Persönliche Aufzeichnungen

09. Juni 2019 10:33; Akt: 09.06.2019 10:34 Print

Was hinter den Songs auf Aviciis Album steckt

Mithilfe von Notizen wurden begonnene Tracks nach dem Tod von Avicii vervollständigt. Nun ist das letzte Album des Star-DJ da.

Bildstrecke im Grossformat »
Ein Jahr nach seinem Tod wird ein neues Album von Tim Bergling alias Avicii veröffentlicht: Mithilfe von Notizen, die er vor seinem Tod festgehalten hatte, wurden die Songs von drei Produktionsteams, mit denen er zu Lebzeiten zusammengearbeitet hatte, vollendet. Hier gibt es die Gedanken hinter einigen der neuen Songs. "Peace Of Mind": Über diesen Song schrieb Tim Bergling: "Ich liebe diesen Song, besonders als Intro oder so!" Co-Songwriter Vincent Pontare meint: "Als Schwede nach Los Angeles zu kommen, fühlt sich wie eine Pause vom langen, dunklen Winter an. Los Angeles ist ein komischer Ort. Man ist total nahe an den Sternen und gleichzeitig auch so weit weg. Dieses Gefühl transportiert der Song." "Heaven": Diesen Song hat Avicii zusammen mit Coldplay-Frontsänger Chris Martin geschrieben. Er sei inspiriert von Himmel und Hölle, habe Avicii zu Lebzeiten erzählt. "SOS": Avicii hat festgehalten, dass er auf diesem Song Aloe Blacc featuren möchte. Produzent Albin Nedler meint: "Tim hatte sehr genaue Vorstellungen von diesem Song. Er konnte die Leute verrückt damit machen, wenn er eine bestimmte Stelle 50-mal wiederholte, bis sie genau so klang, wie er sich das vorstellte." "Tough Love": Bei diesem Song wollte Avicii laut Salem Al Fakir den Country-Sound zurückbringen, der schon bei "Hey Brother" hörbar war. Avicii notierte dazu: "Das muss ein Duett sein. Am besten mit einem echten Paar. Oder zwei Leuten, die schon so oft miteinander gearbeitet haben, dass sie als Paar durchgehen könnten!" "Bad Reputation": Laut dem schwedischen Songwriter Carl Falk sprach Avicii bei diesem Song viel von afrikanischer Musik. Er habe einen leichteren, natürlicheren Sound gesucht als die kraftvollen Beats in seinen anderen Songs. "Ain't A Thing": Falk erinnert sich daran, dass Avicii immer verrückte Ideen hatte - am wichtigsten waren ihm bei seinen Songs aber die Lyrics. Es sei schwierig, den Chorus dieses Songs anzuhören, weil Avicii ihn besonders geliebt hatte. "Hold The Line": Dieser Song ist inspiriert von einem Demo-Tape, das Avicii zugesandt wurde. Bei diesem habe er sofort Gänsehaut bekommen, so ein Freund von Tim. "Freak": Die Produzenten Albin Nedler und Kristoffer Fogelmark hatten bereits begonnen, diesen Song zu schreiben. Als sie ihn Avicii zeigten, war dieser sofort begeistert. Tim hat den Song darauf komplett neu arrangiert und ein Snippet eines japanischen Popsongs eingefügt. Alle Einnahmen des Albums sollen an die Tim Bergling Foundation gehen, die sich für Suizid-Prävention und psychische Gesundheit einsetzt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Über ein Jahr ist mittlerweile seit dem plötzlichen Ableben des schwedischen DJs Tim Bergling alias Avicii am 20. April 2018 vergangen. Nun ist am 6. Juni sein neues – und voraussichtlich letztes – Album "TIM" erschienen.

Wie Universal Music in einer Medienmitteilung verkündete, waren einige der zwölf Tracks auf dem neuen Album bereits vor Tim Berglings Tod fertig, anderen fehlte noch der Feinschliff.

Erlös geht an einen guten Zweck

Mithilfe von Notizen, die Avicii zu den neuen Songs festhielt, konnte das posthume Werk vollendet werden. Zudem soll er seine Visionen zu den neuen Liedern auch mit seinen Produzenten geteilt haben.

Alle Einnahmen des Albums sollen an die Tim Bergling Foundation gehen, die sich für Suizid-Prävention und psychische Gesundheit einsetzt.

Was Avicii zu den neuen Songs zu Lebzeiten aufgeschrieben hat und was die Produzenten dazu meinen, siehst du in der Bildstrecke.


Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(afa/20 Minuten)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.