Bittere Tränen

15. Juli 2018 21:15; Akt: 15.07.2018 21:56 Print

So trauert Kroatien über das verlorene WM-Finale

Traum geplatzt! Kroatien hoffte auf den ersten WM-Titel, doch gegen Frankreich setzte es eine Final-Pleite. Ein Land zwischen Jubel und Frust.

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Mit einem 4:2-Erfolg über Kroatien holte sich Frankreich zum zweiten Mal den Weltmeister-Titel. "Heute" hat die besten Bilder zum Spektakel. Zum Spielverlauf: Mandzukic fälschte einen Freistoß von Griezmann mit dem Hinterkopf unhaltbar zum 1:0 für Frankreich ab (18.). Auf der VIP-Tribüne jubelte Frankreich-Präsident Emmanuel Macron. Die Kroaten steckten nicht auf. Ivan Perisic traf mit einem feinen Schuss zum 1:1-Ausgleich (28.). Die kroatischen "Stehaufmännchen" waren wieder im Spiel. Aber nicht lange. Einen umstrittenen Hand-Elfmeter versenkte Griezmann zur neuerlichen Frankreich-Führung (38.). Die Vorentscheidung? Paul Pogba zieht von der Strafraumgrenze ab, trifft zum 3:1 (59.). Paul Pogba dreht nach dem Final-Treffer jubelnd ab. Trainer Didier Deschamps ahnt bereits, was das Tor wert sein könnte. Und auch Kylian Mbappe trug sich in die Schützenliste ein. Der 19-Jährige bezwang Kroaten-Goalie Subasic mit einem trockenen Schuss. Frankreich-Präsident Macron kannte kein Halten mehr. Negativer Final-Höhepunkt: Flitzer stürmten auf das Feld und sorgten für eine kurze Zwangspause. Kroatien kämpfte weiter, steckte trotz 1:4-Rückstand nicht auf. Mandzukic nutzte einen schrecklichen Patzer von Lloris und verkürzte zum 2:4 (69.). Es blieb beim 4:2-Triumph der Franzosen. Antoine Griezmann und Co. bejubeln den zweiten WM-Titel der Geschichte. Der erste gelang 1998. Trainer Didier Deschamps war damals als Spieler dabei. Stolz, aber enttäuscht verließen die Kroaten Russland.

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Schon der Final-Einzug von Kroatien war eine Sensation, doch natürlich hoffte im 4,2-Millionen-Land jeder auf den ganz großen Streich - den ersten WM-Titel in der Fußball-Geschichte. Doch gegen Frankreich setzte es eine 2:4-Niederlage. Neben dem Frust über die Pleite sind die Kroaten aber auch stolz auf ihr Team.

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Gewitter und Pleite

Schon vor dem Finale sah es in Zagreb nicht gut aus. Heftige Gewitter und Regenfälle trübten die Stimmung, immerhin wurde das Wetter rechtzeitig vor dem Anpfiff etwas besser. 100.000 Fans drückten in Zagrebs Straßen die Daumen. Doch dann gab es nur wenig zu bejubeln. Das Tor zum 1:1 von Perisic (28.) ließ die Fans kurz hoffen, das 2:4 durch Mandzukic (69.) war bestenfalls Ergebnis-Korrektur, und zudem ein Geschenk von Frankreich-Goalie Hugo Lloris.

Traum geplatzt

"Das Märchen ist beendet", schreibt "Jutarnji list" über die Final-Niederlage. Dennoch ist der Stolz über die Leistung des Sensationsteams zu merken: "Die 'Feurigen' sind unser ganzer Stolz", heißt es in den Medien. "Kroatien ist heldenhaft im Finale gefallen", oder "Doch nur Silber, aber mit goldenem Glanz. Ihr seid für uns die Champions."

Historische Leistung

Tatsache ist, dass die Kroaten über ihr bestes Ergebnis in der WM-Geschichte jubeln dürfen. Bisher war es der dritte Platz bei der WM 1998 in Frankreich. Dem Team ist ein großer Empfang in der Heimat gewiss. "Wir werden unsere Jungs auch so feiern, denn sie haben es sich verdient", kündigte ein TV-Moderator an.


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(heute.at)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ..... am 15.07.2018 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kroatien und bleibender Eindruck

    Ob gewonnen oder nicht einen bleibenden und positiven Eindruck hat Kroatien auf jeden Fall hinterlassen. Großartig war auch das Verhalten der kroatischen Präsidentin die nicht nur ihre Spieler mit vollen Respekt verabschiedet hat sondern auch die Franzosen und vor allem auch die Schiedsrichter und Linienrichter da kann man sich nur mehr als eine Scheibe davon abschneiden.

  • Thomas am 15.07.2018 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Schiedsrichterleistung eines Finales unw

    Es war wichtig, den Videobeweis einzuführen. Dabei gibt es aber eine Schwachstelle - entscheiden muss ein Schiedsrichter - also ein Mensch. Das man sich das Hands ansieht und dann Elfmeter gibt, finde ich schon sehr merkwürdig. Der Kroate ist gesprungen und hatte keine unnatürliche Bewegung der Hand. Den Freistoß, der zum 1:0 für Frankreich führte hätte man auch nicht geben dürfen.

  • Ludomir am 15.07.2018 21:27 Report Diesen Beitrag melden

    Also wenn ich bei dem Titelfoto

    raten müsste, welches Land das ist, mit Frankreich hätt ich nicht gerechnet.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Igor am 16.07.2018 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    viva la France!

    Es ist schön, dass jeder zu Kroatien hält, gewonnen haben dennoch die Franzosen und das zurecht. auch sie haben den Sieg redlich verdient. Ihre Leistung war nun mal besser, als die der Kroaten. Zumindest hatten sie weder ein Eigentor noch ein Handspiel :)

    • Klaus am 16.07.2018 07:58 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt so nicht ganz

      Das Eigentor entstand aus einem Freistoß den es nicht geben hätte dürfen und das Handspiel war keines somit kein Elfmeter. Kroatien war die bessere Mannschaft wurde dafür aber nicht belohnt. So weit zu den Fakten. Ändern wird sich dadurch nichts aber es ist schade, dass ein Schiedsrichter so das Spiel beeinflusst hat. Die fifa sollte sich nicht nur den Videobeweis sondern auch die challenge-regel bei der nfl abschauen und adaptieren

    • Mr Right am 16.07.2018 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Igor

      Schwalbe vom Griezemann, darüber redet keiner, bei den Franzosen ist es gestattet. Afrika ist der große Sieger nicht Frankreich.

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  • Thomas am 15.07.2018 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Schiedsrichterleistung eines Finales unw

    Es war wichtig, den Videobeweis einzuführen. Dabei gibt es aber eine Schwachstelle - entscheiden muss ein Schiedsrichter - also ein Mensch. Das man sich das Hands ansieht und dann Elfmeter gibt, finde ich schon sehr merkwürdig. Der Kroate ist gesprungen und hatte keine unnatürliche Bewegung der Hand. Den Freistoß, der zum 1:0 für Frankreich führte hätte man auch nicht geben dürfen.

  • Krake Paul das Orakel am 15.07.2018 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Echte Loyalität gilt nur der Herkunft

    Diese WM hat es häufig gezeigt, Leute die schon seit Jahrzehnten eingebürgert sind und der herrschenden Integrationspropaganda (ALLER Parteien) nach "überzeugte Österreicher" sein sollen, ziehen sich Dressen ihrer WAHREN Heimat an. Man sieht, die sogenannte "Integration" ist nur ein Märchen, trotzdem wurde Hunderttausendfach eingebürgert. Ein katastrophaler Fehler!

    • Klaus am 16.07.2018 08:00 Report Diesen Beitrag melden

      ...

      Also ich hatte ein Island shirt an..vlt frag ich da mal nach..

    • Krake Paul das Orakel am 16.07.2018 15:22 Report Diesen Beitrag melden

      Island-Fan weil Ösi zu bunt ist

      Hatte ich auch. Dort mach ich auch Urlaub.

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  • Sucher am 15.07.2018 22:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Volk

    Ist doch egal wer gewonnen hat, das Volk des jeweiligen Landes hat sowieso nichts davon.

  • ..... am 15.07.2018 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kroatien und bleibender Eindruck

    Ob gewonnen oder nicht einen bleibenden und positiven Eindruck hat Kroatien auf jeden Fall hinterlassen. Großartig war auch das Verhalten der kroatischen Präsidentin die nicht nur ihre Spieler mit vollen Respekt verabschiedet hat sondern auch die Franzosen und vor allem auch die Schiedsrichter und Linienrichter da kann man sich nur mehr als eine Scheibe davon abschneiden.