Mücke und Elefant

03. Juli 2018 09:27; Akt: 03.07.2018 09:51 Print

Asyl-Streit: Es geht um nur fünf Flüchtlinge pro Tag

Woanders bereits registrierte Flüchtlinge zurückweisen. Das ist der deutsche Asylkompromiss. Wurde aus einer Mücke ein Elefant gemacht?

Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze. (Bild: picturedesk.com)

Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze. (Bild: picturedesk.com)

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CDU und CSU loben den "Kompromiss" in den höchsten Tönen. Deutschland kann aufatmen, heißt es. Nun ist von Aslzentren nahe der deutsch-österreichischen Grenze, Rückführungen und einer Wende der Asylpolitik die Rede. In Österreich spricht die Regierung davon, "unsere Südgrenzen" schützen zu wollen.

Doch um wie viele Flüchtlinge geht es eigentlich? Der deutsche Politikwissenschafter und Parteienforscher Gero Neugebauer spricht im Radiosender "Ö1" davon, dass gerade einmal fünf Flüchtlinge pro Tag betroffen sind. Zumindest in dieser Hinsicht wurde hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Für derartig wenige Menschen werde es auch keine große "Lagerhaltung" brauchen.

Anderen Medienberichten zufolge waren es im laufenden Jahr bis Mitte Juni etwa 18.349 Asylsuchende, die bereits in einem anderen europäischen Land mit Fingerabdruck registriert wurden.

Viele Menschen in Deutschland und selbst die Parteibasis von CDU und CSU hatten kein Verständnis für das, worüber die Parteispitze da jetzt zwei Wochen lange gestritten hat. Kritiker sagen, man habe sich auf etwas geeinigt, das sowieso schon ausgemacht war.

Man will bereits in einem anderen EU-Land registrierte Flüchtlinge an der deutschen Grenze zurückweisen. Idealerweise in das Erstkontakt-Land, wenn es kein Abkommen gibt, nach Österreich. Wenn Deutschland die Grenzen dicht macht, macht Österreich das auch, hatte Bundeskanzler Kurz (ÖVP) jedoch bereits sinngemäß angekündigt.

So sieht der deutsche Kompromiss aus:

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Preinsberger am 03.07.2018 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    gehen sie einmal durch Wien

    im öffentlichen Raum sind "die Flüchtlinge" bereits in der Überzahl. Jeder einzelne Neuankömmling ist einer zu viel. Man müsste eine Minuszuwanderung anstreben.

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  • Ehklar am 03.07.2018 09:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ich

    Der Obergescheite spricht von nur 5 Flüchtlingen pro Tag! Die Zählung ergibt allerdings ganz andere Zahlen. DA sieht man die Absicht dahinter!

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  • Klavier am 03.07.2018 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ach soooo !

    Na dann ist ja eh alles bestens !! Die 200 Tausend die in Serbien warten darf man da ja nicht zählen, gell ?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hans Ruprecht am 03.07.2018 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    Heinzi und Basti

    Der Basti und der Heinzi machen das schon. Die Regeln alles, jz wo ma dann 12 Stunden hackeln DÜRFEN nicht müssen. Und die Flüchtlinge lösen sich jetzt auch schön langsam in Luft auf! zum Glück habe ich die richtige Wahl getroffen und darf jetzt 12 Stunden hackeln & die Steueränderung bringt mir ja auch viel wo ich 2800 netto verdiene wird das ganze noch nach oben geschraubt. Danke liebe Bundesregierung ihr seid toll macht weiter so, die unteren 40% sind mir genauso wie euch egal solang ich im mittleren Management sitze und ned schufte wie ein wahnsinniger um meine fam. zu ernähren

  • Sapeste am 03.07.2018 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer hereinspaziert...

    ... solange man den Einheimischen die Sozialleistungen kürzen und die Arbeitszeit sowie div. Steuern erhöhen kann, sieht sich kein Politiker dem Volk verpflichtet. Denn die Gehälter der Politiker werden ja von den Mehreinnahmen durch Steuern und Lohnkosten finanziert.

  • GustlB am 03.07.2018 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Naiv

    Wer verlässt sich schon auf Andere und Nachbarn. Was glaubt denn die Regierung in Österreich ?

  • SchlussmitÜberfremdung am 03.07.2018 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    genug ist genug

    Es gibt schon genügend Probleme mit der Massenzuwanderung kulturfremder Personen der letzten Jahrzehnte. Da bringt bereits eine einzelne Mücke das Fass zum Überlaufen ...

  • Maria am 03.07.2018 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Überzahl

    War gestern in einem Modegeschäft in Wien. Im Geschäft waren 20 Leute. 2 davon Inländer !

    • Hans Ruprecht am 03.07.2018 17:35 Report Diesen Beitrag melden

      online Shopping ?

      dann haben sie das falsche Geschäft besucht. gehen sie (als offensichtlich bessere gestellte inländerin) am Graben einkaufen . . . oh Moment da gehen ja auch Menschen anderer Nationalität hin! probieren Sie es im online Shop da laufen ihnen keine Ausländer über den Weg ;)

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