Eigenes Leben gerettet

15. Mai 2019 12:42; Akt: 15.05.2019 15:18 Print

Bauer amputiert eigenes Bein mit Taschenmesser

Beim Entladen von Getreide geriet ein Farmer in Nebraska mit dem Bein in eine Förderschnecke – ihm blieb nur ein Ausweg.

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Kurt Kaser

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Es war ein Routinejob für einen harten Burschen wie Kurt Kaser: Der US-Farmer füllte auf seinem Hof im US-Bundesstaat Nebraska Getreide in einen Silo. Dabei rutscht der 63-Jährige aus und gerät mit dem Fuß in die Förderschnecke, die noch läuft. Die Schnecke erfasst das Bein und zieht Kaser unaufhaltsam in die Maschine.

Schlagartig wird es eng für Kaser. Viel Zeit für Rettungsmaßnahmen hat er nicht, die Ausgangslage ist bescheiden: Er kommt nicht frei und kann die Förderschnecke nicht abstellen. Sein Handy ist außer Reichweite, Kaser ist allein auf dem Hof. Der Bauer begreift: Niemand kann ihm helfen, die Situation ist aussichtslos, bald wird er bewusstlos.

Die Entscheidung


In letzter Minute trifft Kaser eine unerhörte Entscheidung: Er greift nach seinem Taschenmesser und schneidet sich das feststeckende Bein unterhalb des Knies ab. "Ich dachte, dass ich mit Sicherheit in Ohnmacht falle“, sagte er zu "NBC News“. "Irgendwas sagte mir, dass ich etwas tun muss. Also machte ich das, was ich am sinnvollsten fand, und es half. Ich merkte, wie ich Nerven durchtrennte“.

Minutenlang säbelt er an seinem Bein herum, bis er endlich frei war. "Die Maschine ließ mich los. Dann kroch ich die paar Meter rüber zum Haus." Dort lag sein Handy, Kaser rief seinen Sohn Adam an, der Rettungssanitäter ist. Der brachte seinen Vater ins Krankenhaus.

"Ich bin ein Sturkopf"


Mittlerweile sitzt Kaser im Rollstuhl und kann schon wieder lächeln. "Ich habe nur getan, was ich konnte. Nur so geht es, habe ich mir gedacht. Hatte der Farmer gar keine Angst? Dafür war keine Zeit. Reportern von NBC News sagt er: "Ich bin ein Sturkopf. Ich gebe niemals auf."

Der Heilungsprozess sei zwar ziemlich schmerzhaft gewesen. Er sei aber entschlossen, bald mit einer Prothese wieder laufen zu können. „Ich habe immer noch den größten Teil meines Beins. Es gab im Krankenhaus viele Menschen, die in einem Rollstuhl sitzen und da nie wieder rauskommen. Man muss daran denken.“

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gerhard1062 am 15.05.2019 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigen OP

    A harter Kerl Hut ab, glaub ich könnte das nicht.

  • Fritz Trözter am 15.05.2019 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Höchster Respekt

    Man kann nur den höchsten Respekt vor dem Mann haben vor allem auch wie er trotz allem an andere Menschen denkt.

  • Herr Schierl am 15.05.2019 19:35 Report Diesen Beitrag melden

    Kaser

    DAS ist noch ein Mann! Noch dieser erfreulichen Geschichte, schmeiß ich mir gleich a saftiges Steak aufn Grill.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Manuel am 16.05.2019 00:09 Report Diesen Beitrag melden

    ReSPECKt

    Respekt auf jeden Fall, aber wieso an andere Menschen denkt? in der Situation dachte er sicher nur an sein Leben, was ja nicht schlimm ist.

  • Ori am 15.05.2019 22:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ori

    Es tut mir leid aber ich halte das für eine Fake Geschichte...Haut Fleisch Sehnen ja..aber den Knochen...zumindest nicht mit einem Taschenmesser..vielleicht irre ich mich....dann sorry und alle Hochachtung!!

  • Fritz Trözter am 15.05.2019 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Höchster Respekt

    Man kann nur den höchsten Respekt vor dem Mann haben vor allem auch wie er trotz allem an andere Menschen denkt.

  • Herr Schierl am 15.05.2019 19:35 Report Diesen Beitrag melden

    Kaser

    DAS ist noch ein Mann! Noch dieser erfreulichen Geschichte, schmeiß ich mir gleich a saftiges Steak aufn Grill.

  • gerhard1062 am 15.05.2019 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigen OP

    A harter Kerl Hut ab, glaub ich könnte das nicht.