Infektion durch Kratzer

11. Mai 2019 19:14; Akt: 12.05.2019 17:55 Print

24-Jährige rettet Welpe und stirbt an Tollwut

Eine junge Tierliebhaberin erkrankte auf den Philippinen an der Tollwut. Als sie wieder zu Hause in Norwegen war, gab es keine Rettung mehr.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Birgitte Kallestat aus dem norwegischen Ort Fjell starb am Montag auf eine schreckliche Art. Die 24-Jährige zog sich während ihrer Ferien auf den Philippinen die Tollwut zu, als sie einen Welpen retten wollte.

Die Familie der Verstorbenen verfasste einen offenen Brief in der norwegischen Presse: "Birgitte war mit einem Moped unterwegs, als sie am Straßenrand einen hilflosen Welpen fand." Da sie nach Angaben der Familie eine Tierliebhaberin war, nahm sie den kleinen Hund nach Hause, wusch ihn, gab ihm etwas zu essen und spielte mit ihm. Dabei zog sie sich Kratzer zu.

"Ein Arzt tippte schließlich auf Tollwut."

Die Familie weiter: "Als sie wieder in Norwegen war, wurde sie krank. Keiner verband die Krankheit mit den Kratzern. Die Krankheit wurde immer schlimmer, und die Ärzte versuchten, die Ursache zu finden. Ein Arzt tippte schließlich auf Tollwut." Doch zu diesem Zeitpunkt war es bereits zu spät. Es war der erste Tod durch Tollwut eines Menschen in Norwegen seit 1815.

Da die Tollwut nicht auf der Impfliste für Reisende auf die Philippinen steht, will die Familie andere Menschen warnen. Sie schreiben: "Wir haben Angst, dass das jemandem passiert, der auch so warmherzig ist. Wir wollen, dass die Tollwutimpfung überall dort empfohlen wird, wo es Tollwut gibt, und dass die Leute auf die Gefahr aufmerksam werden."

Die Krankheit beginnt mit Bauchschmerzen und Fieber. Die Erkrankten leiden unter Angst und Depressionen und wollen nicht einmal mehr ihren eigenen Speichel schlucken. Der Tod tritt am Ende durch eine Atemlähmung ein. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, kann sie nichts mehr stoppen.

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(fss)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • eb am 12.05.2019 06:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sehr traurig

    Das Elend der Straßentiere in solchen Ländern wird wohl nie enden Die junge Frau tut mir leid,wollte nur helfen und mußte an einer grauenhaften Krankheit sterben.

    einklappen einklappen
  • püppi am 12.05.2019 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist echt

    traurig und das Schiksal ungerecht,man kann nie vorsichtig genug sein.Traurig auch für die Hinterbliebenen,denen gilt mein ganzes Mitgefühl !

  • Sepp Huber am 12.05.2019 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenvetantwortung

    Ist sehr tragisch was passierte, für die Betroffenen. ME ist es eine Bildungsfrage. Tollwut gibt es in vielen Teilen der Welt und nur weil sie bei uns als ausgerottet gilt heisst es nicht automatisch das sie bei uns, wenn auch sehr unwahrscheinlich, nicht vorkommen kann. Grundsätzlich keine unbekannten /fremden Tiere angreifen bzw. Impfen. Insbesondere bei dieser Krankheit wegen ihrer Unheilbarkeit.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sauberman am 12.05.2019 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich

    Und wenn ich mir die ganzen Hundehalter auf der Strasse anschaue da bekomme ich gleich eine Gänsehaut.

  • Sepp Huber am 12.05.2019 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenvetantwortung

    Ist sehr tragisch was passierte, für die Betroffenen. ME ist es eine Bildungsfrage. Tollwut gibt es in vielen Teilen der Welt und nur weil sie bei uns als ausgerottet gilt heisst es nicht automatisch das sie bei uns, wenn auch sehr unwahrscheinlich, nicht vorkommen kann. Grundsätzlich keine unbekannten /fremden Tiere angreifen bzw. Impfen. Insbesondere bei dieser Krankheit wegen ihrer Unheilbarkeit.

  • Joschi Holaubek am 12.05.2019 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Arme Frau

    Die Tollwut ist in Europa ausgerottet, also was soll der Blödsinn? Die Frau tut mir leid, ich füttere im Urlaub auch immer Streuner, aber angreifen tu ich sie lieber nicht, allein aus Angst vor Bissen.

    • User am 12.05.2019 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Joschi Holaubek

      Es gibt in Europa sehr wohl noch die Tollwut

    • Kopf vorm Brett am 13.05.2019 09:14 Report Diesen Beitrag melden

      @Joschi Holaubek

      das ist wohl der größte Unsinn seit langem. Stichworte: Füchse, Eichhörnchen...

    einklappen einklappen
  • püppi am 12.05.2019 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist echt

    traurig und das Schiksal ungerecht,man kann nie vorsichtig genug sein.Traurig auch für die Hinterbliebenen,denen gilt mein ganzes Mitgefühl !

  • eb am 12.05.2019 06:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sehr traurig

    Das Elend der Straßentiere in solchen Ländern wird wohl nie enden Die junge Frau tut mir leid,wollte nur helfen und mußte an einer grauenhaften Krankheit sterben.

    • Word Travel am 12.05.2019 13:41 Report Diesen Beitrag melden

      Tollwutimpfung ist Standard

      Traurig ist wohl das einen Tollwutimpfung nicht empfohlen wird obwohl man von der Gefahr weiss. Ich bin Backpacker und ich bin Tollwut geimpft. Dies ist ein muss in allen dritten Welt Ländern.

    einklappen einklappen