Preisverleihung

24. Februar 2018 21:02; Akt: 24.02.2018 21:53 Print

Umstrittene Sex-Doku siegte bei Berlinale

Als großer Gewinner der Berlinale erhielt "Touch Me Not" den Goldenen Bären für den besten Film. Einige Kritiker hatten den Film nicht ausgehalten.

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Die Verleihung des Goldenen Bären für den besten Film der 68. Berlinale brachte eine Überraschung: Der renommierte Preis ging an "Touch Me Not" von der 38-jährigen rumänischen Regisseurin Adina Pintilie. Der Experimentalfilm will die Spielarten und Grenzen menschlicher Sexualität erforschen.

Das Werk, das die Filmemacherin als "Forschungsprojekt zum Thema Intimität" versteht, nimmt sich nicht zurück. Unter anderem werden ein Besuch in einem Sado-Maso-Club, Transsexuelle und körperlich Beeinträchtigte gezeigt. Für viele Kritiker waren die expliziten Darstellungen zu viel. Sie verließen den Kinosaal – "Heute" berichtete.


Über den Silbernen Bären für die beste Regie durfte sich der amerikanische Regisseur Wes Anderason mit seinem Animationsfilm Isle of Dogs freuen. Bill Murray, der eine Figur im Film spricht, nahm den Preis in Vertretung für den Regisseur an. "Ich bin ein Berliner Hund", sagte der Star.


Ana Brun aus Paraguay gewann den Silbernen Bären als beste Darstellerin für ihre Rolle in dem Drama "Die Erbinnen". Auch der Regisseur des Streifens, Marcelo Martinessi, erhielt einen Silbernen Bären für sein Spielfilmdebüt.


Anthony Bajon ist der beste Darsteller der Berlinale und durfte ebenfalls einen Silbernen Bären entgegen nehmen. Er spielt in "Das Gebet" einen Drogensüchtigen, der sich durch die Kraft des Glaubens von der Sucht befreien will.


Der große Preis der Jury ging an die polnische Regisseurin Malgorzata Szumowska für "Gesicht". Die "böse Farce" kritisiert unter anderem die Kirche.


Die Krimi-Komödie "Museo" vom mexikanischen Regisseur Alonso Ruizpalacios und seinem Schreibpartner Manuel Alcalá erhielt den Silbernen Bären für das beste Drehbuch.


Der Silbernee Bär für eine herausragende künstlerische Leistung ging an den russischen Film "Dovlatov". Genauer gesagt an Elena Okopnaya für Kostüm und Produktionsdesign.


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(lu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ChrisW am 24.02.2018 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Zum Glück kann ich mir ansehen, was ich möchte. Dass einige Kritiker sogar den Saal verlassen haben, sagt schon einiges. Nur auffallen, das dürfte manchen Filmemachern wichtig sein. Grenzen sprengen um jeden Preis. Da bestimme ich mir lieber selber, was meine Kunst ist.

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  • Dr. Frankenstein am 25.02.2018 20:40 Report Diesen Beitrag melden

    Daylight

    Naja..viel cineastischer gehts jetzt wohl kaum mehr. Demnächst wird das Leben von Donald Trumps Darminhalt verfilmt. Ich will echt nichts Spoilern...aber es gibt ein Licht am Ende des Tunnels.

  • Heimatland am 24.02.2018 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Berlinale

    Deutschland schafft sich ab - wen wundert es daher, wenn eine widerwärtige Perversion in Berlin preisgekrönt wird!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Dr. Frankenstein am 25.02.2018 20:40 Report Diesen Beitrag melden

    Daylight

    Naja..viel cineastischer gehts jetzt wohl kaum mehr. Demnächst wird das Leben von Donald Trumps Darminhalt verfilmt. Ich will echt nichts Spoilern...aber es gibt ein Licht am Ende des Tunnels.

  • ChrisW am 24.02.2018 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Zum Glück kann ich mir ansehen, was ich möchte. Dass einige Kritiker sogar den Saal verlassen haben, sagt schon einiges. Nur auffallen, das dürfte manchen Filmemachern wichtig sein. Grenzen sprengen um jeden Preis. Da bestimme ich mir lieber selber, was meine Kunst ist.

    • Christoph Wagner am 25.02.2018 02:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ChrisW

      Ich finde dass das Blödsinn ist was du sagst. Denn gerade die Provokanten Filme sind die, die sehenswert sind. Vermutlich geht es um die Wirklichkeit, und ich finde da gehört gerade bei der Jugend noch viel, viel mehr aufgeklärt & genau mit solchen Filmen schafft man das denn Provokante Sachen bleiben im Gedächtnis.

    • Heimatland am 25.02.2018 09:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ChrisW

      Das mache ich in allen Bereichen der Kunst. Da mag zB auf einem Bild eine Signatur von Picasso oder sonst wem drauf sein - ich entscheide, ob es mir gefällt oder ein Schmarrn ist!

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  • Heimatland am 24.02.2018 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Berlinale

    Deutschland schafft sich ab - wen wundert es daher, wenn eine widerwärtige Perversion in Berlin preisgekrönt wird!

    • silver. am 25.02.2018 01:17 Report Diesen Beitrag melden

      Berlins Geschichte wiederholt sich

      Einfach die Geschichtsbücher aufschlagen, hatten wir ja schon vor ca. 100 Jahren im ersten Jahrzehnt der Zwischenkriegszeit.

    • Christoph Wagner am 25.02.2018 02:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heimatland

      Warum widerwärtige Perversion?? Solch Provokante Filme bleiben im Gedächtnis & gerade dieses Thema gehört viel mehr in die Öffentlichkeit weil das Thema SEX noch immer so Tabuisiert wird. Gerade was dieses Thema betrifft gehört bei der Jugend viel mehr aufgeklärt. Aber aus Ihrer Aussage entnehme ich das sie ein prüder Mensch sind ...

    • silver. am 25.02.2018 05:44 Report Diesen Beitrag melden

      Jugend?!

      Film gesehen? Hier geht es nicht um Sex im Allgemeinen, sondern um Fetische und abartige Ekszesse. Wenn Sie schon vorschlagen, dass wir der Jugend diese näher bringen, dann als Beispiele wohin Sucht, Abhängigkeit und mentale Degeneration hinführen.

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