Erstes TV-Interview

31. Juli 2018 08:51; Akt: 31.07.2018 10:11 Print

Miller: "Ich sah Emmy, wie sie leblos im Pool trieb"

Bode Miller und seine Frau Morgan durchleben die schwierigste Phase ihres Lebens. Ihre Tochter ertrank im Pool. Nun erzählen sie Details vom Unglück.

Video: Die Millers sprechen über den tragischen Tod der Tochter.

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Diese Geschichte geht unter die Haut. Am 9. Juni verlor Ski-Legende Bode Miller seine 19 Monate alte Tochter auf tragische Weise. Emeline ertrank im Pool des Nachbarn.

In einem TV-Interview erzählten Miller und seine Frau Morgan nun detailliert, was an jenem Tag passierte.

"Es war eigentlich wie immer. Wir gehen mehrmals die Woche zu unseren Nachbarn", erzählt die ehemalige Beachvolleyballerin. Bode Miller war an diesem Tag nicht dabei – er besuchte ein Softball-Match. "Ich und die Nachbarn saßen auf dem Sofa, Emmy hat vor uns gespielt", erzählt Morgan. Nur für einen kurzen Moment ließen sie das Kind unbeobachtet.

"Mir rutschte das Herz in die Hose"

Morgan ging zu den Burschen, die im Haus spielten, fragte, wo Emmy sei. "Dann habe ich gesehen, dass die Tür zum Garten, die eigentlich verschlossen gewesen war, ein bisschen Licht durch einen Spalt ließ. Mir rutschte das Herz in die Hose. Ich öffnete die Tür – und sah, wie meine Tochter leblos im Pool trieb. Ich sprang sofort ins Wasser", erzählt Morgan mit Tränen in den Augen.

Die 31-Jährige leitete Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Ihr Nachbar, der Restaurateur Perry Valaskantjis, rief die Notrufstelle an. Gemeinsam versuchten sie, Emmy zu reanimieren. "Ich brauche ein Sauerstoffgerät, sie wird steif, komm mach, Baby", hört man auf einem Mitschnitt des Telefonats, das auch Bode Miller mithörte. "Es war ein Schock", schluchzt er.

Morgan plagen Schuldgefühle

Ärzte versuchten im Spital, das Leben der Kleinen zu retten. Doch sie war zu lange ohne Sauerstoff und verstarb am nächsten Tag.

Morgan plagen seitdem Schuldgefühle. "Es vergeht kein Tag, ohne dass ich dafür bete, noch einmal zu diesem Moment zurückzukehren und es anders zu machen. Schuld ist sehr schmerzhaft. Damit leben zu müssen, ist schrecklich. Ich hoffe, dass es irgendwann einfacher wird."

Im Oktober erwarten die Millers erneut Nachwuchs. "Wir werden das Baby auch für Emmy lieben, denn sie hat sich so sehr gewünscht, eine große Schwester zu sein."

Millers appellieren an Eltern

In der unfassbaren Tragödie finden die Millers trotzdem die Kraft, an die Öffentlichkeit zu gehen – und andere Eltern auf die Gefahren im eigenen Garten aufmerksam zu machen. "Schau dir das Haus an, um zu sehen, ob es ein sicherer Ort für dein Kind ist", bittet Morgan die Zuseher.



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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • na am 31.07.2018 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    echt tragisch, vor allem wenn du im Haus bist, hast nicht jede Sekunde einen Blick auf dein Kind. ich glaube es ist alles vorbestimmt, wann und wie man geht... auch wenn wir als Hinterbliebenen das nicht verstehen. noch viel Kraft der Familie, sie lebt im Herzen und in den Erinnerungen weiter.

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  • Traurig am 31.07.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Versteh nicht wieso man den Typen nicht in Frieden lässt ... jeder Reporter der ihm über den Weg rennt fragt ihn immer nach seiner verstorbene Tochter ... Die Leute die keiner Kinder haben können sich diesen Schmerz garnicht vorstellen und dann an jeder Ecke danach gefragt zu werden macht die Situation für ihn und seine Frau nicht unbedingt einfacher, ganz im Gegenteil.. also lasst sie doch in Ruhe ..

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Traurig am 31.07.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Versteh nicht wieso man den Typen nicht in Frieden lässt ... jeder Reporter der ihm über den Weg rennt fragt ihn immer nach seiner verstorbene Tochter ... Die Leute die keiner Kinder haben können sich diesen Schmerz garnicht vorstellen und dann an jeder Ecke danach gefragt zu werden macht die Situation für ihn und seine Frau nicht unbedingt einfacher, ganz im Gegenteil.. also lasst sie doch in Ruhe ..

    • Michael am 19.08.2018 01:27 Report Diesen Beitrag melden

      Herr

      Ja, ich habe das selbst durchgemacht, und irgendwann bin ich dann gar nicht mehr ans Telefon gegangen, so nervig war das. Den ganzen Tag allen die Geschichte erzählen, und das obwohl man so viel überlegen muss, wo Sterbehilfe in Europa erlaubt ist etc. Das wünsche ich dem schlimmsten Feind nicht.

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  • na am 31.07.2018 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    echt tragisch, vor allem wenn du im Haus bist, hast nicht jede Sekunde einen Blick auf dein Kind. ich glaube es ist alles vorbestimmt, wann und wie man geht... auch wenn wir als Hinterbliebenen das nicht verstehen. noch viel Kraft der Familie, sie lebt im Herzen und in den Erinnerungen weiter.

    • Garnicht am 31.07.2018 12:48 Report Diesen Beitrag melden

      Geht

      Traurig ist die Tatsache das sich die Medien und Reporter daran ergötzen ... sollen den armen Mann und seine Frau endlich in Ruhe lassen ... dauernd damit konfrontiert zu werden macht die Sache für sie auch nicht unbedingt einfacher ... aber das können sich Leute die keine Kinder haben garnicht vorstellen was für eine Tortur die 2 durchmachen müssen

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