"Gruppe will uns schaden"

03. März 2019 19:54; Akt: 04.03.2019 08:48 Print

Schröcksnadel wittert Verschwörung gegen ÖSV

Peter Schröcksnadel ist überzeugt davon, dass die Doping-Razzia mit Vorsatz während der WM durchgeführt wurde – mit dem Ziel, dem ÖSV zu schaden.

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Österreichs Wintersport kommt nicht zur Ruhe. Im Rahmen der nordischen Ski-WM in Seefeld kam es zu einem Doping-Skandal. Nicht der erste in der jüngeren ÖSV-Geschichte. Ein Überblick in Bildern. Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City werden in einem ÖSV-Langlauf-Quartier Geräte für Bluttransfusionen gefunden. Sportdirektor Walter Mayer wird bis 2010 von Olympia ausgeschlossen. führen, im Zuge der Olympischen Winterspiele in Turin, italienische Carabinieri in den Quartieren der Biathleten und Langläufer Doping-Razzien durch. Pikant: Der eigentlich gesperrte Walter Mayer ist vor Ort. Wolfgang Rottmann (l.), Wolfgang Perner, Martin Tauber, Jürgen Pinter und Johannes Eder werden in der Folge lebenslänglich für Olympia gesperrt. wird Langlauf-Olympiasieger Christian Hoffmann wegen Anwendung einer verbotenen Methode für zwei Jahre gesperrt. Er beendet daraufhin seine Karriere. Später wurde ihm die Beteiligung am Besitz und Betrieb einer Blutzentrifuge vorgeworfen. wird bei Langläufer Johannes Dürr, bei einer Trainingskontrolle in Österreich vor dem olympischen 50-km-Rennen, EPO nachgewiesen. Er ist geständig und wird nicht nur aus dem ÖOC-Team, sondern auch aus dem ÖSV ausgeschlossen. ÖSV-Langläufer Harald Wurm wird für vier Jahre gesperrt. Der Tiroler habe gegen diverse Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen, so habe er unter anderem auch die von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) verbotene Substanz Kobalt besessen und verwendet. Weiters habe er "intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als 50 ml innerhalb eines Zeitraums von sechs Stunden" angewandt. Bei einer Doping-Razzia während der Nordischen Ski-WM in Seefeld gab es insgesamt neun Festnahmen. Unter den des Dopings verdächtigten Sportlern sind auch die ÖSV-Langläufer Dominik Baldauf und Max Hauke. Die Ermittlungen laufen.

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Neun Medaillen und ein Doping-Skandal – die nordische Ski-WM in Seefeld war reich an Schlagzeilen.

Seit Tagen im Fokus der Berichterstattung: die "Operation Aderlass". Bei einer groß angelegten Razzia wurde am vergangenen Mittwoch ein Blutdoping-Netzwerk gesprengt. Unter anderen klickten bei den rot-weiß-roten Langläufern Max Hauke und Dominik Baldauf die Handschellen.

Das sportliche Geschehen bei traumhaftem Wetter und bester Stimmung rückte plötzlich in den Hintergrund – genau das wurmt Peter Schröcksnadel. Der ÖSV-Boss ärgert sich über das Timing der Doping-Causa. "Es kommt mir vor, es war eine getürkte Aktion, wie das inszeniert worden ist, gerade bei der WM", meinte er im "ORF".

"Gruppe will uns schaden"

Zum wiederholten Mal seien ausgerechnet während einer Groß-Veranstaltung in Österreich Störfeuer von außen gekommen. Ähnliches sei bereits bei den Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel geschehen, als die "Me Too"-Debatte startete.

"Man muss nachdenken, ob es nicht eine Gruppe gibt, die uns schaden will", sagt Schröcksnadel, ohne Namen zu nennen. Von der Existenz vermeintlicher Feinde ist er aber überzeugt. "Natürlich gibt es eine Gruppe. Es gefällt vielen nicht, dass wir sehr erfolgreich sind."

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tina am 03.03.2019 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klar, ihr seid keine Täter, ihr seid Opfer. Einfac

    Na bitte. Was soll das jetzt mit der Verschwörung. Es wurde gedopt und das wurde aufgedeckt. Da bin ich ja fast froh, um eine Verschwörung, dass diese Volksverräter zur Verantwortung gezogen werden. Nein, ihr seid nicht arm und die Opfer! Ihr seid Betrüger!

  • F.A. am 03.03.2019 20:33 Report Diesen Beitrag melden

    Sportsklaven

    In meinen Augen wäre es schön, wenn der Sport mit Freude von einem selbst ausgeübt wird und man diesem ganzen Wettkampf-Irrsinn ( samt Geldflüsse) keine Beachtung mehr zukommen lässt. Das ergibt viel mehr Sinn.

  • Gehweg am 03.03.2019 23:18 Report Diesen Beitrag melden

    Egal,

    ob es um Aufklärung in der Sexismus Debatte oder bei Doping geht: Herr Schröcksnadel mauert. Sport hat mit Sport nicht mehr viel zu tun. Nur ein Geschäft. Ein grausliches. Mir tun die Sportler leid, weil ich glaube, dass die nicht wirklich eine Wahl haben. Es sind Gierasse dahinter, die den Hals nicht voll kriegen können und pushen und pushen. Womit ich nicht meine, dass die straffrei ausgehen sollen. Aber die Funktionäre gehören mit gestraft.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Münchhausen am 04.03.2019 00:28 Report Diesen Beitrag melden

    "dass wir sehr erfolgreich sind."

    Mit knapp 80 Jahren, darf man ruhig schon ein wenig der Realität fremd sein, aber wieso wird dieser Figur noch ein öffentliches Ohr geschenkt?

    • Soises am 04.03.2019 06:59 Report Diesen Beitrag melden

      Realitätsfremd

      Willst du damit behaupten, dass der ÖSV nicht erfolgreich ist? Dann hast du aber von Wintersport keine Ahnung.

    • Schreiber am 04.03.2019 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Münchhausen

      Figur???? Ihrem Benehmen sollte kein Ohr geschenkt werden.

    einklappen einklappen
  • Gehweg am 03.03.2019 23:18 Report Diesen Beitrag melden

    Egal,

    ob es um Aufklärung in der Sexismus Debatte oder bei Doping geht: Herr Schröcksnadel mauert. Sport hat mit Sport nicht mehr viel zu tun. Nur ein Geschäft. Ein grausliches. Mir tun die Sportler leid, weil ich glaube, dass die nicht wirklich eine Wahl haben. Es sind Gierasse dahinter, die den Hals nicht voll kriegen können und pushen und pushen. Womit ich nicht meine, dass die straffrei ausgehen sollen. Aber die Funktionäre gehören mit gestraft.

  • Na Servas am 03.03.2019 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schadensbegrenzung

    Wie heißt es im Volksmund? Geld verdirbt den Charakter. Herr Schröcksnadel, für sie ist die Zeit reif ihren Job an jüngere, weltoffene Manager weiterzugeben bevor sie noch größeren Schaden zu verantworten haben.

  • Zapfhahn von d. Theke am 03.03.2019 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    O'Zapft

    Mit der aussage schadet er dem ÖSV und sich selbst. Da es ein Video gibt wo gezapft wird und ein paar es selbst dann auch noch zugegeben haben gibt es keine Verschwörung der Schuldigen. Das müssen aber auch alle beteiligten jetzt ausbaden die mit dabei sind und vor allem das sie ein sehr negatives Bild auf die Ö. Sportler geworfen haben.

  • Walter am 03.03.2019 21:41 Report Diesen Beitrag melden

    Verschwörung

    Hört sich wann wie Putin nach Bekanntwerden des russischen Dopingskandals. Verschwörung! Wie haben nichts zu verbergen, aber genauer hinschauen wolln wir auch nicht lassen.