Karl Mays 100. Todestag

27. März 2012 20:18; Akt: 28.03.2012 01:02 Print

Abenteurer, Hochstapler, Erzähler

Karl May war ein spezieller Mensch: Wegen Diebstahls vom Lehrdienst ausgeschlossen, verbrachte er einige Jahre seines Lebens im Zuchthaus. Man bezichtigte ihn des Betrugs und der Unterschlagung, der Hochstapelei und sogar des Rassismus'. Vor allem aber der Gabe, Menschen mit seinen Abenteuergeschichten zu begeistern. Sein Meisterwerk heißt "Winnetou", am Freitag jährt sich Mays Todestag zum 100. Mal.

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Karl May war ein spezieller Mensch: Wegen Diebstahls vom Lehrdienst ausgeschlossen, verbrachte er einige Jahre seines Lebens im Zuchthaus. Man bezichtigte ihn des Betrugs und der Unterschlagung, der Hochstapelei und sogar des Rassismus'. Vor allem aber der Gabe, Menschen mit seinen Abenteuergeschichten zu begeistern. Sein Meisterwerk heißt "Winnetou", am Freitag jährt sich Mays Todestag zum 100. Mal.

Noch nie gab es einen Autor, der die Grenzen zwischen Ich-Erzähler und realem Autoren-Ich so ausdrücklich verwischte, wie Karl May. Den Höhepunkt bildete die so genannte Old-Shatterhand-Legende: May behauptete felsenfest, höchstpersönlich die Figur von "Winnetous" Blutsbruder und treuestem Begleiter zu verkörpern. Seinem Erfolg tat diese Grenzüberschreitung keinen Abbruch, ganz im Gegenteil: Mit einer weltweiten Auflage von 200 Millionen Büchern zählt May zu den meistgelesenen Autoren. Seine (überlieferten) letzten Worte: "Sieg, großer Sieg! Ich sehe alles rosenrot!"

Leben eines Mythenbauers

Karl May wurde 1842 im deutschen Sachsen geborgen und wollte ursprünglich unterrichten. Seine Laufbahn als Lehrer endete aber schon 1861. 13 Jahre später, nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus, kehrte er zu seinen Eltern zurück und begann zu schreiben. Seine bekanntesten Werke sind "Winnetou I-III" (1893). Karl May starb am 30. März 1912.

Am Mittwoch (23 Uhr, ORF 2) ist May Thema im "Club 2".

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