Doping-Skandal

03. März 2019 11:09; Akt: 03.03.2019 11:52 Print

Ermittler kontern Bericht: Dürr KEIN "Drahtzieher"

Johannes Dürr wurde in einem Bericht als "Drahtzieher" des Doping-Skandals bezeichnet. Dem widerspricht die Innsbrucker Staatsanwaltschaft.

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Österreichs Wintersport kommt nicht zur Ruhe. Im Rahmen der nordischen Ski-WM in Seefeld kam es zu einem Doping-Skandal. Nicht der erste in der jüngeren ÖSV-Geschichte. Ein Überblick in Bildern. Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City werden in einem ÖSV-Langlauf-Quartier Geräte für Bluttransfusionen gefunden. Sportdirektor Walter Mayer wird bis 2010 von Olympia ausgeschlossen. führen, im Zuge der Olympischen Winterspiele in Turin, italienische Carabinieri in den Quartieren der Biathleten und Langläufer Doping-Razzien durch. Pikant: Der eigentlich gesperrte Walter Mayer ist vor Ort. Wolfgang Rottmann (l.), Wolfgang Perner, Martin Tauber, Jürgen Pinter und Johannes Eder werden in der Folge lebenslänglich für Olympia gesperrt. wird Langlauf-Olympiasieger Christian Hoffmann wegen Anwendung einer verbotenen Methode für zwei Jahre gesperrt. Er beendet daraufhin seine Karriere. Später wurde ihm die Beteiligung am Besitz und Betrieb einer Blutzentrifuge vorgeworfen. wird bei Langläufer Johannes Dürr, bei einer Trainingskontrolle in Österreich vor dem olympischen 50-km-Rennen, EPO nachgewiesen. Er ist geständig und wird nicht nur aus dem ÖOC-Team, sondern auch aus dem ÖSV ausgeschlossen. ÖSV-Langläufer Harald Wurm wird für vier Jahre gesperrt. Der Tiroler habe gegen diverse Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen, so habe er unter anderem auch die von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verbotene Substanz Kobalt besessen und verwendet. Weiters habe er "intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden" angewandt. Bei einer Doping-Razzia während der Nordischen Ski-WM in Seefeld gab es insgesamt neun Festnahmen. Unter den des Dopings verdächtigten Sportlern sind auch die ÖSV-Langläufer Dominik Baldauf und Max Hauke. Die Ermittlungen laufen.

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Die "Kronen Zeitung" sorgte am Sonntag mit einem Bericht für Aufsehen, worin Johannes Dürr als "Drahtzieher" im Skandal rund um die Doping-Enthüllungen bei der Nordischen WM in Seefeld genannt wird.

"Vertrauenswürdigen Quellen" zufolge, hätten die beiden Dopingsünder Max Hauke und Dominik Baldauf bei den Vernehmungen zu Protokoll gegeben, dass ihnen Dürr "Tür und Tor zum deutschen Arzt in Erfurt" geöffnet habe.

Am Sonntagvormittag konterte ein deutscher Journalist. Johannes Knuth von der "Süddeutschen Zeitung" schrieb auf Twitter, dass die Innsbrucker Staatsanwaltschaft der "Krone"-Darstellung widerspreche, dass Dürr ein "Drahtzieher" hinter dem Betrug sei.

Knuth konnte sich einen pikanten Seitenhieb gegen den heimischen Skiverband und die "Krone" nicht verkneifen: "Der nächste Versuch, einen Kronezeugen zu diskreditieren ... rein zufällig von einem Sponsor des ÖSV."

Zur Erklärung: Die "Krone" ist Medienpartner des ÖSV.

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