Sportminister stellt klar

11. März 2019 15:34; Akt: 11.03.2019 15:34 Print

Strache: "Österreich ist sicher kein Dopingland"

Die "Operation Aderlass" und ihre Folgen. Sportminister Heinz-Christian Strache lobt das Vorgehen der Ermittler. Schärfere Strafen hält er nicht für nötig.

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Österreichs Wintersport kommt nicht zur Ruhe. Im Rahmen der nordischen Ski-WM in Seefeld kam es zu einem Doping-Skandal. Nicht der erste in der jüngeren ÖSV-Geschichte. Ein Überblick in Bildern. Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City werden in einem ÖSV-Langlauf-Quartier Geräte für Bluttransfusionen gefunden. Sportdirektor Walter Mayer wird bis 2010 von Olympia ausgeschlossen. führen, im Zuge der Olympischen Winterspiele in Turin, italienische Carabinieri in den Quartieren der Biathleten und Langläufer Doping-Razzien durch. Pikant: Der eigentlich gesperrte Walter Mayer ist vor Ort. Wolfgang Rottmann (l.), Wolfgang Perner, Martin Tauber, Jürgen Pinter und Johannes Eder werden in der Folge lebenslänglich für Olympia gesperrt. wird Langlauf-Olympiasieger Christian Hoffmann wegen Anwendung einer verbotenen Methode für zwei Jahre gesperrt. Er beendet daraufhin seine Karriere. Später wurde ihm die Beteiligung am Besitz und Betrieb einer Blutzentrifuge vorgeworfen. wird bei Langläufer Johannes Dürr, bei einer Trainingskontrolle in Österreich vor dem olympischen 50-km-Rennen, EPO nachgewiesen. Er ist geständig und wird nicht nur aus dem ÖOC-Team, sondern auch aus dem ÖSV ausgeschlossen. ÖSV-Langläufer Harald Wurm wird für vier Jahre gesperrt. Der Tiroler habe gegen diverse Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen, so habe er unter anderem auch die von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verbotene Substanz Kobalt besessen und verwendet. Weiters habe er "intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden" angewandt. Bei einer Doping-Razzia während der Nordischen Ski-WM in Seefeld gab es insgesamt neun Festnahmen. Unter den des Dopings verdächtigten Sportlern sind auch die ÖSV-Langläufer Dominik Baldauf und Max Hauke. Die Ermittlungen laufen.

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Vor zwei Wochen ließ ein Doping-Erdbeben die Sport-Welt erzittern. Ermittler sprengten bei Zugriffen in Seefeld und Erfurt (D) ein internationales Netzwerk, das sich auf Eigenblut-Doping spezialisiert hatte. Der deutsche Mediziner Mark Schmidt wurde als mutmaßlicher "Banden-Kopf" geschnappt.

Die ÖSV-Langläufer Johannes Dürr, Max Hauke und Dominik Baldauf sowie das Rad-Duo Georg Preidler und Stefan Denifl sollen zu den Kunden des Arztes gezählt haben. Sie alle haben Geständnisse abgelegt, ihnen drohen Sperren und Haftstrafen. In den nächsten Tagen könnten weitere Namen ans Tageslicht kommen.

Weitere Fälle sehr wahrscheinlich

"Ich gehe davon aus, dass es vornehmlich internationale, aber möglicherweise auch noch nationale weitere Fälle geben wird", erklärte NADA-Chef Michael Cepic am Montag.

Trotz der Häufung an überführten Tätern versichert Sportminister Heinz-Christian Strache, dass "Österreich kein Dopingland" sei. Es dürfe nicht sein, dass "Einzelfälle einen Schatten auf die überwiegende Mehrheit der ehrlichen Sportlerinnen und Sportler werfen. Vielmehr sind wir ein Vorbild, wenn es um die Bekämpfung von Doping geht." Vor allem die Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und der NADA sei ideal.

Österreich habe eines der strengsten Anti-Doping-Gesetze der Welt. "Es ist kein Kavaliersdelikt", stellt Strache klar. "Bei Doping geht es immer auch um Geld, also Betrug." Im Extremfall sind daher Haftstrafen bis zu zehn Jahren möglich.

Eines der Hauptprobleme: Mit dem Thema Doping wird von Nation zu Nation unterschiedlich umgegangen. "Es gibt sogar in Europa Länder ohne nationale Anti-Doping-Agentur, Spanien zum Beispiel", sagt Strache.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Francis Lane am 11.03.2019 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    einzelfälle

    sind Einzelfälle eigentlich in letzter Zeit im Trend oder wieso tritt dieses Phänomen in letzter Zeit so häufig bei jedem Thema auf? Alles nur mehr Einzelfälle....... schon sehr sehr komisch

    einklappen einklappen
  • Shabeskeer am 12.03.2019 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Nein sicher nicht aber der mafia Staat die sich mit höheren Beamten an 4-7 jährige vergehen der älteste war 78

  • Shabeskeer am 12.03.2019 07:25 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Kira gruenberg haben diverse ja angekündigt genauso wie Alois Huber, Franz Fuchs, unterweger, auch die veranstalter von kampusch

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Shabeskeer am 12.03.2019 07:25 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Kira gruenberg haben diverse ja angekündigt genauso wie Alois Huber, Franz Fuchs, unterweger, auch die veranstalter von kampusch

  • Shabeskeer am 12.03.2019 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Shabeskeer

    Nein sicher nicht aber der mafia Staat die sich mit höheren Beamten an 4-7 jährige vergehen der älteste war 78

  • Francis Lane am 11.03.2019 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    einzelfälle

    sind Einzelfälle eigentlich in letzter Zeit im Trend oder wieso tritt dieses Phänomen in letzter Zeit so häufig bei jedem Thema auf? Alles nur mehr Einzelfälle....... schon sehr sehr komisch

    • Wisdom am 11.03.2019 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Francis Lane

      Du hörst Einzelfall und beschwerst dich, dass aber unter den über 50 ÖSV Sportlern nur 2 lustige dabei sind die gedopet haben geht wohl über deine Kenntnis hinaus....aber hauptsache eine negative Meldug abgeben SMART!

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