Großer Klassiker

27. März 2019 05:31; Akt: 27.03.2019 07:25 Print

Theater-Premiere in der Badewanne

von F. Holzer - Tennessee Williams' "Endstation Sehnsucht" gilt seit über 70 Jahren als Weltliteratur. Und als jener Klassiker, der Darstellern am meisten abverlangt. Am Freitag ist am Volkstheater Premiere.

Blanche (Krautz) trinkt auch beim Baden. (Bild: Volkstheater)

Blanche (Krautz) trinkt auch beim Baden. (Bild: Volkstheater)

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Als "Endstation Sehnsucht" 1947 am New Yorker Broadway uraufgeführt wurde, waren die Hauptdarsteller Jessica Tandy ("Miss Daisy und ihr Chauffeur) und Marlon Brando ("Der Pate") Nobodys. Die Premiere war ihr Durchbruch, beide gewannen später Oscars. Tennessee Williams selbst erhielt für sein Drama 1948 den Pulitzer-Preis.

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Der große Klassiker der US- Literatur wird im Volkstheater von der jungen Regisseurin Pinar Karabulut inszeniert, die letztes Jahr ihr Wien-Debüt gab.

Von Sticheleien zum Machtkampf

Steffi Krautz gibt die alternde Südstaaten-Schönheit Blanche, die nach dem Verlust von Haus und Geld gezwungen ist, zu ihrer Schwester Stella (Katharina Klar) und deren polnischem Ehemann Stanley (Jan Thümer) nach New Orleans zu ziehen. Und damit bringt Blanche Unruhe in das sonst einfache Leben ihrer Schwester.

Die alkoholgeschwängerten Spannungen zwischen der geldlosen, rassistischen und ständig zu teuer badenden "Dame von Welt" und dem Draufgänger Stanley entwickeln sich von Sticheleien zu einem Machtkampf, bei dem die Darsteller auch körperlich über sich hinausgehen. Die titelgebende "Sehnsucht" ist dabei nur die Endstation der vorbeifahrenden Straßenbahn.

Das Stück steht bis Ende April auf dem Spielplan.

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