Gewaltsame Unruhen

27. Januar 2019 12:13; Akt: 27.01.2019 12:13 Print

Brexit lässt Konflikte in Nordirland wieder aufleben

Zwei Jahrzehnte nach dem Karfreitagsabkommen, das den blutigen Konflikt in Nordirland beendete, lebt die Gewalt wieder auf.

In der nordirischen Grenzstadt Londonderry wurde eine Autobombe gezündet. (Bild: picturedesk.com)

In der nordirischen Grenzstadt Londonderry wurde eine Autobombe gezündet. (Bild: picturedesk.com)

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Ein ungeregelter EU-Austritt der Briten könnte für Nordirland gefährliche Folgen haben und 20 Jahre nach dem Ende des nordirischen Bürgerkriegs alte Wunden aufreißen.

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Eine Autobombe am vergangenen Wochenende in der nordirischen Grenzstadt Londonderry hat schon gezeigt, dass der Konflikt zwischen den Iren und den London-treuen Nordiren keineswegs beendet ist. Seither soll es zu weiteren versuchten
Bombenanschlägen durch die militante Gruppierung Neue IRA gekommen sein. Die Irisch-Republikanische Armee (IRA) hatte im Nordirland-Konflikt gewaltsam gegen pro-britische Protestanten gekämpft.

Der Brexit hat die bestehende Instabilität verschlimmert, indem es den Streit über die Grenze zur Republik Irland und den verfassungsmäßigen Status Nordirlands wiederbelebt hat. Durch den EU-Austritt Großbritanniens droht eine Abspaltung von Nordirland vom Rest der Insel. Die Befürworter einer Wiedervereinigung Irlands fühlen sich bestärkt.

Protestaktion an Nordirland-Grenze

Um auf das erneute Aufleben gewaltsamer Unruhen aufmerksam zu machen, haben Demonstranten in einer Protestaktion gegen den Brexit eine Grenzstraße zwischen Irland und Nordirland geschlossen und eine Grenzanalage mit Militärkontrollen nachgestellt. Eine Betonmauer, eine Zollstation und ein Wachturm samt als Soldaten verkleideter Männer wurden im Zuge der Aktion platziert.

Blutige Kämpfe

Während des jahrzehntelangen blutigen Nordirland-Konflikts hatten Autobomben viele Menschen in den Tod gerissen. Irisch-katholische Nationalisten und protestantische Loyalisten hatten sich ab den 60er-Jahren bekämpft. 3.500 Menschen starben. 1998 endete der Nordirland-Konflikt durch das Karfreitagsabkommen. Es sichert unter anderem eine Aufteilung der Macht zwischen Protestanten und Katholiken zu.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Panta Rhei am 27.01.2019 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Schuld der EU

    Das hat die EU zu verantworten. So lange gegen den Austritt hetzen, Angst verbreiten und Firmen sowie Menschen verunsichern um GB zu zwingen in der EU zu bleiben. Liebe Briten bleibt standhaft und verabschiedet euch von diesem EU-Horrorladen. Ich hoffe wir kommen bald nach und können dann mit euch kooperieren.

  • andere Meinung am 27.01.2019 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    noch nie was gelöst

    Die EU ist keine Friedensgemeinschaft!! Lediglich mit Geldgeschenken die Probleme zugeschüttet, gelöst hat die EU noch nie etwas!!! Raus aus der Beamtenbevormundung von Brüssel!!!! Bräunungsgrad der Pommes, Glühbirnenverbot, Smart-Meter (1Mrd Kosten), lassen grüßen

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  • andere Meinung am 27.01.2019 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    noch nie was gelöst

    Die EU ist keine Friedensgemeinschaft!! Lediglich mit Geldgeschenken die Probleme zugeschüttet, gelöst hat die EU noch nie etwas!!! Raus aus der Beamtenbevormundung von Brüssel!!!! Bräunungsgrad der Pommes, Glühbirnenverbot, Smart-Meter (1Mrd Kosten), lassen grüßen

  • Panta Rhei am 27.01.2019 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Schuld der EU

    Das hat die EU zu verantworten. So lange gegen den Austritt hetzen, Angst verbreiten und Firmen sowie Menschen verunsichern um GB zu zwingen in der EU zu bleiben. Liebe Briten bleibt standhaft und verabschiedet euch von diesem EU-Horrorladen. Ich hoffe wir kommen bald nach und können dann mit euch kooperieren.