Monet in Albertina

14. September 2018 06:30; Akt: 13.09.2018 11:22 Print

Allein die Verpackungsbox kostet hier 25.000 Euro

von M. Dorner - 100 Mio. Euro ist das teuerste Bild wert – zu bestaunen ab 21.9.! Wir waren dabei, als die Kunst aus der Kiste kam und kennen Zahlen, die aus dem Rahmen fallen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Sollten Sie einmal in die Verlegenheit kommen, die größten Meisterwerke des Impressionismus auszupacken, lassen Sie sich eines gesagt sein: Weiße Handschuhe reichen dafür nicht!

Umfrage
So ein Theater um die Kunst – finden Sie diesen Aufwand gerechtfertigt?
47 %
22 %
7 %
24 %
Insgesamt 45 Teilnehmer

Kiste schützt 90 Minuten vor 900 Grad
Vor wenigen Tagen landeten die Leihgaben für die erste umfassende Monet-Schau seit mehr als 20 Jahren in Österreich aus 40 internationalen Top-Museen in der Wiener Albertina – der Aufwand, der dafür betrieben wurde, ist laut Direktor Klaus Albrecht Schröder "enorm". So kostet eine einzige Verpackungsbox 25.000 Euro. Schröder: "Sie besteht aus vier Schichten, die den zwei großen Gefahren trotzen: Erschütterung und Feuer. So übersteht der Inhalt einen Sturz aus bis zu sechs Metern Höhe, etwa beim Beladen des Flugzeugs, unbeschadet. Und im Brandfall schafft der Innenaufbau einen Interventionszeitraum von bis zu 90 Minuten bei 900 Grad."

"200 Ausstellungen und nie ein Schaden"
Ein Kurier lässt die verpackte Kunst NIE aus den Augen, er darf sogar mit aufs Rollfeld. Schröder: "Kein Zoll der Welt ist befugt, die Kisten öffnen. Die Abnahme erfolgt erst im klimatisierten Ausstellungsraum." Vom Flughafen ins Museum gelangen sie entweder „im großen Stil mit Polizeieskorte, oder in unauffälligen Transportern ohne Branding. Da würde keiner je auf die Idee kommen, sie zu überfallen." Und der immense Aufwand zahlt sich aus. "In 40 Berufsjahren und mehr als 200 Ausstellungen ist noch nie etwas passiert."

Schau kostet Albertina 2,5 Mio.Euro
Die ingesamt 100 gezeigten Meisterwerke sind bis zu 100 Mio. Euro wert, für die Schau berappt die Albertina 2,5 Mio. Euro. "Das muss man erst einmal verdienen, mit diesem Geld kann man mehrere Einfamilienhäuser bauen", weiß der Hausherr. Genaue Besucherprognosen gibt's keine, aber: Die Ausstellung könnte durchaus an Van Goghs Rekord (600.000 Gäste in drei Monaten) von 2008 kratzen. Am Eröffnungstag sperrt das Haus erstmals um 9 Uhr aus. Tipp: "Lange Nacht der Museen" am 6.10.


"Die Albertina" – ein Tag im Kunsttempel

Monet, der "Meister des Lichts"
Ab 21.9. zeigt die Albertina die erste umfassende Präsentation von Claude Monet (1840–1926) seit über 20 Jahren in Österreich. Die Ausstellung spannt den Bogen von seinen ersten vorimpressionistischen Werken bis hin zu seinen allerletzten Gemälden, die in seinem Garten in Giverny entstanden sind. Die Retrospektive ist mit 100 Gemälden von über 40 Leihgebern aus der ganzen Welt bestückt.

Claude Monet steht wie kein anderer für die Malerei des Impressionismus. Der französische "Meister des Lichts" war ein zentraler Wegbereiter der Malerei im 20. Jahrhundert. Er malte am Meer, an der Steilküste der Normandie und an den Ufern der Seine. Die Wasseroberflächen seiner Bilder reflektieren die leuchtenden Farben üppiger Vegetation im Sommer und den geheimnisvoll grau und blau gefrierenden Dunst seiner Landschaften im Winter. Monets Licht und Farben wechseln auf der Leinwand mit der sich stets verändernden Natur und mit der Vielfalt an atmosphärischen Eindrücken, die der Maler vor den Motiven empfindet. Um sie in ihrer Erscheinungsvielfalt zu erfassen, malt er viele seiner Motive in Serien.

Dem bislang wenig untersuchten Farbkonzept und Claude Monets leidenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Pflanzen- und Wasserwelt im Garten seines Landhauses in Giverny widmet sich die Albertina in einer großen, monografischen Ausstellung. Drei Gemälde aus der eigenen Sammlung sowie bedeutende Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen beleuchten Monets Werdegang vom Realismus über den Impressionismus bis hin zu einer Malweise, bei der sich die Farben und das Licht allmählich vom Gegenstand lösen und das Motiv von der Naturbeobachtung unabhängig wird. Mit seinem Spätwerk bereitet Monet erst nach seinem Tod der Malerei des abstrakten Expressionismus den Boden. Die Ausstellung läuft bis 6. Jänner 2019.


HIER
gibt's mehr Infos


Showbiz-News immer als Erster wissen!

Mit den neuen, kostenlosen Push-Nachrichten informieren wir Sie ab sofort direkt auf Ihrem Handy. Sie erhalten Infos zu den wirklich wichtigen Ereignissen aus der Welt der Stars, Musik, Kino und TV.

Und so geht's: Laden Sie die gratis die "Heute"-App im iTunes App Store (Apple) oder via Google Play (Android) herunter, und schon profitieren Sie vom Push-Nachrichtendienst!

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:


Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tim Braverman am 14.09.2018 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Eindeutig

    Wenn alleine die Verpackung 25.000,00 kostet, dann muß es ja einfach gut sein...wie einfach die Welt doch ist, oder ?

  • pipolo am 14.09.2018 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    UNSIN

    Ich male das für vieieieieiel weniger.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Tim Braverman am 14.09.2018 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Eindeutig

    Wenn alleine die Verpackung 25.000,00 kostet, dann muß es ja einfach gut sein...wie einfach die Welt doch ist, oder ?

  • pipolo am 14.09.2018 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    UNSIN

    Ich male das für vieieieieiel weniger.

    • Dominic Reichhold am 14.09.2018 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @pipolo

      Wahnsinn in anderen Ländern verhungern Menschen und hier wird für zig tausende und aber Millionen euro für Bilder in Museums ausgegeben? bin kein Feind von Kunst aber diese Summen sind einfach nur abartig...

    • G.B. am 15.09.2018 01:29 Report Diesen Beitrag melden

      @pipolo - Was hat Priorität ?

      Österreich - First ! Aber mit praktischen Nutzen für das Volk ! Da fehlt das Geld ! Statt alte Schinken anglotzen zuerst für eine ordentlich gesicherte Grenze und den Abschub der 100.000 Illegalen Migranten in unserem Land sorgen ! ! ! ! Für andere Länder ist die UNO da ! !

    einklappen einklappen