Spielte in Kampusch-Film

26. April 2019 14:20; Akt: 26.04.2019 15:52 Print

Schauspielerin Ellen Schwiers ist tot

Schauspielerin Ellen Schwiers ist am Freitag im Alter von 88 Jahren gestorben. Sie spielte in zahlreichen beliebten Serien und weltbekannten Filmen mit.

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Ellen Schwiers, Mutter der deutschen Darstellerin Katerina Jacob ("Der Bulle von Tölz") ist am Freitag nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Schwiers spielte in zahllosen namhaften Produktionen mit, etwa "Das Erbe von Björndal", "Der letzte Zeuge" oder "Der Satan mit den roten Haaren". In Österreich war Schwiers vor allem für ihre Bühnentätigkeit bekannt. In der Saison 1961/62 spielte sie in Salzburg die "Buhlschaft" in "Jedermann".

Schwiers, 1930 geboren, stellte in ihren Rollen meist verführerische Frauen dar, die das Leben ihrer Mitmenschen auf den Kopf stellten. Zu den Filmen kamen Serien-Auftritte in "Der Bulle von Tölz", "Polizeiruf 110", "Dr. Stefan Frank – Der Arzt, dem die Frauen vertrauen", "Tatort", "Forsthaus Falkenau" oder "Unser Charly". Sie spielte auch in "3096 Tage" mit, der Verfilmung der Autobiographie von Natascha Kampusch, die entführt und acht Jahre lang gefangen gehalten wurde.

Zuletzt in wenigen Rollen zu sehen

Schwiers stammte aus einer Schauspielerfamilie, Vater und Bühnenschauspieler Lutz Schwiers gab ihr Schauspielunterricht. Bis zur bestandenen Schauspielprüfung ging die Tochter allerdings dem Bäcker- und Gärtnerhandwerk sowie auch später der Tätigkeit als Souffleuse nach. Es folgten allerdings schnell viele Rollen in großen Filmen, dann bei Bühnenproduktionen.

1956 heiratete Schwiers den Filmproduzenten Peter Jacob, der früher der Ehemann von Leni Riefenstahl war. Die Schwiers bekamen zwei Kinder, Katarina Jacob und Daniel Jacob, der Sohn verstarb allerdings im Alter von 21 Jahren an einem Tumor. 1992 verstarb auch Ellen Schwiers Mann. Schwiers spielte in den vergangenen Jahren wenige Rollen, litt an einer schweren Krankheit. Nach "3096 Tage" im Jahr 2013 war Schwiers nur noch in "Die Spezialisten – Im Namen der Opfer" im Jahr 2017 zu sehen. Sie lebte zurückgezogen in Berg am Starnberger See.

Sie wollte sterben

Schwiers quälten permanent extreme Schmerzen, wie sie in den vergangenen Monaten immer wieder betonte. In einem Interview erzählte sie sogar, sie liege nur im Bett und warte auf den Tod. Doch die Schauspielerin wollte nicht mehr warten. Die 88-Jährige überlegte gar, für Sterbehilfe in die Schweiz zu reisen. Ein Wunsch, den ihre Tochter strikt ablehnte.

Im März soll Schwiers mit dem Sterbefasten begonnen haben, nichts mehr gegessen oder getrunken haben. "Meine Mutter dämmert ihrem Tod entgegen", wurde ihre Tochter zitiert. Erst vor kurzem äußerte Katarina Jacob, dass sie nicht wisse, wie viele Tage ihrer Mutter noch bleiben würden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maria am 26.04.2019 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sterbehilfe

    Ihre Tochter hat Schwiers Wunsch, daheim in Deutschland zu sterben deshalb abgelehnt, weil keine legale Mittel dazu erlaubt sind.Katerina Jacob wäre mit ihrer Mutter selbstverständlich ins Ausland gereist, aber das wollte ihre Mutter nicht!!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Maria am 26.04.2019 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sterbehilfe

    Ihre Tochter hat Schwiers Wunsch, daheim in Deutschland zu sterben deshalb abgelehnt, weil keine legale Mittel dazu erlaubt sind.Katerina Jacob wäre mit ihrer Mutter selbstverständlich ins Ausland gereist, aber das wollte ihre Mutter nicht!!