Über Flüchtlingskrise

29. Februar 2016 06:59; Akt: 06.03.2016 03:40 Print

Angela Merkel: "Ich bin manchmal verzweifelt"

Bei ihrem letzten TV-Talk sagte sie: "Wir schaffen das." Vier Monate und eine Million Flüchtlinge später trat Angela Merkel am Montag erneut in der ARD auf. Sie stellte klar, ihren Asyl-Kurs beizubehalten. Und übte heftige Kritik an Österreich. Diese wies Innenministerin Mikl-Leitner noch in der Nacht entschieden zurück.

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Bei ihrem letzten TV-Talk sagte sie: "Wir schaffen das." Vier Monate und eine Million Flüchtlinge später trat Angela Merkel am Montag erneut in der ARD auf. Sie stellte klar, ihren -Kurs beizubehalten. Und übte heftige Kritik an Österreich. Diese wies Innenministerin Mikl-Leitner noch in der Nacht entschieden zurück.


Sonntag, 21:45 Uhr in Berlin: Erstmals überhaupt kam Kanzlerin Angela Merkel (CDU) live in eine Fernseh-Talkshow. Beim zweiten Besuch bei Anne Will in nur vier Monaten verteidigte Merkel die deutsche Willkommenskultur in der Asylfrage: "Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass der Weg, den ich eingeschlagen habe, der richtige ist. Ich habe mir vorgenommen, nichts zu versprechen, das nur drei Wochen hält."

Merkel gestand: "Auch ich bin manchmal verzweifelt. Aber es ist meine verdammte Pflicht, dass Europa einen gemeinsamen Weg findet." Diesen sieht sie im Schutz der Außengrenzen und der Wiederherstellung von Schengen: "Wir können Griechenland nicht im Stich lassen."

Österreichs Obergrenze von 80 Flüchtlingen pro Tag nannte Merkel "einseitig und etwas unglücklich": Denn: "Wenn der eine seine Grenzen schließt und der andere deswegen leidet – das ist nicht mein Europa."

Mikl-Leitner weist Merkels Kritik zurück

Noch in der Nacht hat Innenministerin Mikl-Leitner auf die neuerliche Kritik aus Berlin reagiert: Sie bezeichnete die Aussagen als "absurd". Deutschland habe im Dezember selbst Tageskontingente eingeführt und damit einen "gewaltigen Rückstau bei uns" verursacht. "Wir bremsen weiter - und das machen wir übrigens bereits auch für Deutschland. Anscheinend scheint für manche die europäische Lösung darin zu bestehen, das sich alles in Österreich sammelt", so Mikl-Leitner.

 

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