Schwere Anschuldigung

17. Januar 2019 17:23; Akt: 27.02.2019 19:16 Print

Doping-Sünder Dürr: "ÖSV-Personal hat geholfen!"

Doping-Sünder Johannes Dürr bringt den ÖSV in Bedrängnis. Der Langläufer behauptet, dass ÖSV-Personal ihm beim Doping geholfen hat.

Bildstrecke im Grossformat »
Österreichs Wintersport kommt nicht zur Ruhe. Im Rahmen der nordischen Ski-WM in Seefeld kam es zu einem Doping-Skandal. Nicht der erste in der jüngeren ÖSV-Geschichte. Ein Überblick in Bildern. Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City werden in einem ÖSV-Langlauf-Quartier Geräte für Bluttransfusionen gefunden. Sportdirektor Walter Mayer wird bis 2010 von Olympia ausgeschlossen. führen, im Zuge der Olympischen Winterspiele in Turin, italienische Carabinieri in den Quartieren der Biathleten und Langläufer Doping-Razzien durch. Pikant: Der eigentlich gesperrte Walter Mayer ist vor Ort. Wolfgang Rottmann (l.), Wolfgang Perner, Martin Tauber, Jürgen Pinter und Johannes Eder werden in der Folge lebenslänglich für Olympia gesperrt. wird Langlauf-Olympiasieger Christian Hoffmann wegen Anwendung einer verbotenen Methode für zwei Jahre gesperrt. Er beendet daraufhin seine Karriere. Später wurde ihm die Beteiligung am Besitz und Betrieb einer Blutzentrifuge vorgeworfen. wird bei Langläufer Johannes Dürr, bei einer Trainingskontrolle in Österreich vor dem olympischen 50-km-Rennen, EPO nachgewiesen. Er ist geständig und wird nicht nur aus dem ÖOC-Team, sondern auch aus dem ÖSV ausgeschlossen. ÖSV-Langläufer Harald Wurm wird für vier Jahre gesperrt. Der Tiroler habe gegen diverse Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen, so habe er unter anderem auch die von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verbotene Substanz Kobalt besessen und verwendet. Weiters habe er "intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden" angewandt. Bei einer Doping-Razzia während der Nordischen Ski-WM in Seefeld gab es insgesamt neun Festnahmen. Unter den des Dopings verdächtigten Sportlern sind auch die ÖSV-Langläufer Dominik Baldauf und Max Hauke. Die Ermittlungen laufen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bei Olympia 2014 wurde Langläufer Johannes Dürr des EPO-Dopings überführt. In einem Interview mit der ARD gab der 31-Jährige zu, dass er auch Eigenblut-Doping betrieben hat. Dafür soll er auch Hilfe von ÖSV-Angestellten erhalten haben.

Während der Winterspiele 2014 wurde Dürr - damals als heißer Medaillen-Kandidat gehandelt - überführt. In einer ARD-Dokumentation gibt er zu, mehrmals EPO und Wachstumshormone zu sich genommen zu haben.

Auch Eigenblut-Doping war im Spiel und das bringt jetzt auch den ÖSV in Bedrängnis. Dürr behauptet, dass unter den Helfern, die ihm Blut abnahmen und angereichert wieder rückführten, auch Personal des ÖSV war.

Spritzen gegenüber von ÖSV-Hauptquartier

Die Spritzen soll Dürr ausgerechnet in einem Hotel gegenüber von der ÖSV-Zentrale in Innsbruck erhalten haben. Auch aus Deutschland gab es Komplizen, die Blutabnahmen erfolgten laut Dürr in einem kleinen Autobahn-Motel in der Nähe von München.

"Die Antwort ist ein klares Nein. Mir sind solche Fälle nicht bekannt. Einzeltäter wird es immer geben, die entziehen sich aber meiner Kenntnis", widerspricht Wolfgang Schobersberger, der Antidopingbeauftragte des ÖSV.

Weitere Storys zum Thema:

+++ Deutete Baldauf hier auf Facebook Doping an? +++
+++ Ermittler nennen Details +++
+++ ÖSV und Polizisten - das sind unsere Dopingsünder +++
+++ Reaktionen: "Dümmer geht es nimmer" +++
+++ Zwei ÖSV-Athleten bei Razzia festgenommen +++
+++ So läuft Blut-Doping bei den Langläufern +++


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Heute Sport)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Toni am 17.01.2019 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pensionist

    Das war 2014 was soll dass

  • Horst Luttinger am 18.01.2019 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Total verrückt

    Der Verbrecher hat wohl ein Problem damit, dass er nicht zum ÖSV zurück kann.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Horst Luttinger am 18.01.2019 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Total verrückt

    Der Verbrecher hat wohl ein Problem damit, dass er nicht zum ÖSV zurück kann.

  • Toni am 17.01.2019 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pensionist

    Das war 2014 was soll dass