Auf fremden Planeten

19. Januar 2019 06:00; Akt: 18.01.2019 16:22 Print

So stehen unsere Chancen in anderen Welten zu leben

Bislang hat die Menschheit keine Möglichkeit gefunden, sich auf einem anderen Planeten anzusiedeln. Doch macht es eigentlich Sinn, nach einem neuen zu Hause zu suchen?

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Das Projekt "Realität, Fiktion Zukunft" hat alle möglichen Welten genau unter die Lupe genommen und eine konkrete Auflistung gemacht, wie gut unsere Chancen auf den jeweiligen Planeten und Welten stehen. Als Richtwert nahm man sich zehn Kriterien her, die man mit jeweils zehn Punkten bewertete, wenn sie erfüllt werden. Unser Heimatplanet versorgt uns mit allem, was wir zum Leben benötigen: Sauerstoff, Wasser und ein lebensfreundliches Klima. Die Menschheit hat es sich ebenfalls hinsichtlich Infrastruktur, Wissenschaft und Technologie bequem auf der Erde gemacht, muss jedoch auch mit bedrohlichen Regierungssystemen und ohne Magie auskommen. Fazit: Die Erde ist wie das alte Lieblingssofa ? heimelig und gemütlich, aber auch manchmal etwas langweilig. Chancen zu überleben: 80 Punkte Der orangefarbene Titan ist der erdähnlichste Himmelskörper in unserem Sonnensystem. Der größte Saturnmond hat einen Durchmesser von 5.150 Kilometern ? deswegen auch der Name in Analogie zu dem Göttergeschlecht der Titanen. Was hat der sogenannte Eismond zu bieten? Eine sehr dichte Atmosphäre, einen warmen Kern, circa 80 Kilometer Eiskruste, -180 °C, vielleicht Wasser, aber definitiv flüssiges Methan, weswegen er als der ?giftige Zwilling? der Erde bezeichnet wird. Chancen zu überleben: 40 Der Heimatplanet von Gordon Shumway, besser bekannt unter dem Akronym ALF (außerirdische Lebensform), existierte in der Andromeda-Galaxie und beheimatete neben den Melmacanern auch zahlreiche Katzen, die den Einwohnern als Nahrungsquelle dienten. Einen möglichen Grund für die Zerstörung von Melmac liefert die Föhntheorie. ALF behauptet, dass alle Bewohner gleichzeitig ihre Föhne anschalteten und der Planet daraufhin explodierte. Chancen zu überleben: 80 Punkte Pandora liegt im Sonnensystem Alpha Centauri und beheimatet neben einer üppigen Flora und Fauna auch die humanoide Spezies der Navi. Dort gibt es zwar Sauerstoff, jedoch enthält die Luft einige für Menschen giftige Bestandteile, weswegen ein Exopack (Atemmaske mit Filter) zum Überleben nötig ist. Ohne ihn tritt nach 20 Sekunden Bewusstlosigkeit und nach vier Minuten der Tod ein Chancen zu überleben: 60 Punkte Die Heimat von Superman und (Achtung Spoiler!) Clark Kent war ein Modellplanet, der eine hochentwickelte Zivilisation beherbergte, die bahnbrechende Technologien und äußerst gutaussehende Kryptonier hervorbrachte. Leider existiert Krypton nicht mehr. Nach klassischer Theorie explodierte der Uraniumkern aufgrund von immensem Druck. Dabei entstand Kryptonit, radioaktive Überreste des Planeten, die für alle Kryptonier tödlich sind. Chancen zu überleben: 60 Punkte Künstliche Intelligenz gone wrong - So kann man wohl die Handlung in den Matrix-Filmen zusammenfassen. Die Maschinen wurden irgendwann so mächtig, dass sie die gesamte Menschheit versklavten und in Brutkästen als Energielieferanten hielten. Die reale Erde ist öd und verwüstet; die Maschinen haben gesiegt. Über Implantate schlossen sie die Menschen an ein gewaltiges Simulationsprogramm - die Matrix - an. Chance zu überleben: 40 Punkte Die Schattenwelt ist eine gefährliche Kopie der realen Welt, in der Demogorgons und das Schattenmonster ihr Unwesen treiben. Die düstere Dimension ist zunächst nur durch einen Riss in einem Laborgebäude mit der realen Welt verbunden. Nach und nach entstehen weitere Portale sowie schließlich ein unterirdisches Tunnelnetz, durch das sowohl die Demogorgons als auch die Protagonisten in die jeweils andere Dimension gelangen können. Chancen zu überleben: Nur 30 Punkte. Wunderland ist eine Parallelwelt, die durch ein Portal - in diesem Fall ein Kaninchenloch im Garten eines Grundstücks in Oxfordshire - mit der realen Welt verbunden ist. Dort leben u. a. der verrückte Hutmacher, die Grinsekatze und der Faselhase sowie die weiße und rote Königin. Die Landschaft hat etwas Surreales an sich, was vor allem an den verzerrten Größenverhältnissen sowie personifizierten Tieren, Pflanzen und Gegenständen liegen dürfte. Chance zu überleben: 70 Punkte Der Schauplatz der ersten Pokémon-Generation basiert auf der japanischen Region Kant. Pokémon- Kanto ist einerseits urban (Städte wie Alabastia, Azuria City und Prismania City), aber auch grün (z. B. die Safari-Zone oder der Vertania-Wald). Die vielen Pokémon haben sich an ihre Lebensräume (Gestein, Wasser, Feuer, Erde usw.) angepasst. Die weiteren Pokémon-Regionen Johto, Hoenn, Sinnoh, Unova, Kalos und Alola ähneln ebenfalls echten japanischen Regionen. Chancen zu überleben: 70 Punkte Das trichterförmige Inferno (Hölle) aus der Jenseitsbeschreibung in Dantes Göttlicher Komödie ist wahrlich nichts für Zartbesaitete. In der Unterwelt werden Menschen in Abhängigkeit von der Schwere ihrer Sünden (in zehn Kreisen) gemartert, gefoltert und gequält ? und das in Ewigkeit. Tolle Aussichten, aber die Temperatur ist angenehm, wenngleich die Luft ein wenig zu schwefelhaltig für den Normalatmer sein könnte. Chance zu überleben: 20 Punkte

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Die Erde versorgt uns mit allem was wir zum Leben brauchen: Sauerstoff, Wasser und ein lebensfreundliches Klima. Dennoch arbeiten wir schon seit geraumer Zeit neue Welten zu entdecken und diese früher oder später auch zu besiedeln. Irgendwann kann es auch an einem persönlichen Lieblingsort ein wenig langweilig werden. Aber wie stehen die Chancen auf ein Überleben auf einem anderen Planeten? Und wie sieht die Sache in einer Fantasiewelt aus?

Umfrage
Würden Sie gerne auf einem anderen Planeten leben wollen?
45 %
7 %
33 %
15 %
Insgesamt 159 Teilnehmer

Das Projekt "Realität, Fiktion Zukunft" hat alle möglichen Welten genau unter die Lupe genommen und eine konkrete Auflistung gemacht, wie gut unsere Chancen auf den jeweiligen Planeten und Welten stehen. Als Richtwert nahm man sich zehn Kriterien her, die man mit jeweils zehn Punkten bewertete, wenn sie erfüllt werden.

Die Kriterien sind unterteilt in
- Sauerstoff
- Wasser
- Temperatur
- Infrastruktur
- Keine bösen Mächte
- Freundliche Bewohner
- Erreibarkeit
- Technologien
- Augumentierung
- Magie

Nächste Kolonie auf dem Mars?

Die derzeit größte Hoffnung für eine außerirdische Kolonialisierung ist unser Nachbarplanet, der Mars. Seit kurzem ist nämlich bekannt, dass es dort nicht nur flüssiges Wasser, sondern auch geringe Mengen an Sauerstoff gibt. Auf dem Roten Planeten landen und einfach aus dem Raumschiff spazieren ist aber nicht möglich. Denn die Lebensbedingungen sind extrem schlecht.

Vlada Stamenković vom California Institute of Technology in Pasadena beschäftigte sich lange Zeit mit dem Mars und der Möglichkeit auf Leben. Laut ihren Berechnungen ist es zumindest möglich, dass sich Mikroorganismen auf dem Planeten bilden könnten. Die Chancen sind also da, wenn auch nur gering.

"Giftzwerg" Titan

Ebenfalls Chancen für ein Leben hegen Forscher beim Saturnmond, Titan. Er gilt als erdähnlichstes Himmelsobjekt. Der Mond besitzt eine Atmosphäre und Wasser - wenn auch in gefrorener Form. Zwar schickte eine Sonde bereits Bilder von Flüssen zur Erde, dabei handelt es sich jedoch um flüssiges Methan. Aus diesem Grund hätte der Mensch wohl keine Chance dort zu überleben. Auch weil der Druck dort um 50 Prozent höher ist als auf der Erde. Ein sofortiger Tod nach dem Eintritt in die Atmosphäre ist also sehr wahrscheinlich.

Der Chemiker Steven Benner von der University of Florida in Gainesville betont aber, dass die Witterungen auf Titan jener der Urerde überaus ähnlich sind. Er geht sogar noch weiter und meint, dass das flüssige Titan sogar besser für die Entwicklung von Leben geeignet sei, als Wasser.

RIP Melmac

Echte Planeten kommen somit eher nicht in Frage für eine neue Kolonie - zumindest bislang. Besser sind die Chancen in fiktiven Welten. Auch wenn es nie soweit kommen wir: Auf Melmac könnten die Menschen ohne Probleme überleben. Der Heimatplanet des Serienstars "Alf" bietet perfekte Bedingungen für Leben. Einen Haken gibt es jedoch, abgesehen davon, dass es Melmac gar nicht wirklich gibt: Er explodierte laut der Serie vor Jahren.

Gute Chancen in Kanto

In Parallelwelten sind unsere Chancen auf Überleben übrigens äußerst gering, im Vergleich zu anderen Welten. Vor allem in der Matrix oder der Schattenwelt, bekannt aus "Stranger Things", würden wir nicht zurecht kommen. Zumindest nicht sonderlich lange.

In Fantasiewelten würden wir dagegen sehr gut zurecht kommen. Sowohl in der Pokemon-Region Kanto als auch dem Wolkenland von den Glücksbärchis würden wir uns wie zu Hause fühlen. Aber: Es ist nun einmal eine Fantasiewelt.

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TantePolly am 19.01.2019 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Flüssiges Titan

    wäre mir zu heiß.

  • wolf198 am 19.01.2019 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Bleiben wir am Boden

    Hier wird sinnlos Geld ausgegeben! Die Evolution brauchte Milliarden Jahre um ein Leben wie wir es als derzeitige Lebewesen, mit seinen verschiedenen Bakterien vorfinden, zu ermöglichen. Vor Millionen Jahren wäre der Mensch nicht überlebensfähig gewesen. Wir werden schon krank wenn wir in entferntere Länder reisen. Abgesehen davon das erdähnliche Planeten mit der derzeitigen Technik nicht erreichbar wären. Würden wir diese dennoch erreichen, hätten Sie mit größter Wahrscheinlichkeit eine Zusammensetzung die ein Leben in unserer Evolutionsstufe nicht zu lässt.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • wolf198 am 19.01.2019 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Bleiben wir am Boden

    Hier wird sinnlos Geld ausgegeben! Die Evolution brauchte Milliarden Jahre um ein Leben wie wir es als derzeitige Lebewesen, mit seinen verschiedenen Bakterien vorfinden, zu ermöglichen. Vor Millionen Jahren wäre der Mensch nicht überlebensfähig gewesen. Wir werden schon krank wenn wir in entferntere Länder reisen. Abgesehen davon das erdähnliche Planeten mit der derzeitigen Technik nicht erreichbar wären. Würden wir diese dennoch erreichen, hätten Sie mit größter Wahrscheinlichkeit eine Zusammensetzung die ein Leben in unserer Evolutionsstufe nicht zu lässt.

  • TantePolly am 19.01.2019 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Flüssiges Titan

    wäre mir zu heiß.