Neue Sängerin bei Parov Stelar

15. April 2019 04:00; Akt: 14.04.2019 17:20 Print

"Als ich Elena sah, stand die Bühne in Flammen"

von F.Bauer - Die Parov Stelar Band hat eine neue Sängerin. Mastermind Marcus Füreder und Elena haben mit uns darüber geplaudert.

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Am vergangenen Freitag stand im Rahmen des 4GameChanger-Festivals in der Marxhalle ein Konzert der Parov Stelar Band auf dem Programm. Unmittelbar vor dem Auftritt, der das Influencer-Treffen beschließen sollte, ließ die Band eine Besetzungs-Bombe platzen.

Wie auf den Social-Media-Kanälen verlautbart wurde, zieht sich Sängerin Cleo Panther nach acht Jahren aus privaten Gründen (ob ein Heiratsantrag ihres Freundes kurz vorher damit zu tun hat, kann nur spekuliert werden) zurück und wird nicht länger ein Teil der Parov Stelar Band sein. Gleichzeitig präsentierte man ihre Nachfolgerin.

Elena Karafizi heißt die junge Dame, die von nun an den Songs von Parov Stelar eine Stimme verleihen wird. Auf Empfehlung eines Freundes hörte man sich ein Demo der Moldawierin an und lud sie schließlich zum Vorsingen nach St. Pölten ein. Dort "funkte" es sofort, wie Elena und Marcus Füreder im "Heute"-Talk verraten haben.

Heute: Elena, Sie sind die neue Sängerin der Parov Stelar Band. Wie ist das passiert?
Elena: Uff. Ich weiß auch nicht. Es war Magie. Durch gute Verbindungen und gute Leute. Viel harte Arbeit und dafür hat sich das Universum jetzt bei mir bedankt.

Heute: Gab es für die Stelle ein Casting?
Marcus: Ja, wir hatten ein Vorsingen. Ich war so überrascht von der hohen Qualität der jungen Sängerinnen. Für mich zählt die Chemie am meisten. Als ich Elena sah, stand die Bühne plötzlich in Flammen. Sie fing an und schon nach zehn Sekunden hatte ich Gänsehaut. Das kann man nicht spielen. Da war mir klar, wir haben gefunden, was wir gesucht haben.

Heute: Wo hat das Vorsingen stattgefunden?
Marcus: Es war in einer Großstadt, ähnlich wie New York. In St. Pölten.

Heute: Wie haben Sie von dem Vorsingen erfahren?
Marcus: Wir haben Elena eingeladen. Es gab kein öffentliches Vorsingen. Uns wurden einigen Sängerinnen vorgeschlagen und empfohlen, wir sind ja nicht so schlecht vernetzt in der europäischen Szene. Es gibt diese spezielle rumänische Band namens Golan, sie sind engen Freunde. Mihai ist ein Typ, dem ich vertraue, und er sagte: 'Bitte hör dir Elena Karafizi an'. Er schickte mir auch den Track "Rocket Love", den sie gemeinsam aufgenommen haben. Ich hörte ihn mir an und dachte: 'Nicht schlecht'. Als ich sie dann auf der Bühne gesehen habe war ich sprachlos.

Heute: Wieviele Sängerinnen waren beim Vorsingen?
Marcus: Es waren wirklich viele. Wir machten eine Prepreselection, dann eine Preselection und am Ende waren es drei Sängerinnen, die zur Auswahl standen.

Heute: Was war Ihre Erwartung, als sie von Molawien zum Vorsingen nach St. Pölten gekommen sind?
Elena: Mein Ziel war, es möglichst locker an die Sache heranzugehen. Ich wollte mich nicht durch zu große Erwartungen belasten. Ich hab meinem Bauchgefühl vertraut und blieb ich selber. Und irgendwie hat es dann gepasst und Klick gemacht.

Heute: Waren Sie mit der Musik von Parov Stelar vertraut?
Elena: Ich kannte ein paar der Songs. In meiner Heimat habe ich ein paar Freunde, die Parov Stelar hören. Ich hatte aber noch nie die Gelegenheit, sie auf Festivals live zu sehen.

Heute: Sie wurden erst vor wenigen Stunden als neue Sängerin angekündigt. Können Sie schon alle Songs singen?
Marcus: Die Songs für die Live-Show sitzen schon. Ich habe mehr als 400 Lieder veröffentlicht, das wäre dann ein bisschen schwer, sie jetzt schon alle zu können.

Heute: Wie schauen jetzt die Pläne für die nächsten Wochen und Monate aus?
Marcus: Im Juni startet unsere Europa-Tournee. Ich arbeite auch an einem neuen Album und versuche, einen Song mit Elena auf dem Album zu haben. Das reicht einmal für den Sommer.

Heute: In Österreich steht ein Auftritt am Elwood Festival in Ort im Innkreis am 3. Juli an. Was können Fans dort erwarten?
Marcus: Ich habe noch nie eine so lange Pause gemacht wie jetzt. Wir haben seit sechs oder sieben Monaten nicht live gespielt. Es fühlt sich deswegen wie ein Comeback an. Wir haben neue Visuals, wir haben neue Bühnenbeleuchtung. Wir haben jetzt Elenea. Wir haben neue Songs. Es war an der Zeit, eine große Veränderung zu machen. Das neue Album wird ebenfalls in eine andere Richtung gehen. Trotzdem werden Leute, denen meine bisherige Musik gefällt, auch am neuen Material Gefallen finden. Es wird sehr spannend.

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