Pause droht

03. Dezember 2018 07:25; Akt: 03.12.2018 07:25 Print

ÖSV-Star mit kaputtem Knie im Flugzeug

Christine Scheyer sorgte mit ihrem Sturz im Super-G von Lake Louise für den Schock-Moment. Es droht eine längere Pause.

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Siege, Spektakel, Stürze, Kampf um WM-Startplätze - die Ski-Saison 2018/19 hat einiges zu bieten. Mit der "Heute"-Fotoshow sind Sie stets im Bilde und behalten Rennen für Rennen den Überblick. Die Saison begann mit einem Paukenschlag. Lindsey Vonn kündigte an, am Ende des Winters ihre Karriere zu beenden. Letztes Ziel: der Sieg-Rekord von Ingemar Stenmark. Vier Erfolge fehlten zu Saisonbeginn auf die Bestmarke (86 Siege). Die Ski-Saison startete wie üblich Ende Oktober mit dem Riesentorlauf von Sölden. Während das Herren-Rennen abgesagt werden musste, konnten die Damen wie geplant fahren. Den Sieg eroberte Tessa Worley (Fr) vor Federica Brignone (It) und Superstar Mikaela Shiffrin (US). Beste ÖSV-Dame: Stephanie Brunner auf Rang fünf. 1. Tessa Worley (Fr) 2. Federica Brignone (It) 3. Mikaela Shiffrin (US) Beim ersten Saison-Slalom in Levi (Fin) schlug Shiffrin zu. Die Titelverteidigerin im Gesamt-Weltcup gewann ihr 44. Rennen - im Alter von zarten 23 Jahren. Erfreulich aus ÖSV-Sicht: Bernadette Schild wedelte als Dritte aufs Podest. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) Der Ski-Tross übersiedelte in der Folge an die US-Ostküste nach Killington. Erneut waren die Technikerinnen gefragt. Federica Brignone (l.) sicherte sich den Riesentorlauf. Stephanie Brunner eroberte Rang drei - im 70. Rennen der erste Podestplatz überhaupt für die 24-Jährige und das erste ÖSV-Stockerl im Riesentorlauf seit März 2016. 1. Federica Brignone (It) 2. Ragnhild Mowinckel (Nor) Den anschließenden Slalom am 25. November holte - wie könnte es anders sein - Mikaela Shiffrin, die ihren 34. Weltcup-Torlauf gewann. Damit war sie nur noch einen Triumph von der Bestmarke von Marlies Schild entfernt. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Frida Hansdotter (Swe) Schlechte Nachrichten kamen von Lindsey Vonn. Die US-Läuferin stürzte im Training und verletzte sich dabei am Knie. Schweren Herzens musste die 34-Jährige ihre Starts auf ihrer Lieblingsstrecke in Lake Louise absagen. Hier feierte sie bereits 18 (!) Siege. Dafür zeigen die ÖSV-Damen in Kanada groß auf! In der ersten Abfahrt von Lake Louise feierte Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer ihren Debütsieg im Weltcup. 2. Michelle Gisin (Sz) 3. Kira Weidle (D) In dieser Tonart ging es weiter. Nicole Schmidhofer holte das "Double", gewann als erste Österreicherin seit 20 Jahren das Abfahrts-Doppel in Lake Louise. Conny Hütter fixierte als Zweite den ersten ÖSV-Downhill-Doppelsieg seit elf Jahren. 3. Michelle. Gisin (Sz) Aus der Ferne staubte auch Vonn wieder einige Schlagzeilen ab. Die Piste in Lake Louise wurde nach ihr benannt. Ab sofort sind die Läuferinnen am "Lake Lindsey Way" unterwegs. Passend dazu kündigte die US-Ski-Queen an, 2019 doch noch einmal in ihrem "Wohnzimmer" starten zu wollen. Das Thema Karriereende ist damit aufgeschoben. Am 2. Dezember 2018 schrieb Mikaela Shiffrin in Lake Louise Ski-Geschichte. Sie gewann erstmals einen Super-G und war damit die erst siebente Läuferin, die in allen Bewerben gewonnen hat. Vor ihr schafften nur Petra Kronberger, Pernilla Wiberg (Swe), Janica Kostelic (Kro), Anja Pärson (Swe), Lindsey Vonn (US) und Tina Maze (Slo) dieses Kunststück. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Ragnhild Mowinckel (Nor) 3. Viktoria Rebensburg (D) Shiffrin behielt ihre Mega-Form - und legte in St. Moritz gleich den nächsten Super-G-Erfolg nach. "Wenn es so läuft wie derzeit, liebe ich diesen Bewerb", jubelte sie. Aus ÖSV-Sicht verlief das Rennen nicht nach Wunsch. Nicole Schmidhofer belegte Platz neun. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Lara Gut-Behrami (Sz) 3. Tina Weirather (Lie) Der Siegeszug von Shiffrin fand auch im Parallelslalom von St. Moritz seine Fortsetzung. Die Amerikanerin ließ sich weder vom dichten Schneefall, noch von einem Schnitzer im Finale gegen die Slowakin Petra Vlhova stoppen. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Wendy Holdener (Sz) Bitter: Die geplanten Speed-Rennen in Val d'Isere (14. bis 16. Dezember) fielen ins Wasser. Schlechte Nachrichten kamen von Cornelia Hütter. Eine Untersuchung ergab, dass das Speed-Ass bereits in Lake Louise eine Knorpelfraktur an der rechten Oberschenkelrolle erlitt - mindestens fünf Wochen Pause!

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Es war der Schock-Moment für eine Million Ski-Fans vor dem Fernseher am Sonntagabend. Christine Scheyer startete mit der Startnummer 30 in den Super-G von Lake Louise, wollte den Triumph von Mikaela Shiffrin (US) noch verhindern, stürzte dann aber in der Kompression schwer.

Scheyer schrie laut auf, hielt sich das Knie – die Fernsehregie blendete die Bilder rasch aus. Ein Hubschrauber wurde alarmiert, der dann doch nicht zum Einsatz kam, weil Scheyer auf Skiern ins Tal fahren konnte.

Entwarnung gab es aber von Seiten des ÖSV nicht. Die 24-Jährige stieg mit starken Schmerzen in das Flugzeug nach Hause. Dort soll heute eine genauere Untersuchung erfolgen. Der Verdacht ist kein guter: eine Kreuzbandverletzung. Bitter: Denn Scheyer, die in Zauchensee 2017 einen Weltcupsieg in der Abfahrt feiern konnte, warfen Verletzungen schon mehrmals zurück.


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(mh)

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