Tierischer Gast

06. September 2018 10:02; Akt: 06.09.2018 10:02 Print

Was hat dieses Känguru auf der Baustelle verloren?

Auf einer Baustelle in Gränichen (Schweiz) wurde ein Känguru entdeckt, das bei seinem Halter ausbüxte. Die Polizei musste das Tier einfangen.

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Elektroinstallateurin Sonja Waltert (27) musste sich am Mittwochmorgen kräftig die Augen reiben: Auf einer Baustelle in Gränichen AG, die sie leitet, erblickte die junge Frau auf einmal ein Känguru.

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"Ich sah zuerst eine Katze und wollte sie streicheln", erzählt Waltert. Dann habe sie bemerkt, dass das Katze ganz perplex den Hang hinunter guckt. Waltert folgte dem irritierten Blick des Tiers. "Dann sah ich plötzlich das Känguru vorbeihopsen."

Wallaby musste betäubt werden

Das australische Beuteltier sei bald im Gebüsch verschwunden. Doch es gab ein Wiedersehen: "Wenig später fuhr ich von der Baustelle weg. Da erschien das Känguru in einer Quartierstraße plötzlich wieder vor meinem Auto." Waltert versuchte, das Tier einzufangen – vergebens. Erst der Polizei sollte das Kunststück gelungen.

20 Minuten machte den Halter des Tiers ausfindig, der das Tier privat hält. Laut seinem Vater, der im gleichen Haushalt in Schafisheim AG wohnt, handelt es sich um ein Wallaby, eine kleine Känguruart. "Der Wildhüter hat das Wallaby heute Morgen in Gränichen entdeckt und uns gemeldet. Durch die Polizei konnte es in einen Schopf getrieben und eingefangen werden", sagt André Urech.

Dazu musste das Tier betäubt werden. Die Aufgabe übernahm in diesem Fall Tierarzt Hans-Jakob Leuenberger. Er weist auf die Schwierigkeit des Unterfangens hin: "Die Betäubungspfeile verfügen über keine hohe Treffgenauigkeit. Daher muss man sich in eine gute Schussposition bringen", erklärt er.

Verschwinden ist für Halter ein Rätsel

Zudem seien ausgebüxte Tiere für gewöhnlich in Aufregung, was die Wirkung des Medikaments mindere. "Wir waren daher sehr froh, dass es in diesem Fall zu keinen Komplikationen kam", sagt Leuenberger.

Wie das Tier ausbüxen konnte, ist für André Urech ein Rätsel. "Wir haben einen hohen Doppelzaun, das Wallaby hätte also gleich zwei Zäune überspringen müssen." Nach dem Verschwinden des Tiers habe man sogleich mit der Suche begonnen und schnell erste Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten. Urech: "Uns ist ein großer Stein vom Herzen gefallen, als es endlich wieder bei uns war."

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(red)

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