Lob für Tennis-Star

10. Juni 2019 12:36; Akt: 10.06.2019 12:48 Print

Thiem-Manager: "Er kann der neue Nadal werden"

Trotz Final-Niederlage gegen Rafael Nadal kann Dominic Thiem stolz auf seine Leistung sein. Sein Manager Herwig Straka lobt ihn in höchsten Tönen.

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Wir blicken in unserer großen Diashow auf die Karriere von Dominic Thiem - Klicken Sie sich durch! Dominic Thiem wurde am 3. September 1993 in Wiener Neustadt geboren. Bild: 2006 beim Generali Bambini Cup Er wuchs in Lichtenwörth auf, einer kleinen Gemeinde 50 Kilometer südlich von Wien. Bild: 2010 Austrian Open in Kitzbühel. Im Alter von sechs Jahren begann Thiem mit dem Tennisspielen. Schon in der Volksschule trainierte er täglich mehrere Stunden. Seine späteren Erfolge sind kein Zufallsprodukt. Bild: 2010 Australian Open Junioren Eine hartnäckige Darmerkrankung hätte Thiem fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Später brach er die Schule ab, um sich ganz auf den Sport konzentrieren zu können. Bild: 2010 Bank Austria Tennis Trophy 2011 gelang ihm der Finaleinzug beim Juniorenwettbewerb der French Open. Das Endspiel verlor er gegen den US-Amerikaner Björn Fratangelo. 2011 schlug der 18-jährige Thiem in Wien Tennis-Legende Thomas Muster in dessen Abschiedsmatch. In der zweiten Runde unterlag er dem Belgier Steve Darcis. In seinem ersten Profijahr 2012 gewann Thiem ITF-Future-Turniere in Tschechien und Marokko. Autogrammjäger hatten Thiem damals schon auf dem Radar. Thiem ist nicht nur im Tennis begabt. An ihm ist ein Fußball-Talent verloren gegangen. Thiem hat auch einen Lieblingsklub. Sein Herz schlägt für den FC Chelsea. Auf diesem Bild ist er 2013 im Pulli mit dem Chelsea-Logo zu sehen. Probleme mit den Weisheitszähnen vermiesten Thiem den Start ins Jahr 2013. Er verpasste das Davis-Cup-Match gegen Kasachstan. Erst im März feierte er sein Comeback und siegte beim Future-Turnier in Kroatien. Thiem besiegte in Kitzbühel Jürgen Melzer und erreichte das Viertelfinale. Dort war gegen Albert Montañés Endstation. Anschließend feierte er seinen ITF-Turniersieg in Este und den Finaleinzug beim Challenger-Turnier in Como. Erstmals gelang ihm der Sprung unter die Top 200 der Welt. Sein Trainer Günter Bresnik war dabei immer an der Seite des Youngsters. 2014 gelang der Durchbruch. Als Qualifikant erreichte Thiem bei den Australian Open die zweite Runde, landete kurz danach in den Top 100. Anschließend folgte in Kitz das erste Finale bei einem ATP-Turnier und bei den US Open das Achtelfinale. In Nizza gewann Thiem 2015 seinen ersten Titel auf der Tour. In Umag ließ er im Juli gleich den zweiten folgen. Ein neuer Look musste her. Der blonde Thiem kletterte die ATP-Weltrangliste empor. 2016 besiegte er in Buenos Aires Rafael Nadal, stieg in die Top 15 der Welt auf. Gegen den Deutschen Alexander Zverev verteidigte er 2016 in Nizza seinen Titel. Ein Duell, das Thiem wohl noch lange begleiten wird. Die beiden gelten als die größten Talente ihrer Generation. Die blonden Haare waren da schon wieder Geschichte. Im Zebra-Outfit stürmte Thiem 2016 ins Halbfinale der French Open, verpasste gegen Novak Djokovic den Finaleinzug. Thiem stieg zur Nummer 7 der Welt auf. Gleich danach besiegte er im Stuttgart-Halbfinale Tennis-Legende Roger Federer, schlug im Finale Philipp Kohlschreiber und gewann als erster Österreicher einen Titel auf Rasen. 2016 erreichte Thiem zum ersten Mal die World Tour Finals. Er schlug Monfils, verlor gegen Djokovic und Raonic. 2017 sicherte sich Thiem in Rio de Janeiro seinen achten Titel. In Paris und Rom erreichte er jeweils das Halbfinale, in Madrid und Barcelona das Finale - beide Male schlug ihn ein Nadal in Überform. Trotz eines Durchhängers gegen Saisonende rückte Thiem auf Rang vier der ATP-Weltrangliste vor und qualifizierte sich souverän für das ATP-Saisonfinale. Im November kam heraus, dass Thiem mit Tennis-Kollegin Kristina Mladenovic zusammen ist. Beflügelt von der Liebe startete Thiem stark ins Jahr 2018. In Buenos Aires holte er im Februar den ersten Turniersieg. Auch in Lyon schnappte sich Thiem den Titel. Beide Male triumphierte er auf seinem Lieblingsbelag Sand. In Madrid scheiterte Thiem erst im Finale an Alex Zverev. Dann die French Open. Thiem kämpfte sich bis ins Finale des Grand-Slam-Turniers durch. Da war aber Endstation gegen Rafael Nadal. Bei den US Open stand Thiem als erster Österreicher im Viertelfinale. Dann wieder das Aus gegen Nadal, aber der Österreicher gab sich erst nach einem spannenden Fünfsatz-Krimi über 4:49 Stunden geschlagen. "Mein erstes episches Match", meinte er nach der Partie. Am 23. September erreichte Thiem einen weiteren Meilenstein. In St. Petersburg gewann der Niederösterreicher seinen ersten Titel in der Halle. Bei den Masters-1000 in Paris-Bercy stieß Thiem ins Halbfinale vor, dort musste er sich Karen Khachanov geschlagen geben. Das reichte aber für die Qualifikation für die ATP-Finals 2018 in London.

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Mit seinen 25 Jahren hat Dominic Thiem schon vier Semifinali en suite und zwei Endspiele bei den French Open in Roland Garros auf seinem Konto.

Sein neuer Manager Herwig Straka resümiert durchaus positiv, auch wenn der erste Grand-Slam-Titel seinem Schützling noch fehlt.

Thiem nun reifer

"Das war alles andere als ein normales Turnier für ihn. Er hat abseits des Courts und am Court viel erlebt, was es sonst normalerweise nicht gibt", sagt Straka über die letzten zwei Wochen. "Es waren Bedingungen, die einen mental starken Spieler gefordert haben und das hat er, glaube ich, bewiesen. Es ist ein toller Weg, den er jetzt gegangen ist und es zeigt auch, dass er als Persönlichkeit reifer geworden ist. Das war in den letzten Wochen und Monaten schon zu bemerken", erklärte der 53-jährige Steirer.

Vor dem Halbfinale hatte ein Journalist aus Italien Novak Djokovic bei der Pressekonferenz gefragt, ob Dominic Thiem ein neuer Andy Murray werden kann, der die "Großen Vier" ergänzt. Für Straka ist klar: "Ich glaube, er kann mehr werden als der neue Andy Murray. Er kann der neue Nadal, Federer, Djokovic der neuen Generation werden, die zehn Jahre jünger sind."

Muster: "Viel besser, als ich es jemals war"

Auch die ehemalige Nummer eins Thomas Muster streute Thiem Rosen: "Vom Tennis her ist er in diesem Alter viel besser als ich es jemals war. In meine Fußstapfen ist er schon lange getreten, Hut ab vor dieser Karriere, der Rest kann kommen. Ich bin überzeugt, dass er Nummer 1 werden wird."

Roger Federer und Rafael Nadal werden nicht mehr so lange spielen, dann wäre der Weg für den Niederösterreicher frei. Dennoch hofft Thiem, dass der Spanier noch ein bisschen weitermacht: "Ich wünsche mir auf keinen Fall, dass er aufhört. Aber für mich wäre es auch genauso viel wert, wenn ich vielleicht irgendwann einmal das Turnier hier gewinne, ohne ihn zu schlagen", so Österreichs Nummer eins.

In Wimbledon und New York warten noch zwei Grand-Slam-Turniere in diesem Jahr. "Das Einzige, woran ich denke, ist, dass ich jetzt richtig weiterarbeite. Ich denke, dass ich auf einem guten Weg bin. Ich will auch in Wimbledon und in New York gut spielen und mich nicht zu sehr auf die French Open festlegen", betont der 25-Jährige.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Onkel Poldi am 10.06.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur mit Uhr

    Dazu braucht er aber zuerst eine Uhr....

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Onkel Poldi am 10.06.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur mit Uhr

    Dazu braucht er aber zuerst eine Uhr....

    • mikula am 10.06.2019 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Onkel Poldi

      Thiem kann mehr werden als der neue Andy Murray. Er kann der neue Nadal, Federer, Djokovic ... 2030 jahr

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