Triumph am Semmering

29. Dezember 2018 16:37; Akt: 29.12.2018 16:37 Print

Rekord! Mikaela Shiffrin adelt Vorbild Marlies Raich

Mikaela Shiffrin eilt im Ski-Weltcup von Rekord zu Rekord. Mit ihrem Triumph am Semmering überholte die US-Amerikanerin ihr Vorbild Marlies Raich.

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Siege, Spektakel, Stürze, Kampf um WM-Startplätze - die Ski-Saison 2018/19 hat einiges zu bieten. Mit der "Heute"-Fotoshow sind Sie stets im Bilde und behalten Rennen für Rennen den Überblick. Die Saison begann mit einem Paukenschlag. Lindsey Vonn kündigte an, am Ende des Winters ihre Karriere zu beenden. Letztes Ziel: der Sieg-Rekord von Ingemar Stenmark. Vier Erfolge fehlten zu Saisonbeginn auf die Bestmarke (86 Siege). Die Ski-Saison startete wie üblich Ende Oktober mit dem Riesentorlauf von Sölden. Während das Herren-Rennen abgesagt werden musste, konnten die Damen wie geplant fahren. Den Sieg eroberte Tessa Worley (Fr) vor Federica Brignone (It) und Superstar Mikaela Shiffrin (US). Beste ÖSV-Dame: Stephanie Brunner auf Rang fünf. 1. Tessa Worley (Fr) 2. Federica Brignone (It) 3. Mikaela Shiffrin (US) Beim ersten Saison-Slalom in Levi (Fin) schlug Shiffrin zu. Die Titelverteidigerin im Gesamt-Weltcup gewann ihr 44. Rennen - im Alter von zarten 23 Jahren. Erfreulich aus ÖSV-Sicht: Bernadette Schild wedelte als Dritte aufs Podest. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) Der Ski-Tross übersiedelte in der Folge an die US-Ostküste nach Killington. Erneut waren die Technikerinnen gefragt. Federica Brignone (l.) sicherte sich den Riesentorlauf. Stephanie Brunner eroberte Rang drei - im 70. Rennen der erste Podestplatz überhaupt für die 24-Jährige und das erste ÖSV-Stockerl im Riesentorlauf seit März 2016. 1. Federica Brignone (It) 2. Ragnhild Mowinckel (Nor) Den anschließenden Slalom am 25. November holte - wie könnte es anders sein - Mikaela Shiffrin, die ihren 34. Weltcup-Torlauf gewann. Damit war sie nur noch einen Triumph von der Bestmarke von Marlies Schild entfernt. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Frida Hansdotter (Swe) Schlechte Nachrichten kamen von Lindsey Vonn. Die US-Läuferin stürzte im Training und verletzte sich dabei am Knie. Schweren Herzens musste die 34-Jährige ihre Starts auf ihrer Lieblingsstrecke in Lake Louise absagen. Hier feierte sie bereits 18 (!) Siege. Dafür zeigen die ÖSV-Damen in Kanada groß auf! In der ersten Abfahrt von Lake Louise feierte Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer ihren Debütsieg im Weltcup. 2. Michelle Gisin (Sz) 3. Kira Weidle (D) In dieser Tonart ging es weiter. Nicole Schmidhofer holte das "Double", gewann als erste Österreicherin seit 20 Jahren das Abfahrts-Doppel in Lake Louise. Conny Hütter fixierte als Zweite den ersten ÖSV-Downhill-Doppelsieg seit elf Jahren. 3. Michelle. Gisin (Sz) Aus der Ferne staubte auch Vonn wieder einige Schlagzeilen ab. Die Piste in Lake Louise wurde nach ihr benannt. Ab sofort sind die Läuferinnen am "Lake Lindsey Way" unterwegs. Passend dazu kündigte die US-Ski-Queen an, 2019 doch noch einmal in ihrem "Wohnzimmer" starten zu wollen. Das Thema Karriereende ist damit aufgeschoben. Am 2. Dezember 2018 schrieb Mikaela Shiffrin in Lake Louise Ski-Geschichte. Sie gewann erstmals einen Super-G und war damit die erst siebente Läuferin, die in allen Bewerben gewonnen hat. Vor ihr schafften nur Petra Kronberger, Pernilla Wiberg (Swe), Janica Kostelic (Kro), Anja Pärson (Swe), Lindsey Vonn (US) und Tina Maze (Slo) dieses Kunststück. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Ragnhild Mowinckel (Nor) 3. Viktoria Rebensburg (D) Shiffrin behielt ihre Mega-Form - und legte in St. Moritz gleich den nächsten Super-G-Erfolg nach. "Wenn es so läuft wie derzeit, liebe ich diesen Bewerb", jubelte sie. Aus ÖSV-Sicht verlief das Rennen nicht nach Wunsch. Nicole Schmidhofer belegte Platz neun. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Lara Gut-Behrami (Sz) 3. Tina Weirather (Lie) Der Siegeszug von Shiffrin fand auch im Parallelslalom von St. Moritz seine Fortsetzung. Die Amerikanerin ließ sich weder vom dichten Schneefall, noch von einem Schnitzer im Finale gegen die Slowakin Petra Vlhova stoppen. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Wendy Holdener (Sz) Bitter: Die geplanten Speed-Rennen in Val d'Isere (14. bis 16. Dezember) fielen ins Wasser. Schlechte Nachrichten kamen von Cornelia Hütter. Eine Untersuchung ergab, dass das Speed-Ass bereits in Lake Louise eine Knorpelfraktur an der rechten Oberschenkelrolle erlitt - mindestens fünf Wochen Pause! Für die Speed-Damen ging der Weltcup in Gröden weiter, wo auf der verkürzten Saslong eine Abfahrt am Programm stand. Der Sieg ging an Weltmeisterin Ilka Stuhec (Slo), die damit erstmals nach ihrem Kreuzbandriss im Oktober 2017 gewann. 1. Ilka Stuhec (Slo) 2. Nicol Delago (It) Am nächsten Tag folgte ein Super-G. Erneut triumphierte Stuhec, die sich das Double sicherte. Nicole Schmidhofer raste zeitgleich mit Tina Weirather (Lie) um fünf Hundertstel am Sieg vorbei. 1. Ilka Stuhec (Slo) 2. Tina Weirather (Lie) In Courchevel (Fr) gingen anschließend die "Shiffrin-Festspiele" weiter. Im Riesentorlauf fing die US-Amerikanerin Viktoria Rebensburg (D) ab - 49. Weltcup-Sieg. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Viktoria Rebensburg (D) 3. Tessa Worley (Fr) Der Siegeszug von Shiffrin ging weiter. Die 23-Jährige gewann auch den Slalom von Courchevel. Es war der 50. Weltcupsieg für die US-Amerikanerin. Mit dem Triumph stellte sie den Rekord von 35 Slalom-Erfolgen von Marlies Schild ein. 1. Mikaela Shiffrin (US) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Frida Hansdotter (Swe) Zwischen Weihnachten und Silvester gastierte der Damen-Weltcup traditionell in Österreich. Am Semmering stieg eine Ski-Party mit 20.000 begeisterten Fans. Und die bejubelten Petra Vlhova! Denn die Slowakin gewann ihr fünftes Weltcuprennen - den ersten Riesentorlauf. 1. Petra Vlhova (Svk) 2. Viktoria Rebensburg (D) 3. Tessa Worley (F) Tags darauf schlug Mikaela Shiffrin zurück! Im Riesentorlauf noch auf Rang fünf zurückgefallen, führte im Slalom kein Weg an der US-Amerikanerin vorbei. Shiffrin holte ihren 51. Weltcupsieg und zog an Alberto Tomba vorbei, ließ mit dem 36. Erfolg im Slalom auch Marlies Raich hinter sich. 1. Mikaela Shiffrin (USA) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Wendy Holdener (Ch) 4. Katharina Liensberger 5. Katharina Truppe Am Neujahrstag folgte die nächste Runde im Duell zwischen Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin. Im Parallel-Slalom von Oslo setzte sich die Slowakin im Endlauf durch. Ihr zweiter Weltcupsieg in nur fünf Tagen. 1. Petra Vlhova (Svk) 2. Mikaela Shiffrin (USA) 3. Wendy Holdener (Ch) 9. Katharina Truppe 9. Bernadette Schild 9. Katharina Liensberger Die Ski-Queen Mikaela Shiffrin hat wieder zugeschlagen! Beim Slalom-Klassiker in Zagreb setzte sich die US-Amerikanerin mit überlegenem Vorsprung von 1,25 Sekunden auf Petra Vlhova zum insgesamt vierten Mal die Kristallkrone auf. Bernadette Schild vergab eine Top-Platzierung im ersten Lauf, wurde Achte.. 1. Mikaela Shiffrin (USA) 2. Petra Vlhova (Svk) 3. Wendy Holdener (Ch) Ein kleine Überraschung - die sich längst angekündigt hatte - erlebten die Fans beim Flachau-Nachtslalom. Erstmals in dieser Slalom-Saison hieß die Siegerin nicht Shiffrin, sondern Vlhova. 1. Petra Vlhova (Svk) 2. Mikaela Shiffrin (US) Top: ÖSV-Talent Katharina Liensberger fuhr als Dritte erstmals aufs Podest. Sie profitierte von der Disqualifikation von Anna Swenn Larsson (Swe), die eingefädelt hatte. Auf die gute Nachricht folgten im ÖSV-Lager zwei schlechte. Stephanie Brunner erlitt im Training in Italien einen Kreuzbandriss - Saisonende! Keine 24 Stunden später, genauer gesagt am 12. Jänner 2019, erwischte es in Pozza di Fassa auch Anna Veith. Auch sie erlitt einen Kreuzbandriss. Auch für sie war die WM-Saison vorzeitig beendet.

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Mit dem Sieg im Slalom am Semmering hat Mikaela Shiffrin erneut Geschichte geschrieben. Die US-Amerikanerin feierte ihren 51. Weltcuperfolg und ließ damit Ski-Legende Alberto Tomba hinter sich. Der 15. Triumph im Kalenderjahr 2018 ist ebenso eine neue Rekordmarke wie der vierte Sieg auf dem "Zauberberg".

Mit dem 36. Erfolg in einem Torlauf überflügelte die erst 23-Jährige auch Österreichs Slalom-Queen Marlies Raich. Ein Rekord, der der US-Amerikanerin besonders viel bedeutet.

"Als ich jung war, wollte ich immer die beste Skifahrerin der Welt werden. Ich habe Marlies immer beobachtet, sie ist eine Legende. Ich habe nie daran gedacht, sie überholen zu können", streute Shiffrin ihrem Vorbild im ORF Rosen.

"Vielleicht habe ich jetzt den Rekord gebrochen, aber für mich hat Marlies den Rekord für die Ewigkeit", so Shiffrin über die 38-Jährige, die 2014 ihre aktive Karriere beendete.

Shiffrin hat bereits die nächste österreichische Legende im Visier: die 54 Weltcupsiege von Hermann Maier.


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(Heute Sport)

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