akt: 20.05.2019 17:24 Print

Ex-NBA-Star absolvierte Dopingtest mit Fake-Penis

Brisantes Geständnis von Lamar Odom. Der Ex-NBA-Star gestand, bei einer Dopingkontrolle geschummelt zu haben. Seine Begründung ist kurios.

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Wer dopt, und warum? Die Ausreden reichen von kurios bis absurd. "Heute" hat eine Auswahl der besten Begründungen. Der aktuelle Spring-Weltmeister wurde bereits einmal mit einem erhöhten Testosteronwert getestet. Er meinte: "Ein Betreuer hat mich mit einer Salbe eingerieben. Er hatte vorher Ärger mit mir und wollte mir Probleme machen." "Der Asthma-Inhalator meiner Mama ist explodiert. Vor Schreck hab ich 'huch' gesagt und wohl versehentlich etwas inhaliert", gestand die deutsche Mountainbikerin 2007. "Ich habe nach einem Einbruch zu viel Whiskey getrunken", ist die Sauf-Ausrede des ehemaligen Tour-Siegers. Dem Rad-Profi wurde auf der Tour nach einem Sturz Fremdblut-Doping durch eine Bluttransfusion nachgewiesen. "Die Sturzverletzungen haben die Blutembolie ausgelöst", glaubt er. "Mit ist das Krebsmittel meiner Mutter in das Essen gefallen", erklärt der Tennis-Profi. Sie wurde zwei Monate gesperrt. Tyler Hamilton: Für Blutdoping hatte der Radprofi eine schlüssige Erklärung: "Ich bin ein Mischwesen, die fremden Zellen in meinem Körper werden von den Stammzellen meines vor der Geburt gestorbenen Zwillingsbruders produziert." Der Rumänien-Kicker griff zu Kokain - mit gutem Grund: "Ich hatte den Wunsch, meine sexuellen Leistungen zu verbessern." Später wurde er ein weiteres Mal des Dopings überführt: "Das liegt an einem Abführmittel. Ich wusste nicht, dass es verbotene Substanzen enthält." "Jemand hat mir die Substanz in die Zahnpasta gemischt", erklärte der deutsche Leichtathlet, nachdem er 1999 positiv auf Nandrolon getestet wurde. Norwegens Langlauf-Olympiasiegerin wurde auf das Steroid Clostebol getestet. Nach Angeben des Verbands war eine Sonnencreme schuld, die von der siebenfachen Weltmeisterin zur Behandlung eines Sonnenbrandes auf der Lippe verwendet wurde. "Ich habe Caramel-Bonbons eingenommen, die ich aus Südamerika mitgenommen habe", erklärte der Rad-Profi den Kokain-Nachweis. (l.): "Meine Schwiegermutter hatte mir einen Tee zur Stärkung der Potenz empfohlen", meinte der Rad-Profi. Der französische Judoka hat nach eigenen Angaben nie gedopt - und trotzdem einen erhöhten Nadrolonwert. "Ich bin Moslem und halte mich strikt an die Regeln, die Drogen als Todsünde ansehen - also auch Doping." Argentiniens Kicker-Ikone und Weltmeister von 1986 wurde 1994 des Dopings mit Ephedrin überführt. "Ich habe nur ein Mittel gegen meine Erkältung genommen." Die Tennis-Ikone aus der Schweiz wurde mit Kokain erwischt und meinte: "Jemand hat es mir in den Fruchtsaft getan." Der Sprinter erklärte seinen erhöhten Nandrolonwert so: "Ich habe nicht gedopt, nur Avocados gegessen." "Irgendwer hat mir in der Disko zwei Pillen angedreht. Keine Ahnung, was da drin war, aber ich habe sie halt in meiner Dummheit geschluckt." Problem für den Ex-Radprofi: es waren Amphetamine!

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Lamar Odom kann auf eine starke NBA-Karriere zurückblicken. Der Power-Foreward spielte von 1999 bis 2013 für Teams wie die Los Angeles Lakers, Dallas Mavericks und Miami Heat – und er wurde in das US-Nationalteam für die Olympischen Spiele einberufen. Ein Karriere-Höhepunkt, der aber auch zu den schlimmsten Momenten seines Lebens führte, wie der 39-Jährige nun gestand.

"Es war die größte Ehre in meiner Karriere", schreibt Odom in seiner Autobiografie "Darkness to Light" über die Einberufung in das Nationalteam. Dann aber die Angst – denn er erfuhr, dass er vor Olympia einen Dopingtest zu bestehen habe. "Es bestand keine Chance, den Test zu bestehen. In dem Sommer habe ich jeden Tag Gras geraucht", berichtet Odom über die Schreckensnachricht.

Doch schnell wurde ein Plan ausgearbeitet, wie er sich durch die Kontrolle mogeln sollte – mit Hilfe seines Trainers. "Wir haben nach Fake-Penissen gegoogelt und uns über verschiedene Möglichkeiten informiert, wie man Drogentests austricksen kann. Nach einer ausgiebigen Suche haben wir einen riesigen schwarzen Gummi-Penis bestellt, der am nächsten Tag geliefert wurde."

Kurz darauf kam der Moment des Dopingtests. Odoms drogenfreier Trainer urinierte "in das Reservoir des Phallus, das in den Eiern versteckt war." Über die Momente danach berichtet der Basketball-Star: "Mein Coach gab mir den Gummipenis und verließ das Badezimmer, während ich mir das Teil umschnallte." Dann betrat der Kontrolleur das Zimmer und sah dabei zu, wie der damalige Profisportler den Urin aus der Prothese drückte.

Odom erlebte bange Momente. "Ich war sicher, dass es nicht klappt", gesteht er heute. Doch entgegen seiner Erwartungen gab es keine Probleme. "Der Dopingjäger steckte ein Thermometer in den Behälter, überzeugt davon, dass das mein Pipi war, und sagte: 'Willkommen im Team USA.'"


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(red)

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