"Game of Thrones"-Star

22. Mai 2019 10:34; Akt: 22.05.2019 11:14 Print

Sophie Turner findet Petition "respektlos"

Dass "Game of Thrones"-Fans ein Remake der achten Staffel fordern, sorgt bei den Darstellern für Kopfschütteln.

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Nicht nur die "Game of Thrones"-Fans bewegt (und erzürnt) das Ende der Show, auch die Stars der Serie teilen nun ihre Gedanken zum großen Finale. ACHTUNG, diese Bildstrecke enthält massive SPOILER! Zuerst lassen wir Lena Headey (sie spielte Cersei Lannister) zu Wort kommen... Die kurzzeitige Herrscherin von Westeros ist eher den Bösewichten als den Helden der Saga zuzuordnen. Die Affäre mit ihrem Zwillingsbruder Jamie (Nikolaj Coster-Waldau) sorgte bereits in der ersten Episode für Entrüstung, später erkämpfte sie sich durch finstere Intrigen und enorme Skrupellosigkeit ihren Platz auf dem Eisernen Thron. Ihr Ende fand sie schließlich gemeinsam mit Jamie unter dem Red Keep. "Ich wollte, dass sie am Ende eine wichtige Rolle oder einen großen Kampf bekommt, [aber] je öfter wir darüber sprachen, desto mehr wirkte es wie der perfekte Abgang für sie. [Sie und Jamie] kamen zusammen in diese Welt und nun verlassen sie sie zusammen", so Lena Headey. "Ihre Wache ist zu Ende (ich weiß, sie hatte keine Chance, die Nachtwache wollte sie nicht... aber trotzdem)", schrieb die Aktrice zudem auf Instagram. "Nun ja, es ist seltsam, oder?" meinte Kit "Jon Snow" Harington zum GoT-Finale. "Es ist immer so, wenn es um einen Film oder eine Serie geht. Ich schätze, du erwartest dir diese große Fanfare, weil [du glaubst, dass] es für jeden endet, sobald es für dich endet. Aber in Wirklichkeit, wenn der letzte Tag da ist und es geht zu Ende, müssen die anderen weitermachen und etwas anderes in Angriff nehmen." "Deshalb fühlte es sich an, als würde man gehäutet. Es war in etwa so: 'Okay. Wir müssen das abschließen, weil wir weitermachen und Maisie [Williams, Arya Stark] dabei filmen, wie sie etwas macht.'" "Es ist also irgendwie brutal. Es ist eine brutale Erfahrung, vor allem nach neun Jahren. Du denkst dir: 'Oh, okay, das ist erledigt.' Du beendest es, und das war's." "Es gibt keine besseren Autoren im Fernsehen als Dan Weiss und David Benioff. Sie haben es brillant zu Ende gehen lassen, besser, als ich es mir hätte ausdenken können, und ihr könnt euch darauf freuen", sagte Peter Dinklage (der Tyrion Lannister, eine der Hauptfiguren, verkörperte) vor der Ausstrahlung der finalen Staffel gegenüber "Entertainment Tonight", rollte dann jedoch vielsagend mit den Augen. Traurig stimmt den Schauspieler jedenfalls, dass ein besonderer Abschnitt seine Lebens mit "Game of Thrones" zu Ende geht: "Es ist ziemlich herzzerreißend, weil ich eine großartige Rolle in einer großartigen Show hatte. Viele von uns sind nach Nordirland gezogen, um 'Game of Thrones' zu drehen. Meine Kinder gingen sogar hier zur Schule. [Am Set] haben sich viele Leute kennengelernt, geheiratet und wieder getrennt. Wir haben neun Jahre lang gedreht, da schlägst du in der örtlichen Gemeinde Wurzeln." "'Game of Thrones' hat mich als Frau, Aktrice und menschliches Wesen geformt", schrieb Emilia Clarke (Daenerys Targaryen) nach Ausstrahlung der letzten Folge auf Instagram. "Ich wünschte mir nur, mein geliebter Vater wäre nun hier, um zu sehen, wie weit wir geflogen sind. "Aber euch, ihr lieben Fans der Magie, schulde ich so großen Dank, für euren unerschütterlichen Blick auf das, was wir geschaffen haben und was ich mit einer Figur gemacht habe, die schon in den Herzen von so vielen war, bevor ich die platinblone Perücke der Träume angelegt habe. Ohne Euch gibt es kein Uns." Was Emilia konkret vom Finale hält? Dazu wurde die Schauspielerin schon vor der achten Staffel von "Entertainment Tonight" befragt. Sie lachte gequält in die Kamera und sagte dann mit sarkastischem Unterton: "Die beste Season aller Zeiten." Tja, da hätten die Fans eigentlich schon gewarnt sein sollen. Am Ende ist es Arya Stark (Maisie Williams), die dem Night King den Garaus machen darf. "Es war so unglaublich aufregend, aber ich dachte sofort daran, dass jeder es hassen würde. Dass Arya es nicht verdient", erklärte Maisie in einem Interview mit "Entertainment Weekly". "Das Schwierigste in jeder Serie ist es, einen Bösewicht aufzubauen, den man unmöglich besiegen kann und dann besiegst du ihn doch. Es muss clever gemacht sein, denn sonst denken sich die Leute: 'Naja, [der Schurke] kann nicht so schlimm gewesen sein, wenn ein 45-Kilo-schweres Mädchen daherkommt und ihn niedersticht." "Du musst es cool machen", erklärte Maisie Williams. "Und dann habe ich meinem festen Freund davon erzählt und er darauf so 'Mmm, eigentlich sollte es Jon machen, richtig, sollte er doch?'" Am Ende verdichtet sich alles zu einem einzigen, wichtigen Moment, so Maisie. "Es ist auch unerwartet, und genau das macht diese Show. Also dachte ich mir dann: 'F*ck dich, Jon, ich erledige das.'" "Viele Leute waren überrascht, wie sich Sansas Figur entwickelt hat. Ich war es nicht", sagte Sansa-Darstellerin Sophie Turner. "Sie war immer schon gut darin, sich anzupassen, etwas vorzutäuschen und jeden um sie herum zu manipulieren, indem sie nichts sagt. Und das hat sie gerettet - wenn sie nämlich gegen Prinz Joffrey oder Cersei oder sogar Littlefinger aufbegehrt hätte, wäre ihr der Kopf abgeschnitten worden." Dass Lord Varys nicht zum Herrscher von Westeros wurde, störte seinen Darsteller Conleth Hill weniger als die Tatsache, dass der kahle Strippenzieher das Zeitliche segnen musste. Er nahm den Tod der Figur persönlich und brauchte Zeit, um darüber hinwegzukommen. Zudem störte Conleth (re.), dass es kein letztes Treffen zwischen Varys und Littlefinger gab. "Die letzten beiden Staffeln waren nicht meine liebsten", so der Schauspieler, der aber hinzufügte: "Ich bin im Großen und Ganzen nicht enttäuscht... es klingt so, als wäre ich es. Aber es war großartig." Viele GoT-Fans waren gar nicht amused, dass Brienne von Tarth (Gwendoline Christie) mit Jamie Lannister in die Kiste sprang. Gwendoline sieht das ein wenig anders: "Ich denke, wenn du dem Tod Auge in Auge gegenüber stehst und es überlebtst, willst du alles erleben, das das Leben zu bieten hat. Es wäre nicht menschlich, darauf zu verzichten. [Brienne] ist eine Frau und das bedeutet, sie hat eine Libido, also warum sollte sie diese nicht erforschen. Ich persönlich... Ich habe immer gehofft, sie komme mit Dany [Daenerys Targaryen] zusammen." Was hält die Gwendoline Christie davon, dass Jamie sich am Ende gegen Brienne und für Cersei entscheidet? "Ich war sehr aufgebracht und musste Spazieren gehen. Und ich weiß, das ist dämlich. Sie ist nur eine Figur, kein menschliches Wesen, aber ich habe so starke Gefühle für sie. Ich liebe es, dass sie daran nicht zerbricht. Sie macht sich wieder an die Arbeit. Weil sie die Arbeit immer geliebt hat - das fühlt sich erfrischend anders an, eine Frau, die ohne Partner glücklich sein kann. "Frauen müssen nicht durch ihre Partner definiert werden, und das ist gut. Aber mein Gott. So ist das in 'Game of Thrones', oder? Gerade wenn du denkst, dass alles gut läuft, tritt es dir noch härter in den Bauch." Isaac Hempstead Wright (Bran Stark) vergleicht den Night King mit Frankensteins Monster: "Bran hat die Erschaffung des Night King gesehen, oder den ersten White Walker, oder was auch immer. Er erkennt, dass [der Night King] einmal einfach ein normaler Kerl war, der an einen Baum gebunden wurde und dem ein Stück Drachenglas ins Herz gestochen wurde." "Er hat nicht darum gebeten, dieser herumwütende, verrückte Eis-Killer zu werden. Es ist also quasi ein Frankensteins-Monster-Szenario... also haben wir versucht, einen Moment einzubauen, in dem Bran Mitleid mit ihm empfindet."

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Noch bevor die beliebte US-Serie "Game of Thrones" am Montag ins große Finale ging, forderten Fans in einer Petition ein Remake der achten Staffel. Über 1.4 Millionen Zuschauer haben bereits unterschrieben.

Besonders entsetzt darüber ist "Game of Thrones"-Darstellerin Sophie Turner, die in der Serie die Rolle der Sansa Stark verkörperte. "Ich finde es respektlos gegenüber der Crew, den Autoren und den Machern, die über zehn Jahre an der Serie und elf Monate an der letzten Staffel gearbeitet haben. So viele Menschen haben so hart daran gearbeitet", erklärte sie gegenüber der "New York Times".

Achtung SPOILER zur achten Staffel

Überrascht sei sie jedoch nicht: "Die Leute haben immer eine bestimmte Vorstellung davon, wie etwas zu Ende geht. Wenn es nicht nach ihrem Geschmack endet, dann fangen sie an zu rebellieren."

Sie erklärt weiter: "Bei 'Game of Thrones' gab es schon immer verrückte Twists - angefangen mit dem Tod von Ned. Und dann wird Daenerys zur Mad Queen - die Fans sollten das aber nicht so negativ sehen. Natürlich ist es ein Schock, aber ich denke, dass ist nur, weil es nicht so geendet hat, wie sie es sich vorgestellt haben."

Game of Thrones Funfacts

Kit Harington: "Fi*** euch"

Auch "Game of Thrones"-Star Kit Harington ärgerte sich über die böse Kritik der Fans. In einem Interview mit "Esquite" meinte er: "Egal was irgendjemand über diese Staffel denkt – und ich will hier nichts Gemeines über Kritiker sagen – aber wenn irgendwelche Kritiker in einer halben Stunde etwas Negatives über diese Staffel zusammenschreiben, dann können sie sich meiner Meinung nach auch einfach selbst ficken gehen."

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(LM)

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