Grünes Licht am Hahnenkamm

11. Januar 2019 14:38; Akt: 11.01.2019 14:38 Print

Trotz Schneemassen: Kitz-Rennen sind gesichert

Aufatmen bei den österreichischen Ski-Fans die 79. Hahnenkammrennen sind trotz der enormen Schneemassen gesichert.

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Siege, Spektakel, Stürze, Kampf um WM-Startplätze - die Ski-Saison 2018/19 hat einiges zu bieten. Mit der "Heute"-Fotoshow sind Sie stets im Bilde und behalten Rennen für Rennen den Überblick. Die Saison begann wenig erbaulich, nämlich mit einer Absage. Der Riesentorlauf von Sölden fiel Ende Oktober dem Neuschnee und heftigen Windböen zum Opfer. Der Weltcup-Auftakt wurde somit in den hohen Norden verschoben. Nämlich nach Levi. Am 18. November 2018 erfuhren die Slalom-Herren, ob sie über den Sommer fleißig trainiert haben und wo sie im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Es kam, wie es kommen musste: Superstar Marcel Hirscher gewann vor Dauerrivale Henrik Kristoffersen. Für den Jungpapa, der sieben Mal in Serie die große Kristallkugel geholt hat, war es der 59. Weltcup-Sieg. Zur Belohnung gab es wie in Finnland üblich ein Rentier. 2. Henrik Kristoffersen (Nor) 3. Andre Myhrer (Swe) Weniger erbaulich begann Aksel Lund Svindal den Ski-Winter. Der "Superelch" zog sich im Training einen Bänderriss im Daumen zu. Am einer Renn-Teilnahme hinderte ihn das freilich nicht. Der Ski-Tross übersiedelte nach Nordamerika. Nun waren die Speed-Asse am Zug. Das rot-weiß-rote Team erwischte einen Traumstart. Max Franz gewann die Abfahrt vor dem Südtiroler Christof Innerhofer. 2. Christof Innerhofer (It) 3. Dominik Paris (It) Am nächsten Tag raste Vincent Kriechmayr im Super-G auf Rang zwei. Nur Kjetil Jansrud war um 14 Hundertstel schneller. 1. Kjetil Jansrud (Nor) 3. Mauro Caviezel (Sz) Für eine Überraschung sorgte Erik Guay. Der Kanadier erklärte spontan seinen Rücktritt, weil am Vortag sein Landsmann Manuel Osborne-Paradis schwer stürzte. Mit Guay, der vier Töchter hat, verließ der amtierende Super-G-Weltmeister die Ski-Bühne. Beat Feuz fuhr bei schwierigen Bedingungen auf der stark verkürzten "Birds of Prey" in Beaver Creek zum Sieg. Bester Österreicher wurde Vincent Kriechmayr auf Platz fünf. 1. Beat Feuz (Sz) 2. Mauro Caviezel (Sz) 3. Aksel Lund Svindal (Nor) Überschattet wurde die Abfahrt von Beaver Creek vom schweren Sturz von Thomas Dreßen (D). Der Kitzbühel-Sieger riss sich das Kreuzband. Die Saison ist für ihn beendet. Am nächsten Tag behielt Max Franz im Super-G den Durchblick, ließ sich auch durch eine einstündige Verschiebung nicht aus der Bahn bringen und fuhr seinen dritten Weltcupsieg ein. Kurios: Gleich drei Fahrer teilten sich Rang drei. 2. M. Caviezel (Sz) 3. A. Svindal (Nor) . A. Kilde (Nor) . D. Paris (It) Am 2. Dezember konnte endlich der erste Riesentorlauf der Saison gefahren werden. Bitter: Manuel Feller flog extra für dieses Rennen rund 8.500 Kilometer nach Amerika, schied aber nach sieben Fahrsekunden aus. Besser machte es Marcel Hirscher, der Zweiter wurde und zum 16. Mal in Folge am RTL-Stockerl stand. Der Sieger hieß aber etwas überraschend Stefan Luitz. Der Deutsche gewann zum ersten Mal überhaupt. 1. Stefan Luitz (D) 3. Thomas Tumler (Sz) Weiter ging es mit dem Riesentorlauf-Klassiker in Val d'Isere. Auf dem Hang in den französischen Alpen holte Hirscher 2009 seinen ersten Weltcup-Sieg. Neun Jahre später ließ er den 60. folgen. 2. Henrik Kristoffersen (Nor) 3. Matts Olsson (Swe) Am nächsten Tag war ein Slalom angesetzt. Der fiel jedoch dem schlechten Wetter zum Opfer. Für freudige Nachrichten sorgte Hannes Reichelt. Österreichs Speed-Ass verriet auf Facebook, dass er erstmals Vater wird. Der Weltcup-Zirkus übersiedelte nach Italien. Den Auftakt machte der Super-G in Gröden. Sieger? Natürlich Aksel Lund Svindal, der auf der Saslong seinen siebenten Pokal holte. Für die ÖSV-Herren setzte es eine Niederlage. 1. Aksel Lund Svindal (Nor) 2. Christof Innerhofer (It) 3. Kjetil Jansrud (Nor) Auch in der Abfahrt schlugen die "Elche" zu. Allerdings nicht Svindal oder Jansrud, sondern Aleksander Aamodt Kilde. Rang zwei schnappte sich Max Franz vor Beat Feuz. 1. Aleksander Aamodt Kilde (Nor) 3. Beat Feuz (Sz) Das Rennen wurde von einem schweren Sturz überschattet. Der Schweizer Marc Gisin verschnitt bei der Anfahrt auf die Kamelbuckel und prallte hart auf der Saslong auf. Er erlitt mehrere Rippenbrüche, Verletzungen der Lunge, eine eingedrückte Hüftpfanne und Frakturen an der Wirbelsäule. Die gute Nachricht: Im Kopf-Bereich wurden keine schweren Blessuren festgestellt. Gisin musste jedoch operiert werden und wurde eine Zeit lang künstlich beatmet. Nun waren wieder die Techniker dran. In Alta Badia zeigte Hirscher einmal mehr seine einsame Klasse. Der Branchenprimus gewann am 16. Dezember den Riesentorlauf. Besser gesagt: Er vernichtete die Konkurrenz. Hirscher siegte mit einem Vorsprung von 2,52 (!!!) Sekunden. Für ihn war es der 30. Weltcup-Erfolg in dieser Disziplin. 2. Thomas Fanara (Fr) 3. Alexis Pinturault (Fr) Hirscher carvte weiter auf der Erfolgswelle und legte einen Tag später seinen 62. Weltcupsieg nach. Es war der erste in einem Parallel-Riesentorlauf, der bisweilen als "Schwäche" des 29-Jährigen galt. 2. Thibaut Favrot (Fr) 3. Alexis Pinturault (Fr) Die nächsten beiden Rennen fanden in Saalbach statt. Zunächst wurde der in Sölden abgesagte Auftakt-Riesentorlauf nachgeholt. Den Sieg eroberte sensationell der Slowene Zan Kranjec. Auch der Rest des Podiums war nicht alltäglich. Nicht minder überraschend: Marcel Hirscher musste sich nach fehlerhafter Fahrt mit Rang sechs begnügen. Manuel Feller, zur Halbzeit in Führung, schied im Finale aus. 1. Zan Kranjec (Slo) 2. Loic Meillard (Sz) 3. Mathieu Faivre (Fr) 24 Stunden später strahlte Hirscher wieder über das ganze Gesicht. Aus gutem Grund: Bei schwierigen Bedingungen carvte er im Slalom auf Rang eins und holte seinen 63. Weltcup-Sieg. Er überholte damit Annemarie Moser-Pröll in der Bestenliste. 2. Loic Meillard (Sz) 3. Henrik Kristoffersen (Nor) Das letzte Rennen vor Weihnachten stieg in Madonna. Der Schweizer Daniel Yule gewann das erste Weltcup-Rennen seiner Karriere. Flankiert wurde er amPodest von zwei Österreichern - Marco Schwarz und Michael Matt. Hirscher, der als Führender in den zweiten Durchgang ging, fädelte ein. Wie auch Dauerrivale Henrik Kristoffersen (Nor). 1. Daniel Yule (Sz) 2. Marco Schwarz 3. Michael Matt Zwischen Weihnachten und Neujahr stieg der Abfahrts-Klassiker in Bormio. Einmal mehr zeigte das "Biest" Stelvio seine Zähne, warf den Slowenen Klemen Kosi brutal ab. Die Italiener feierten bei ihrem Heimspiel einen Doppelsieg. Dominik Paris gewann vor Christof Innerhofer. Österreichs Speed-Asse waren geschlagen. 1. Dominik Paris (It) 2. Christof Innerhofer (It) 3. Beat Feuz (Sz) Der Super-G auf der Stelvio wurde zum Hundertstel-Krimi. Lediglich eine Hundertstelsekunde fehlte Matthias Mayer zur Bestzeit. Dominik Paris feierte in seiner italienischen Heimat den zweiten Sieg in nur 24 Stunden. Vincent Kriechmayr und Max Franz komplettieren ein starkes ÖSV-Ergebnis. 1. Dominik Paris (It) 3. Aleksander Aamodt Kilde (Nor) 4. Vincent Kriechmayr 5. Max Franz Das neue Jahr startete mit einem Sensationssieg für den ÖSV. Beim City Event von Oslo war Marco Schwarz nicht zu schlagen. Im Finallauf setzte sich der Kärntner gegen den Briten Dave Ryding durch. Es war der erste Weltcupsieg für den Technik-Spezialist. 2. Dave Ryding (GB) 3. Ramon Zenhäusern (Sz) 5. Marcel Hirscher 5. Michael Matt Am Dreikönigstag stellte Hirscher aber klar, wer der Chef im Ring ist. Der Superstar triumphierte zum fünften Mal in Zagreb, profitierte aber vom Einfädler von Kollege Marco Schwarz, der zur Halbzeit in Front lag. 2. Alexis Pinturault (Fr) Am "grünen Tisch" wurde Hirscher ein weiterer Weltcup-Erfolg zuerkannt, nämlich jener von Beaver Creek. Zur Erinnerung: Stefan Luitz (l.) nahm zwischen den Durchgängen über eine Maske Sauerstoff zu sich. Es ist kein Dopingfall, aber ein Verstoß gegen die Regeln. Die Hirscher-Festspiele nahmen kein Ende. Der Salzburger triumphierte auch in Adelboden. Auf dem Chuenisbärgli schnappte er Halbzeitleader Henrik Kristoffersen den Riesentorlauf-Sieg weg. 2. Henrik Kristoffersen (Nor) 3. Thomas Fanara (Fr) Dem nicht genug, holte Hirscher gleich das "Double". Sprich: Er gewann auch den Slalom von Adelboden. Erneut war zur Halbzeit ein anderer schneller, nämlich Marco Schwarz. Doch der fädelte wie eine Woche zuvor in der Entscheidung ein. Für Hirscher war es der neunte Sieg sowie der 16. Podestplatz im Schweizer Skiort - Rekord! 2. Clement Noel (Fr) 3. Henrik Kristoffersen (Nor)

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Das Spektakel von Kitzbühel kann steigen! Die 79. Hahnenkammrennen vom 25. bis 27. Jänner sind gesichert. Das ergab die Schneekontrolle durch die FIS-Verantwortlichen am Freitag.

"Schöner kann es nicht sein", schwärmte FIS-Renndirektor Hannes Trinkl nach dem Lokalaugenschein auf der Streif. Sowohl die steile Abfahrtspiste als auch der Ganslernhang, auf dem der Slalom ausgetragen wird, erhielten Grünes Licht.

Trotzdem steht den Verantwortlichen noch viel Arbeit bevor. "Der Naturschnee ist schön anzuschauen, aber schwer zu bewältigen", erklärte Streif-Pistenchef Herbert Hauser. "Unglaublich, was auf der Piste passiert", lobte Rennleiter Mario Mittermayer-Weinhandl.

Die Pistenarbeiter profitieren von einer kompakten Präparierung des Untergrunds. Nun muss nur noch der Neuschnee aus der Piste befördert werden, ehe die Streif in einen Eislaufplatz verwandelt wird.

Bereits in zehn Tagen startet das Spektakel auf dem Kitzbüheler Hahnenkamm. Am Montag ist die traditionelle Europacup-Abfahrt auf der Streif angesetzt. Das erste Training für die Speed-Asse folgt am Dienstag.


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