Filmarchiv Austria beklagt

25. Februar 2018 15:06; Akt: 25.02.2018 15:27 Print

Antisemitismus? Film-Programm landete im Müll

Das Filmarchiv Austria beschäftigt sich im März mit dem Thema des Antisemitismus und der politischen Suche nach Sündenböcken. Das passt nicht allen.

Wie das Filmarchiv auf Facebook schrieb, wurden die Programmhefte gezielt aus sämtlichen Entnahmeboxen genommen und in den Müll geworfen (Bild: Facebook)

Wie das Filmarchiv auf Facebook schrieb, wurden die Programmhefte gezielt aus sämtlichen Entnahmeboxen genommen und in den Müll geworfen (Bild: Facebook)

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"Die Stadt ohne" heißt der März-Themenschwerpunkt des Filmarchiv Austria. Es geht anlässlich des heurigen Gedenkjahres zu den Jahren 1918/1938 um die politische Suche nach Sündenböcken und deren Vertreibung, die letztlich in den mörderische Holocaust unter den Nazis mündete. Das stößt bei einigen Unbekannten offenbar auf Ablehnung.

Wie das Filmarchiv auf Facebook beklagte, wurden Programmhefte zur Ausstellung offenbar gezielt aus den "Standard"-Entnahmetaschen in Wien gefischt und in nahegelegene Mülleimer gestopft.

Das Posting wurde bereits hundertfach auf Facebook geteilt. Zahlreiche Facebook-Nutzer zeigten sich schockiert und entrüstet über die Aktion.

"Zeichen setzen"

Das Filmarchiv vermutet einen rechtsextremen Hintergrund der Taten. Seine Facebook-Freunde ruft die Institution auf: "Setzt in Zeiten wie diesen mit uns ein Zeichen". Wer "diese scheinbar rechtsorientierte undoder kulturfeindliche Gruppe von Menschen" bei ihrer Tat beobachten könne, solle sie "auf ihr Wirken aufmerksam" machen.

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(red)

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  • Censorship am 26.02.2018 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Mal vermuten, bevor wir Fakten haben..

    Na ja, was glaubt man, wenn man massiv religiöse Antisemiten hofiert... Es wird immer wieder angesprochen, die Zunahme des Antisemitismus in Österreich, aber dass große Teile davon importiert wurden, wird in den Medien fleißig verschwiegen.. Und ich bin zu 90% überzeugt, dass auch dies zensiert wird, man "vermutet" lieber einen rechtsextremen Hintergrund.

  • Penelope am 26.02.2018 22:52 Report Diesen Beitrag melden

    Das erinnert mich ein bisschen...

    ...an die Wahlplakatbeschmierer. Es ist halt auch die Frage was man so alles als "Antisemitismus" bezeichnet... dazu zählt z.B. ja auch Kritik an den zwielichtigen Philantrophen George Soros, Bill Gates generell am Geld- bzw. Bankensystem oder auch wenn man nur über Bilderbergtreffen spricht (obwohl die Demo gegen das Treffen 2015 in AT von Linken organisiert wurde und teile der Gästeliste sogar auf Wikipedia abrufbar sind). Die Hauptfrage ist doch: Wieviele Semiten muss ich in meiner Firma beschäftigen, bevor ich mir alles erlauben und jegliche Kritik als "Antisemitismus" abtun kann?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Penelope am 26.02.2018 22:52 Report Diesen Beitrag melden

    Das erinnert mich ein bisschen...

    ...an die Wahlplakatbeschmierer. Es ist halt auch die Frage was man so alles als "Antisemitismus" bezeichnet... dazu zählt z.B. ja auch Kritik an den zwielichtigen Philantrophen George Soros, Bill Gates generell am Geld- bzw. Bankensystem oder auch wenn man nur über Bilderbergtreffen spricht (obwohl die Demo gegen das Treffen 2015 in AT von Linken organisiert wurde und teile der Gästeliste sogar auf Wikipedia abrufbar sind). Die Hauptfrage ist doch: Wieviele Semiten muss ich in meiner Firma beschäftigen, bevor ich mir alles erlauben und jegliche Kritik als "Antisemitismus" abtun kann?

  • Censorship am 26.02.2018 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Mal vermuten, bevor wir Fakten haben..

    Na ja, was glaubt man, wenn man massiv religiöse Antisemiten hofiert... Es wird immer wieder angesprochen, die Zunahme des Antisemitismus in Österreich, aber dass große Teile davon importiert wurden, wird in den Medien fleißig verschwiegen.. Und ich bin zu 90% überzeugt, dass auch dies zensiert wird, man "vermutet" lieber einen rechtsextremen Hintergrund.