Kritik am Veranstalter

16. Mai 2019 15:11; Akt: 16.05.2019 16:06 Print

Thiem stinksauer: "Rom eine bodenlose Frechheit!"

Dominic Thiem ist nach dem frühen Aus in Rom wütend. Die Nummer vier der Tennis-Welt kritisiert die Veranstalter des Turniers scharf.

Bildstrecke im Grossformat »
Wir blicken in unserer großen Diashow auf die Karriere von Dominic Thiem - Klicken Sie sich durch! Dominic Thiem wurde am 3. September 1993 in Wiener Neustadt geboren. Bild: 2006 beim Generali Bambini Cup Er wuchs in Lichtenwörth auf, einer kleinen Gemeinde 50 Kilometer südlich von Wien. Bild: 2010 Austrian Open in Kitzbühel. Im Alter von sechs Jahren begann Thiem mit dem Tennisspielen. Schon in der Volksschule trainierte er täglich mehrere Stunden. Seine späteren Erfolge sind kein Zufallsprodukt. Bild: 2010 Australian Open Junioren Eine hartnäckige Darmerkrankung hätte Thiem fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Später brach er die Schule ab, um sich ganz auf den Sport konzentrieren zu können. Bild: 2010 Bank Austria Tennis Trophy 2011 gelang ihm der Finaleinzug beim Juniorenwettbewerb der French Open. Das Endspiel verlor er gegen den US-Amerikaner Björn Fratangelo. 2011 schlug der 18-jährige Thiem in Wien Tennis-Legende Thomas Muster in dessen Abschiedsmatch. In der zweiten Runde unterlag er dem Belgier Steve Darcis. In seinem ersten Profijahr 2012 gewann Thiem ITF-Future-Turniere in Tschechien und Marokko. Autogrammjäger hatten Thiem damals schon auf dem Radar. Thiem ist nicht nur im Tennis begabt. An ihm ist ein Fußball-Talent verloren gegangen. Thiem hat auch einen Lieblingsklub. Sein Herz schlägt für den FC Chelsea. Auf diesem Bild ist er 2013 im Pulli mit dem Chelsea-Logo zu sehen. Probleme mit den Weisheitszähnen vermiesten Thiem den Start ins Jahr 2013. Er verpasste das Davis-Cup-Match gegen Kasachstan. Erst im März feierte er sein Comeback und siegte beim Future-Turnier in Kroatien. Thiem besiegte in Kitzbühel Jürgen Melzer und erreichte das Viertelfinale. Dort war gegen Albert Montañés Endstation. Anschließend feierte er seinen ITF-Turniersieg in Este und den Finaleinzug beim Challenger-Turnier in Como. Erstmals gelang ihm der Sprung unter die Top 200 der Welt. Sein Trainer Günter Bresnik war dabei immer an der Seite des Youngsters. 2014 gelang der Durchbruch. Als Qualifikant erreichte Thiem bei den Australian Open die zweite Runde, landete kurz danach in den Top 100. Anschließend folgte in Kitz das erste Finale bei einem ATP-Turnier und bei den US Open das Achtelfinale. In Nizza gewann Thiem 2015 seinen ersten Titel auf der Tour. In Umag ließ er im Juli gleich den zweiten folgen. Ein neuer Look musste her. Der blonde Thiem kletterte die ATP-Weltrangliste empor. 2016 besiegte er in Buenos Aires Rafael Nadal, stieg in die Top 15 der Welt auf. Gegen den Deutschen Alexander Zverev verteidigte er 2016 in Nizza seinen Titel. Ein Duell, das Thiem wohl noch lange begleiten wird. Die beiden gelten als die größten Talente ihrer Generation. Die blonden Haare waren da schon wieder Geschichte. Im Zebra-Outfit stürmte Thiem 2016 ins Halbfinale der French Open, verpasste gegen Novak Djokovic den Finaleinzug. Thiem stieg zur Nummer 7 der Welt auf. Gleich danach besiegte er im Stuttgart-Halbfinale Tennis-Legende Roger Federer, schlug im Finale Philipp Kohlschreiber und gewann als erster Österreicher einen Titel auf Rasen. 2016 erreichte Thiem zum ersten Mal die World Tour Finals. Er schlug Monfils, verlor gegen Djokovic und Raonic. 2017 sicherte sich Thiem in Rio de Janeiro seinen achten Titel. In Paris und Rom erreichte er jeweils das Halbfinale, in Madrid und Barcelona das Finale - beide Male schlug ihn ein Nadal in Überform. Trotz eines Durchhängers gegen Saisonende rückte Thiem auf Rang vier der ATP-Weltrangliste vor und qualifizierte sich souverän für das ATP-Saisonfinale. Im November kam heraus, dass Thiem mit Tennis-Kollegin Kristina Mladenovic zusammen ist. Beflügelt von der Liebe startete Thiem stark ins Jahr 2018. In Buenos Aires holte er im Februar den ersten Turniersieg. Auch in Lyon schnappte sich Thiem den Titel. Beide Male triumphierte er auf seinem Lieblingsbelag Sand. In Madrid scheiterte Thiem erst im Finale an Alex Zverev. Dann die French Open. Thiem kämpfte sich bis ins Finale des Grand-Slam-Turniers durch. Da war aber Endstation gegen Rafael Nadal. Bei den US Open stand Thiem als erster Österreicher im Viertelfinale. Dann wieder das Aus gegen Nadal, aber der Österreicher gab sich erst nach einem spannenden Fünfsatz-Krimi über 4:49 Stunden geschlagen. "Mein erstes episches Match", meinte er nach der Partie. Am 23. September erreichte Thiem einen weiteren Meilenstein. In St. Petersburg gewann der Niederösterreicher seinen ersten Titel in der Halle. Bei den Masters-1000 in Paris-Bercy stieß Thiem ins Halbfinale vor, dort musste er sich Karen Khachanov geschlagen geben. Das reichte aber für die Qualifikation für die ATP-Finals 2018 in London.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Dominic Thiem platzte nach seinem frühen Aus beim ATP-Turnier in Rom der Kragen. Österreichs Nummer eins kritisierte die Organisatoren scharf und spricht sogar von einer "bodenlosen Frechheit!"

"Ich bin sehr schwer verärgert, weil mir taugt es einfach nicht, wie mit uns Spielern bei dem Turnier umgegangen wird. Gestern war für mich eine bodenlose Frechheit, weil es hat jeder Spieler und jedes Wetter-Radar gewusst, dass es gestern unmöglich war, auch nur einen Tennisball zu spielen", motzt Thiem, der am Mittwoch ewig lange warten musste, nur um dann doch nicht zu spielen.

"Das ist für mich extrem schlecht organisiert. Ich war irgendwann spät im Bett und mich dann um 10.00 Uhr auf den Platz zu holen ist auch witzlos", so Thiem weiter.

"Nicht würdig für 1000er-Turnier"

Die Organisatoren bekommen die volle Wut der Nummer vier der Welt zu spüren: "Ich musste dann am Montag so viele Dinge fürs Turnier machen, was mich auch nicht stört und dazu gehört, aber dass ich dann nicht mehr als eine Stunde allein am Trainingsplatz kriege, weil sie einfach nicht genug haben da, ist nicht professionell und eines 1000er-Turniers nicht würdig."

Das Aus gegen Fernando Verdasco nimmt er auf seine Kappe: "Es war kein gutes Match von Anfang an. Es hat der gewisse Punch in meinen Schlägen gefehlt, ich habe zu viel herumgesudert, ich war unzufrieden mit allem Möglichen eigentlich."

Somit geht es für Thiem mit einem Dämpfer weiter zu den French Open, wo er zum Favoritenkreis zählt.


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(pip)

Themen
Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gunti eli am 16.05.2019 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Der arme, meine Gedanken sind bei ihn

    Huch, er hat spät schlafen gehen müssen und früh aufstehen (10 Uhr am Platz), um gottes Willen. Um diese Zeit sind schon viele nicht Nummer 1 Österreicher wieder müde. Haben seine Kollegen nicht so früh aufstehen müssen? Eine Runde Mitleid in den Raum geworfen.

    einklappen einklappen
  • Hase am 17.05.2019 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Alle anderen top Spieler haben das weggesteckt und haben zwei spiele an einem Tag gewonnen! Gehört halt zum Geschäft dazu...muss er halt noch alles lernen...

  • Arthur Schmid am 16.05.2019 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    Hr

    Lieber Dominic. Das hast du alles nicht nötig. Deine Zeit kommt noch. Ein Mentaltrainer wäre für Dich keine schlechte Idee. Ich bin überzeugt du schaffst eines Tages die Nr. 1. Gottseidank hast Du dich von Bresnik getrennt. Er ist bestimmt eine super Manager der Dich weit gebracht hat. Aber Trainer ist er wirklich keiner. Roger hat auch gegen Dich verloren und hat Dir doch zum gute Spiel gratuliert. Bestimmt hat Ihn die Niederlage auch gewurmt, aber er ist eben reif genug das wegzustecken. Es dauert nicht mehr lange dann kannst Du das auch. Ich glaube Du schaffst es bald. Sei relaxt, lg asa

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hase am 17.05.2019 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Alle anderen top Spieler haben das weggesteckt und haben zwei spiele an einem Tag gewonnen! Gehört halt zum Geschäft dazu...muss er halt noch alles lernen...

  • Arthur Schmid am 16.05.2019 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    Hr

    Lieber Dominic. Das hast du alles nicht nötig. Deine Zeit kommt noch. Ein Mentaltrainer wäre für Dich keine schlechte Idee. Ich bin überzeugt du schaffst eines Tages die Nr. 1. Gottseidank hast Du dich von Bresnik getrennt. Er ist bestimmt eine super Manager der Dich weit gebracht hat. Aber Trainer ist er wirklich keiner. Roger hat auch gegen Dich verloren und hat Dir doch zum gute Spiel gratuliert. Bestimmt hat Ihn die Niederlage auch gewurmt, aber er ist eben reif genug das wegzustecken. Es dauert nicht mehr lange dann kannst Du das auch. Ich glaube Du schaffst es bald. Sei relaxt, lg asa

  • Susi am 16.05.2019 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schuldige gefunden

    Keine Konstanz und dann ist der Veranstalter mit schuld? Was für ein Profi der Junge

    • Thomas Huber am 16.05.2019 21:05 Report Diesen Beitrag melden

      Zittat

      "Das Aus gegen Fernando Verdasco nimmt er auf seine Kappe: "Es war kein gutes Match von Anfang an. Es hat der gewisse Punch in meinen Schlägen gefehlt, ich habe zu viel herumgesudert, ich war unzufrieden mit allem Möglichen eigentlich."" zuerst den Beitrag lesen, dann kommentieren.

    einklappen einklappen
  • Gunti eli am 16.05.2019 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Der arme, meine Gedanken sind bei ihn

    Huch, er hat spät schlafen gehen müssen und früh aufstehen (10 Uhr am Platz), um gottes Willen. Um diese Zeit sind schon viele nicht Nummer 1 Österreicher wieder müde. Haben seine Kollegen nicht so früh aufstehen müssen? Eine Runde Mitleid in den Raum geworfen.

    • helmar am 16.05.2019 17:15 Report Diesen Beitrag melden

      Von mir auch.....

      ein Patzerl.......wenn es dort so schlecht ist, warum ist er dort an getreten?

    • Elias Kohler am 16.05.2019 20:59 Report Diesen Beitrag melden

      Atp- Regel

      Weil er Verpflichtet ist bei allen Atp- 1000er Tournieren sowie bei allen Grand-Slams zu spielen. (es sei denn er ist Körperlich nicht in der Lage dazu)

    einklappen einklappen